Heuschnupfenbehandlung mit TCM: So wirken Akupunktur und chinesische Kräuter

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© AntonioGuillem - istockHeuschnupfen ist kein Schicksal! (© AntonioGuillem - istock)Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen. Viele freuen sich auf die schöne Frühlingszeit und den darauffolgenden Sommer. Doch Pollenallergiker verbinden mit den warmen Jahreszeiten eine ständig laufende Nase, Niesattacken und tränende und gerötete Augen. Auch belastende asthmatische Beschwerden treten oft in Kombination mit den allergischen Symptomen auf.


Allergie aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin umschreibt Symptome und Ursachen gerne in einfachen Bildern. So liegt die Ursache der Allergie in einem geschwächten Abwehrschirm, im sogenannten Wei-Qi. Ist dieses Abwehrsystem geschwächt, können externe Pathogene in den Körper eindringen und Beschwerden auslösen. Beispielweise ist bei Erkältungen oder rheumatischen Beschwerden Kälte oft die Ursache. 

Bei dem Heuschnupfen handelt es sich in der Regel um Wind oder Hitze, die durch den geschwächten Schutzschild in den Körper eindringen. Die Ursache muss je nach Patient individuell durch ein ausführliches Anamnesegespräch und eine Zungen- und Pulsdiagnose ermittelt werden. Auch werden unterschiedliche Allergiesymptome wie Augenbeteiligung, Konsistenz und Farbe des Sekrets oder asthmatische Beschwerden mitberücksichtigt, um gezielt die Wurzel der Symptomatik therapieren zu können.

Der daraus entstehende Befund entscheidet letztendlich über die Auswahl der Akupunkturpunkte und der Kräuter.


Die Kombination macht's: Kräuter, klassische chinesische Akupunktur & französische Ohrakupunktur

Im Idealfall beginnt die Therapie bereits in der beschwerdefreien Zeit mit der Einnahme einer Kräutermischung in Form von Tees, Tabletten oder Tinkturen für einen Zeitraum von zwei Monaten. Spätestens sechs Wochen vor dem erfahrungsgemäßen Beginn der Pollensaison sollte mit sechs Akupunktursitzungen begonnen werden. Bei dieser Vorgehensweise lässt sich eine Allergie womöglich vorbeugen. Im besten Fall kann der Patient symptomfrei oder mit reduzierten Beschwerden in die Pollensaison gehen.

Auch während der Akutphase kann noch mit der Akupunktur-Behandlung begonnen werden, um die Beschwerden zu reduzieren. Die Kombination aus französischer Ohrakupunktur nach Dr. Nogier und der klassischen chinesischen Körperakupunktur kann in diesem Fall sehr effizient sein.

Aus Sicht der Traditionen Chinesischen Medizin entstehen Krankheiten aus Dysbalancen. Entsprechend besteht das Therapieziel darin, das Gleichgewicht wiederherzustellen, indem man zum Beispiel „Wind-Hitze“ bei Heuschnupfen ausleitet. Oft ist es daher möglich, im Rahmen der Heuschnupfenbehandlung weitere Beschwerden mitzuberücksichtigen. So lassen sich erfahrungsgemäß Kopf- und Regelschmerzen oder Schlafstörungen ebenfalls mittherapieren. Dafür ist eine qualifizierte Anamnese entscheidend.


Wie viele Behandlungen brauche ich?

Für den Fall, dass die Beschwerden mit dem ersten Intervall nur vermindert werden können, ist es zu empfehlen, im Folgejahr eine weitere Therapie anzugehen.

Erfahrungsgemäß zeigt sich in der Akutphase nach mindestens sechs Sitzungen, ob der Patient darauf anspricht.

Studien bestätigen den Nutzen der Akupunktur. Ebenso empfiehlt auch die Weltgesundheitsorganisistion Akupunktur bei Allergien.

 

Auf einen Blick

Schmerzen geringer Einstichschmerz, die Akupunktur an sich wird in der Regel als sehr entspannend empfungen
Risiken in seltenen Fällen Unwohlsein, Rötung an Einstichstelle
Behandlungsalternativen
  • Hyposensibilisierung
  • Antihistaminika
Kostenübernahme der Krankenkassen die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen
Behandlungsdauer sechs Wochen bis zwei Monate bei wöchentlicher Behandlung

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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