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Rauch-Stopp: Wie schaffe ich es, mit dem Rauchen aufzuhören?

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© Tom-Hanisch - fotoliaEndlich frei sein! Legen Sie Ihre Tabak-Sucht ab! (© Tom-Hanisch - fotolia)Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist allgemein bekannt. Für Patienten mit Erkrankungen der Atemwege hat ein Rauch-Stopp aber eine besonders hohe Bedeutung hinsichtlich der Prognose - die COPD-Erkrankung lässt sich beispielsweise Dank Rauch-Stopp anhalten und das Risiko für Lungenkrebs kann so reduziert werden. Des Weiteren sinkt das Risiko für einen Herzinfarkt nach einem Rauch-Stopp sehr schnell und markant.


Wie höre ich mit dem Rauchen auf?

Nichtsdestotrotz ist es für viele Raucher schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Der Impuls zum Rauchen, getragen von einer schwer überwindbaren Sucht, und der Wunsch, zugunsten der Gesundheit mit dem Rauchen aufzuhören, führen immer wieder zu einem Zwiespalt.

Wie ist es bei Ihnen? Angenommen, Sie hätten es geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören: Was wäre Ihr größter Gewinn? Verbesserte Gesundheit, bessere körperliche Belastbarkeit, finanzielle Einsparung, besserer Geruch, die Vorbildfunktion für die eigenen Kinder oder endlich frei von der Sucht zu sein? Welches der Motive ist für Sie das wichtigste? Und wie wichtig ist es Ihnen wirklich?
 

Was ist eigentlich Tabak-Sucht?

Wer Tabak-abhängig ist, ist doppelt abhängig.

Umgebungsreize wie der Geruch von Kaffee, ein auf dem Tisch stehendes Bier oder ein Aschenbecher in Sichtweite können bereits den Rauch-Impuls auslösen. Die Kraft dieser Gewöhnung ist sehr hoch und für den Rauch-Stopp ist es notwendig, diese Situationen gezielt zu identifizieren und ein neues Verhalten einzuüben.

© Photographee.eu - fotoliaDie Lungenkrankheit COPD kann mit Hilfe eines Rauch-Stopps aufgehalten werden! (© Photographee.eu - fotolia)Neben der Tabak-Abhängigkeit haben die Betroffenen eine Nikotin-Sucht, im Sinne einer regelrechten Drogen-Sucht. Nikotin ist eine stark suchtauslösende Substanz, die Veränderungen am Gehirn bewirkt.

Während der Entwöhnung ist es in der Regel sinnvoll, die Drogen-Abhängigkeit noch für kurze Zeit zu belassen und den Druck der Nikotin-Sucht durch begleitende Medikamente (Nikotinersatz, Vareniclin oder Bupropion) abzufangen. Wenn sich das Nichtraucher-Verhalten nach etwa 3 Monaten unter dieser Behandlung stabilisiert hat, kann die begleitende Medikation - in der Regel ohne größeres Rückfall-Risiko - ebenfalls abgesetzt werden. Auf diesem Wege sind die Voraussetzungen für einen stabilen Rauch-Stopp gegeben.


Wie läuft ein Rauch-Stopp ab?

Ein erster Schritt ist in der Regel schon das Reduzieren des Rauchens mit dem Ziel, an einem festen Datum ganz aufzuhören. Für viele ist ein Rauch-Stopp-Kurs hilfreich. Mit solch einem Kurs lässt sich eine langfristige Abstinenz gut absichern - vor allem aber das Risiko des Rückfalls kann so reduziert werden.


Fazit

Bei stärkerer Abhängigkeit sollte die Entwöhnung durch die genannten Medikamente unterstützt werden. Lassen Sie sich hierzu von einem spezialisierten Arzt beraten.

Viel Erfolg! Es lohnt sich!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


20.08.2017 - 15:15 Uhr

Sehr geehrter Herr Hering, seit gut drei Jahren...

von René S.

... bin ich Patient bei Ihnen und Herrn Sudhoff. Fühle mich bei Ihnen gut aufgehoben. Ich habe aus eigener Kraft versucht, mit dem Rauchen aufzuhören, mit unterschiedlichem Erfolg. Ich habe mich bei Ihnen zum 30.8. zu einem Raucherentwöhnungsprogramm angemeldet, was ich leider absagen muss. Mir fehlen die finanziellen Mittel dazu. Gibt es nicht auch ein Vorprogramm, das mir eventuell helfen könnte? Eine Beratung oder so? Ich habe COPD, benutze eine E-Zigarette, die mir der Herr Sudhoff nahegelegt hat. Allerdings werde ich immer wieder rückfällig und komme auf ca. 5 Zigaretten am Tag. Mit freundlichen Grüßen René S.

Antwort vom Autor am 21.08.2017
Dr. med. Thomas Hering

Sehr geehrter Herr S, vielen Dank für Ihre ausführliche Mail und Kommentierung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir eine ärztliche Beratung aus Datenschutz-Gründen nicht über diese Plattform führen können. Wir müssen also alles mit Ihnen direkt in der Sprechstunde besprechen. Mit freundlichem Gruß Thomas Hering


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