Alternative Behandlungsmöglichkeiten bei Asthma bronchiale

Asthmapatienten verspüren häufig Atemnot. (©fotolia-104221625-vchalup)

Was genau ist das Problem des Asthmatikers?

Ein Mensch mit Asthma leidet an einer Entzündung seiner Atemwege (= Bronchien), die diese überempfindlich macht. Werden diese überempfindlichen Atemwege zusätzlich gereizt, wie zum Beispiel durch das Einatmen von Allergenen, kalter Luft, Viren, Haarspray oder Sonstigem, verengen sie sich, um sich so vor dem Reiz zu schützen.

Diese Verengung der Bronchien führt beim Betroffenen zu Atemnot, Engegefühl in der Brust, pfeifenden Atemgeräuschen oder zu Husten

Wie kann Asthma behandelt werden?

Während sich der schulmedizinische Therapieansatz darauf konzentriert, die Entzündung der Bronchien in erster Linie mit Cortisonsprays dauerhaft zu unterdrücken, geht die ganzheitliche Medizin davon aus, dass es im Körper keine Entzündung ohne eine auslösende Ursache entsteht.

Das Hauptaugenmerk dieser Medizin besteht daher darin, die Hintergründe der Entzündung zu finden, durch deren Beseitigung quasi „ursächlich“ zu behandeln und so ohne bzw. mit möglichst wenigen Medikamenten auszukommen.

Entzündung = Störung/ Aktivierung des Immunsystems

Als Ursachen der Entzündung kommen alle Faktoren in Frage, die in irgendeiner Weise das Immunsystem irritieren oder schwächen, wie zum Beispiel ein Mangel an Mikronährstoffen des Immunsystems (z.B. Zink, Selen, Vitamin D und C, Omega-3-Fettsäuren, etc.) oder auch eine Belastung mit Schwermetallen.

Da das Immunsystem bekanntermaßen seinen Sitz im Darm hat, wird den Störungen dieses Organs eindeutig die größte Bedeutung zugeschrieben. 

Warum steckt das Immunsystem im Darm?

Eine Stuhlprobe verschafft oftmals Klarheit! (© Remistudio - Fotolia)
Die Oberfläche des Darms ist 400 m2 groß und so durchlässig, dass jeden Tag große Mengen an Nährstoffen vom Darminneren ins Blut aufgenommen werden können. Gleichzeitig muss diese Darmschleimhaut aber auch so dicht sein, dass keines der 100 Billionen Bakterien, die im Darm leben, oder auch deren Gifte in Blut gelangen und uns schädigen können. 

Weil wir also nirgends gleichzeitig so offen und so bedroht sind wie im Darm, hat der Körper etwa 80 % (!) seiner Armee (seines Immunsystems) hinter diese Front gestellt und dort wird das Immunsystem auch für seine Funktionen im ganzen Körper ausgebildet.
Daher kann jede Störung der Darmflora oder der Darmschleimhaut zu Fehlentscheidungen des Immunsystems des ganzen Körpers führen! 

Wie kann man den Darm genauer untersuchen?

Durch eine einfache Stuhlprobe kann man heute zahlreiche wertvolle Informationen gewinnen: Wie gesund ist die Darmflora? Besteht eine Fäulnis- oder Gärungsflora? Ist die Darmschleimhaut entzündet oder gar undicht? Ist das Immunsystem des Darms geschwächt oder überaktiv? 

Darmsanierung als Therapie eines Asthma bronchiale?

Anhand der Ergebnisse der Stuhlprobe kann man die Störung des Immunsystems und somit die Ursache des Asthma sehr häufig erkennen, sodass auf dieser Basis eine Darmsanierung erarbeitet und durchgeführt werden kann. Das Ziel ist hierbei stets die Gesundung des Immunsystems.

Wer bietet solche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten an?

Die Behandlung von Störungen des Immunsystems und vieler anderer Erkrankungen durch Behandlung des Darms ist so alt wie die Medizin. Schon Hippokrates lehrte (450 v. Chr.): Jede Erkrankung beginnt im Darm.

Fastenkuren, Darmreinigungen und -sanierungen gab es und gibt es in allen Kulturen seit tausenden von Jahren. Erst die Schulmedizin hat sich von diesem Wissen abgewandt und sich auf die Therapie mit chemischen Stoffen (= Medikamenten) konzentriert.

Sollten Sie an einer „ursächlichen“ Behandlungsweise interessiert sein, sollten Sie einen Therapeuten aufsuchen, der naturheilkundlich oder ganzheitlich arbeitet.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (11)

Lea R., 18.08.2020 - 19:44 Uhr

Sehr geehrter Dr. Teutemacher, ihr Artikel macht einem in gewisser Weise Hoffnung, dass man Asthma geheilt bekommt. Ich bin nun 26 Jahre alt und kämpfe seit dem ich denken kann mit Asthma. Schon mein Vater hatte es sehr schlimm. Als Kind war es deutlich schlimmer, jetzt als Erwachsene kann ich es recht gut kontrollieren. Im Winter setzte ich mein Medikament weitest gehend ab, das funktioniert recht gut. Im Frühling und Sommer muss ich es schon regelmäßig nehmen, wobei ich auch hier versuche die Einnahme vom Kortison so gering wie möglich zu halten. Jetzt nach all den Jahren habe ich das Problem, dass ich davon einen Pilz bekommen habe, der mir die Atmung aktuell sehr erschwert. Es ist für mich der Punkt erreicht, an dem ich endgültig von dem Kortison weg kommen möchte. Haben Sie einen "Therapeuten" im Raum Bonn an den ich mich wenden könnte? Beste Grüße

Antwort von Dr. med. Hermann Teutemacher - Privatpraxis, verfasst am 19.08.2020

Sehr geehrte Patientin, einen Lungenfacharzt in Bonn, der ähnlich arbeitet wie ich, kenne ich nicht und auch nicht im übrigen Deutschland (mit Ausnahme vielleicht eines TCM-Pneumologen am Bodensee. Angesichts der Tatsache, dass meine Patienten von Hamburg bis Basel zu mir kommen, liegt aber Wuppertal fast noch im Raum Bonn... :-) Angesichts der erheblichen genetischen Belastung kann ich eine Heilung sicherlich nicht garantieren, aber - wenn Sie sich auf mein Konzept der "eigenverantworteten Selbstheilung", das schon anspruchsvoll für den Patienten ist, einlassen sollten - wäre es schon sehr wahrscheinlich, dass Sie eine deutliche Besserung erreichen würden. Beste Grüße zurück

Marianne G., 28.01.2020 - 11:42 Uhr

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Leider finde ich keinen Arzt bzw. Klinik im PLZ-Gebiet 93 bzw. 94.

Antwort von Dr. med. Hermann Teutemacher - Privatpraxis, verfasst am 22.03.2020

Kliniken, die sich ausdrücklich auf Asthma spezialisiert haben, sind sicher schulmedizinische Kliniken und da sein die Cortisonsprays nun mal Hauptbestandteil der Therapie. Da Asthma als Ausdruck eines gestörten Immunsystems von der Ursache her (fast) immer ein Darmerkrankung darstellt, lautet meine Empfehlung: Suchen Sie bei Google mit den Stichworten: Asthma und Darmsanierung. Wenn ein Therapeut beide Begriffe auf seiner Homepage erwähnt (und dann auch noch gute Bewertungen bei Jameda hat, sollte er/ sie der ideale Therapeut für Sie sein.

Marianne G., 26.01.2020 - 13:45 Uhr

Wie finde ich einen Arzt bzw. Klinik, wo mein "Asthma" naturheilkundlich behandelt wird? Ich habe "nur" Husten, keine Atemnot! Trotzdem soll ich verschiedene Cortison-Sprays verwenden, was ich bisher immer abgelehnt habe. Freundliche Grüße Marianne G.

Antwort von Dr. med. Hermann Teutemacher - Privatpraxis, verfasst am 27.01.2020

Unklarer anhaltender Husten hat viele Ursachen, von denen auch Pneumologen wenig wissen, wie z. B. einen "Parasitenhusten", einen durch Östriolmangel oder zu viel Quecksilber im Körper. Ziel sollte es sein, nicht den Husten zu "behandeln"/ zu unterdrücken, sondern herauszufinden, was den Husten auslöst, denn ohne Ursachenklärung und -beseitigung wird er nach der Behandlung mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederkommen. Also brauchen Sie einen Therapeuten, der ganzheitlich bzw. ursächlich arbeitet. Da auch Husten häufig Ausdruck eines "Darmproblems" ist, könnten Sie in Ihrer Umgebung einen entsprechenden Therapeuten suchen, in dem Sie googlen z. B. mit den Begriffen "Husten" und "Darmsanierung". Viel Erfolg dabei!

Richard F., 19.07.2017 - 20:33 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Teutemacher, ich glaube an einen Lippenreflex als den übersehenen Schlüssel zu Asthma und nicht den Darm. Mundatmung spielt ja eine große Rolle in der Entwicklung des Leidens. Scharfes und lautes Einatmen durch die Nase hat mein Asthma geheilt. Pollinose verblieb, aber mit der richtigen Vorgehensweise war das Leiden Vergangenheit.

Antwort von Dr. med. Hermann Teutemacher - Privatpraxis, verfasst am 20.07.2017

Das ist eine Methode, die mir bisher nicht bekannt war. Im Internet habe ich bis auf Ihre Einträge an verschiedenen Stellen und die russischen Videos nichts darüber gefunden. Auch wenn ich einen möglichen Effekt keinesfalls abstreite, so liegt die eigentliche Ursache des Asthma nicht in einer führenden Mundatmung sondern in der Fehlentscheidung des Immunsystems, in den Bronchien eine Entzündung zu produzieren, die dann die Verengung der Bronchien mit Luftnot, Engegefühl der Brust und Husten zur Folge hat. Die Ursachen dafür sind genau wie die Ursachen für Allergien dort zu suchen, wo 80 % des Immunsystems zuhause ist, nämlich im Darm.

Richard F., 04.06.2017 - 11:02 Uhr

Zur Zeit kann man doch Asthma als Fachidiotie auf höchsten Niveau bezeichnen. Die Mantra über die eingeschränkten und irrwitzige Nasenfunktion (Anfeuchten, Erwärmen und Filtrieren der Atemluft) erinnert so sehr an die Achtundsechziger und das Problem mit dem Mief von Tausend Jahren. Atmet man laut und scharf durch die Nase ein, so werden die Lippen zusammengedrückt und durch Reflex die Atemwege entspannt.

Chri T., 16.11.2016 - 13:31 Uhr

Behandlung des Darms als Therapie bei Asthma bronchiale war mir ganz und gar neu, ist mir aber einleuchtend und ich werde mich auf die Suche nach einem Therapeuten begeben - auch wenn ich mal wieder alles allein bezahlen muss. Seit der Wende ist das Gesundheitssystem in allen Bereichen schlechter geworden - und das hat nichts mit Jammern auf hohem Niveau zu tun, sondern sind leidvolle Erfahrungswerte. Gut, dass es wenigstens Seiten wie diese gibt! Danke!

Antwort von Dr. med. Hermann Teutemacher - Privatpraxis, verfasst am 01.12.2016

Es freut mich, dass der Artikel Ihnen so einleuchtend und wertvoll erschien, dass Sie sich sogleich auf den Weg machen werden. Zum "Gesundheitssystem": da muss ich Ihnen leider zustimmen. Die "moderne" Medizin ist super teuer und hat nicht zum Ziel, Menschen zu heilen. Statt dessen stellen Ärzte alle chronisch Erkrankten auf teilweise extrem teure Medikamente ein, die - ganz im Sinne der Pharmaindustrie - meist anstandslos bezahlt wird. Aber: Chemie macht nicht gesund; das glauben nur Ärzte! Heilung geschieht automatisch, sobald man die Krankheitsursachen beseitigt. Nur leider wird der Arzt eher im Sinne der "Einstellung" anstatt im Sinne der Heilung ausgebildet und erzogen... Ihr Vorteil ist, dass Sie dieses Dilemma durchschaut haben: Sie hören auf, Gesundheit im Gesundheitssystem zu suchen und gehen nun den Weg der Eigenverantwortung und das ist der wichtigste Schritt überhaupt!

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