High-Tech-Linsenimplantate ersetzen die Gleitsichtbrille

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Als die Gleitsichtbrille 1959 auf den Markt kam, war sie eine große Innovation: ein Glas für die Ferne und die Nähe. Die Gläser haben sich zwar seitdem sehr verbessert - ein Problem ist jedoch geblieben: Ein Brillenglas bewegt sich nicht mit dem Auge mit. Der Brillenträger muss dadurch die scharfen Bereiche der Gläser selbst "suchen". 

Im Gegensatz dazu werden Linsenimplantate dort implantiert, wo die natürliche Augenlinse sitzt. Somit ist das Scharfsehen mit einem Linsenimplantat blickrichtungsunabhängig.

Die sogenannten Multifokallinsen können neben allen Formen von Sehfehlern auch die Altersweitsichtigkeit korrigieren. Multifokallinsen sind zwar keine neue Erfindung, aber sie haben sich seit ihren ersten Einsätzen in den 80er Jahren erheblich verbessert. Die neueste Generation sind die sogenannten Trifokallinsen. Neben Ferne und Nähe sind diese Linsen mittlerweile auch für die Bildschirmarbeit optimiert worden. Das Tragen einer Brille wird somit überflüssig. Über 95 Prozent der Patienten sind sehr zufrieden mit ihren Multifokallinsen und würden diese jederzeit weiterempfehlen.

Die Operationstechnik der Linsenimplantation ist mit der Operation des Grauen Star identisch. Dieser Eingriff wird in Deutschland jährlich rund 700.000 mal durchgeführt und ist somit die häufigste und erfolgreichste Operation am menschlichen Körper.

Das Einsetzen der Linsenimplantate dauert nur etwa zehn Minuten - aber die "Lebensdauer" der Linsen wird auf rund 90 Jahre geschätzt. Durch die Faltbarkeit der flexiblen Linsen wurde die OP-Technik revolutioniert: Die Heilungszeiten nach der Linsenimplantation haben sich so von Wochen auf nunmehr Tage oder Stunden reduziert.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (56)

Christine, 09.09.2019 - 15:35 Uhr

Hallo ich bin gerade mal 30 Jahre alt und habe 14 Dioptrien und habe Probleme mit den dicken Brillengläsern, da ich eine sehr schmale kleine stupsnase habe ist es für mich der Horror die Brille tragen zu müssen nun ist für mich die Frage ob ich nicht lieber so eine OP mache und mir eine Linse einsetzen lasse, so wie ich gehört habe übernimmt die Krankenkasse, nicht mit welchen Kosten muss ich denn rechnen wenn ich mir eine Linse einsetzen lasse ohne dass ich den grauen Star habe, da wird es ja von der Krankenkasse übernommen aber als schönheits OP in meinem Fall ja nicht oder? Mit welchen Kosten muss man rechnen für solch eine OP?

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 03.06.2020

Leider übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für die ICL-Implantation nicht. Bei privaten Versicherern ist es Vertragssache (tarifabhängig). Die Kosten sind Abhängig von der Sehstärke und betragen ca. 5000 bis 8000 Euro für beide Augn

Tom, 22.08.2019 - 19:18 Uhr

Wie verhält es sich bei Dunkelheit? Mit den Mulifokalenlinsen habe ich Nachts doch Probleme, da alles verschwimmt und was nicht in der Nähe ist. Laut Optiker ist dies der Nebeneffekt, da sie die Pupille Nachts weitet. Habe ich diesen Effekt auch bei den implantieren Trifocal Linsen

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 03.06.2020

Trifokallinsen sind eine "Unterart" der Multifokallinsen. Was Lichtstreuungen angeht unterscheiden sie sich nciht wensentlich von den anderen Multifokallinsen.

Isabella S., 15.03.2019 - 16:12 Uhr

Trage mich mit dem Gedanken solch eine Operation zu machen. Meine Frage hierzu noch, gibt es diese Linsen auch in Farbe? Blau oder grün? Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 03.06.2020

Die Linsenimplantate befinden sich hinter der Pupille. Daher haben sie keine Auswirkung auf die Irisfarbe.

Bert Z., 08.09.2016 - 10:59 Uhr

Gibt es verschiedene Farbnuancen der künstlichen Linse? Ein Freund hat gesagt, dass er sein Auge operieren ließ und jetzt ein kaltes bläuliches Lichtempfinden auf dem einen Auge hat. Danke für Ihre Antwort.

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 05.02.2018

Auch bei Linsenimplantaten gibt es verschiedene Filter. Einen UV-Filter haben nahezu alle Linsenimplanate. Premium-Linsenimplantate besitzen einen Blau/Violettfilter. Dieser Filter ist der Färbung der natürlichen gesunden Augenlinse nachempfunden und sorgt für eine "warme" Wahrnehmung der Farben. Ein Blaustich kann bei Linsen vorkommen, die keinen Farbfilter haben. Das sind in der Regel Standard-Linsen der gesetzlichen Krankenkassen. Bei den meisten privaten Versicherungen werden moderne Blau/Violettfilter übernommen.

Lisa, 16.06.2016 - 18:10 Uhr

Hallo, ich bin 28 Jahre alt und leide unter trockenen Augen. Nun darf ich keine Kontaktlinsen mehr tragen. Ich habe jedoch ziemlich hohe Brillenwerte. Ich möchte die Brille nicht tragen, da ich so große Augen dadurch bekomme. Nun war in Istanbul - dort wurde mir eine Katarakt-OP, also eine Linseneinpflanzung oder die Behandlung mit Laser empfohlen und das, obwohl ich trockene Augen habe und die durch das Lasern trockener werden. Was ist die beste Lösung in meinem Fall?

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 05.02.2018

Das bleibt immer eine Einzelfallentscheidung an Hand der anatomischen Begebenheiten der Hornhaut. Generell rät man heute von einer Laserbehandlung der Hornhaut bei hoher Weitsichtigkeit ab. Eine solche Behandlung birgt zu große (Langzeit-) Risiken für die Hornhaut. Bei hoher Weitsichtigkeit ist in der Tat eine Linsenoperation oft die bessere und nachhaltigere Option. Ihr Dr. Parasta

Ernst-Klaus S., 13.05.2016 - 20:46 Uhr

Hallo, ich habe die Absicht, mir Augenlinsen einsetzen zu lassen. Kann ich danach weiterhin bedenkenlos Tauchen gehen?

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 05.02.2018

In der Regel - also bei normalem Verlauf der Operation - stellt das Tauchen kein Risiko dar. Ihr Dr. Parasta

Karin L., 13.05.2016 - 11:48 Uhr

Hallo, ich würde mir gerne Linsen implantieren lassen. Wo im Raum Landshut/ Regensburg/ München oder auch Bayern ist das möglich? Können Sie mir eine Klinik oder einen Arzt empfehlen?

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 05.02.2018

Leider darf ich Ihnen aus gesetzlichen Gründen keine Klinik empfehlen, weil ich selbst diese Operation in München durchführe. Ihr Dr. Parasta

Albrecht A. N., 17.02.2016 - 16:51 Uhr

Hallo, eine Frage: ich habe mir 2009 Augenlinsen einstzen lassen, bin mit der Sehleistung aber nicht zufrieden. Kann man sie wieder entfernen und durch Multifokallinsen ersetzen, um eine bessere Sehleistung zu erreichen? Ich bitte um eine ehrliche Antwort und bedanke mich im Voraus. Albrecht A.

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 05.02.2018

Während man implantierbare Kontaktlinsen (ICL) jederzeit wieder austauschen kann, ist ein Austausch bei den Linsen, die beim Grauen Star eingesetzt nicht ohne weiteres möglich. Ein Austausch der bereits eingewachsenen Linse birgt immer ein sehr hohes Risko. Ihr Dr. Parasta

Stefanie, 07.10.2015 - 11:17 Uhr

Guten Tag, ich habe vor 2 bzw 3 Wochen Monofokallinsen eingesetzt bekommen. Vorher 6,75 Sph und re cyl -2,25 und li -1,00 Hornhautverkrümmung und kein räumliches Sehen. Deswegen habe ich "nur" Monofokallinsen eingesetzt bekommen. Mit einfacher Lesebrille +1,50 komm ich am PC und zum lesen super klar. Nur die Ferne ist das Problem. Nun meint mein ARZT, ich würde 100% sehen und dürfte Autofahren. Ich kann mich der Meinung gar nicht anschließen. Ich sehe zwar, im Gegensatz zu vorher ohne Brille (da nur 30%) recht gut, auch scharf aber alles noch - schwer zu beschreiben, kleiner und nicht so gut wie mit Brille. Ich war beim Optiker deswegen, da sind wir darauf gekommen, dass ich nun 80% sehe ohne Brille. Ein Auge ist leicht weitsichtig und ein Auge leicht kurzsichtig geworden. Nun meine Frage: kann sich in der nächsten Zeit in der Richtung noch was positiv entwickeln oder ist damit zu rechnen, dass ich nun wohl doch noch eine Brille benötige? Bietet sich denn dann eine Gleitsichtbrille an? Herzlichen Dank

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 05.02.2018

Dies lässt sich leider ohne eine Untersuchung im Einzellfall nicht allgmein sagen... Wir bitten um Verständnis.

M., 02.07.2015 - 21:19 Uhr

Wie hoch sind die Kosten? Wer trägt die Kosten? Bekommt man einen Zuschuss von der Krankenkasse? Bin interessiert und möchte mehr über diese Methode wissen.

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 05.02.2018

Dies ist sehr von Ihrer Diagnose, Ihrem Versicherungstarif und Ihre Versicherung abhängig. Eine allgemeine Aussage ist hierzu nicht möglich. Dies müssten Sie am Besten bei Ihrem Versicherer erfragen.

Susanne, 07.01.2015 - 19:05 Uhr

Hallo Ich habe ein schwachsichtiges Auge das nicht lesen kann. Ich trage eine Gleitsichtbrille. Nun habe ich mich erkundigt ob es möglich wäre eine Multifokale Linse einzusetzen. Ja in das "gesündere Auge" war die Antwort . In das andere nur ein Monofokallinse. Nun bleiben aber die Werte nach der Op gleich wie jetzt also keine Besserung der Sehkraft. Nun bin ich verunsichert ob ich überhaupt das Geld investieren soll? Wie ist Ihre Meinung Danke

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 05.02.2018

Eine einseitige Versorgung mit Multifokallinsen hat sich nicht bewährt. Als eine zwingende Voraussetzung für die Wahl von Multifokallinsen muss eine Schwachsichtigkeit ausgeschlossen werden. Es muss sicher gestellt werden, dass beide Augen miteinander gut zusammenarbeiten und ein räumliches Sehen vorhanden ist.

Werner, 13.10.2014 - 19:40 Uhr

Hallo, nach einer Netzhautablösung und anschließender OP bin ich sehr kurzsichtig (ich sehe nur ca, 15 cm scharf). Kann die normale Weitsichtigkeit durch das Einsetzen einer Linse wieder hergestellt werden?

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 05.02.2018

Prinzip kann (fast) jede Form von Fehlsichtigkeit mit Linsenimplantaten korrigiert werden. Dies muss man aber immer im Einzelfall nach Prüfung aller optischen und organischen Parameter entscheiden.

alexander, 21.08.2014 - 10:18 Uhr

gibt es eine Möglichkeit die Sehschärfe nach einem Multifokallinsentausch zu verbessern?

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 05.02.2018

Die Frage ist leider zu allgemein. Prinzipiell ist eine "Nachkorrekur" mittels Zusatzlinsen - sogenannte Add-On-Linsen oder einer LASIK-Behandlung an der Hornhaut möglich, um Restfehler zu beheben.

Karl, 24.07.2014 - 11:01 Uhr

Ich habe Diabetes 2, 56 Jahre, Probleme beim sehen. Arbeite viel am PC. Trage seit 40 Jahren harte Kontaktlinsen - nur sehe ich jetzt gar nichts mehr in der Nähe.. Augenarzt hat geschwollene Augen, geschwollene Makula festgestellt. Wollte neue Trifokusallinsen vom Optiker ausprobieren, es steht auch der Kauf einer neuen Gleitsichtbrille an. Augenarzt sagt ich soll nichts machen - meint der es geht mit einer OP alles weg - tausch gegen Implantate?

dani, 30.04.2014 - 16:24 Uhr

Hallo,ich bin 53 Jahre alt und schon seit Kindheit stark kurzsichtig -11und-8,25,seit 2 Jahren ist die altersweitsichigkeit dazugekommenen. Komme ich in Frage für diese Linsen ?und kann man die Kosten in Raten abzahlen?

Leo, 10.02.2014 - 13:57 Uhr

Bei mir ist keine Augenkrankheit bekannt. Ich will nur die Gleitsichtbrille los werden. Welches Risiko außer OP habe ich. Gibt es nachts Schwierigkeiten beim autofahren? mfg Leo

Karin, 22.01.2014 - 21:07 Uhr

Hallo, wer kann mir antworten? Ich habe im Okt. und Nov. 2013 Multivokallinsen bekommen. an die Halos habe ich mich fast gewöhnt,sie sollen noch weggehen.Seit ein paar Tagen habe ich ein neues Problem. Ich habe wie ein Spinnennetz mit einer kleinen Spinne vorm Auge,dass sich hin und her bewegt, so wie ich gucke. Es macht mich wahnsinnig. Mein Augenarzt sagt, dass hätte mit der OP nichts zu tun, sondern wäre eine Abnutzung des Augapfels und nicht reparabel eben eine Alterserscheinung. Es wäre nett, wenn jemand Erfahrung damit hätte.

Karin, 03.01.2014 - 18:07 Uhr

Cornelia Schuster, hallo haben sich Ihre Probleme gegeben? Ich habe die gleichen Probleme wie Sie und wüsste gern, ob sie bei Ihnen weg sind. Es würde mich sehr interessieren, vielleicht melden sie sich hier noch einmal. Danke in voraus.

Karin, 03.01.2014 - 18:01 Uhr

Ich habe am 11.10.-und 11.11.2013 Multifokallinsen bekommen.Ich habe grosse Schwierigkeiten mit beiden Augen.Ich kann sehr gut und alles lesen,aber in der Ferne immer etwas verschwommen. Außerdem habe ich um Lichter Kränze,was bei Nacht katastrophal ist.Meine Augen sind immer wie müde, tränen und ich habe das Gefühl, es sind kleine Steinchen drin. Ich hatte für das viele Geld mehr erwartet,oder wird das noch besser?

Susanne, 30.11.2013 - 22:49 Uhr

Ich möchte mir die trifokalen linsen einsetzen lassen . habe auf dem rechten Auge eine hornhautverkrümmung von 2,25 und links 1,75. Und eine alterssichtigkeit von +1. Kann es sein das ich nach der op noch eine Brille brauche?

Ernst, 29.10.2013 - 00:43 Uhr

Ich möchte mir Trifokallinsen implantieren lassen. Welche Linsen wären für mich die Besten? Bei einer Entfernung von 40cm bis 70cm möchte ich gut lesen können. Meine Werte: RA: sph: +1,25 -0,25 94° LA: sph: +1,5 -0,75 91° Vielen Dank

Frieder, 06.10.2013 - 20:38 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, werden die Linsen jeweils für den aktuellen Patienten gefertigt? Wenn ja, von Wem? Wie lange braucht diese Aktion? Grund: die Biometrie soll an einem Freitag und die Op schon am darauf folgenden Montag statt finden. Ich bin allein, aber mein Sohn will extra für mich aus England kommen. So eine Reise ist kaum zu verschieben (Urlaub, Flüge etc.) Vielen Dank für Ihre Bemühungen. Mit freundlichen Grüssen Frieder

Luna, 11.07.2013 - 11:06 Uhr

Guten Tag,ich bitte um Hilfe: Ich ,w.,51 J.,trage seit 30 Jahren formstabile K-Linsen,hohe Kurzsichtigkeit (-9 Dpt.mit Astigmatismus. Nun Altersweitsichtigkeit. seit 3 Jahren Monovision mit Kontaktlinsen,anfänglich ok,jetzt immer schwieriger spez. b. Bildschirmarbeit. Trage mich mit dem Gedanken einer IOL-Implantation (multifokal).Da meine Situaton jetzt bei weitem nicht mehr zufriedenstellend ist,denke ich, dass ich mich mit dem Ergebnis nach der OP anfreunden kann.Stimmt es,dass man meistens für einen Bereich doch noch eine Brille benötigt und sich diesen \"aussuchen \" kann? Schwerpunkt also entweder Fern/Mittel oder Fern/Nähe zum Beispiel. oder gibt es Patienten die durchaus auch keine Brille mehr benötigen? Sitze 8 Std. pro Tag am PC. Ich danke Ihnen für eine ehrliche Antwort. Beste Grüße Luna

F, 10.06.2013 - 12:27 Uhr

Guten Tag, ich habe Alterssichtigkeit (54 J), ist das eine Alternative für mich und sieht man nachts bei Autos noch die Lichtkränze? danke und Grüße F

F, 10.06.2013 - 12:26 Uhr

Guten Tag, ich habe Alterssichtigkeit (54 J), ist das eine Alternative für mich und sieht man nachts bei Autos noch die Lichtkränze? danke und Grüße F

Gero, 12.04.2013 - 08:46 Uhr

Die Trifokallinse bietet offenbar für den mittleren Entfernungsbereich einen dritten Brennpunkt. Das sei für Bildschirmarbeit und Musizieren recht vorteilhaft, liest man. Ist diese Technik schon reif genug für den Einsatz? Man spricht davon, dass nur 20% der Lichtmenge auf den mittleren Fokus gelenkt werden. Genügt das bei Kunstlicht (Bildschirm/Büro)? Kommt die Neuroadaption mit den beiden Geisterbildern zurecht, die ja zusätzlich entstehen? Sind die Nebenerscheinungen (Halos, Blendempfindlichkeit) bei dieser Linse größer als bei den herkömmlichen bifokalen Linsen?

Kerekes Karin, 05.03.2013 - 07:37 Uhr

meine Frage ist ob bei Hornhautverkrümung und Hornhautvernarbungen ein Einsetzen des Linsenimplantats möglich ist ?? LG

edeM, 18.11.2012 - 12:51 Uhr

Ist der Einsatz der Trifokallinsen auch bei Patienten mit Grünem Star (Glaukom) möglich?

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 26.11.2012

Der Einsatz von Multifokallinsen (Bifokal oder Trifokal) ist auch bei Patienten mit Grünem Star möglich - solange keine ausgedehnten zentralen Gesichtsfeldausfälle vorhanden sind.

Cornelia Schuster, 29.10.2012 - 14:07 Uhr

Guten Tag, ich hätte da eine Frage zu den Multifokallinsen: Ich habe im Jan.2012 diese Multifokallinsen implantiert bekommen. Ich sehe in die Ferne und Nähe (beim Lesen) fantastisch. - Aber ich habe bei Nacht um jede Lichtquelle Kreise (ähnlich wie eine Spirale). Seit der Nachstar mit dem Laser entfernt wurde, sehe ich zusätzlich diagonale Strahlen (wenn man sich eine Uhr vorstellt - diagonal von etwa 11 Uhr, dann Lichtquelle mit Kreisen und dann Strahlen weiter bis 16 Uhr), das heißt 1 Licht 2 Strahlen, 2 Lichter 4 Strahlen usw. Je mehr Lichter desto mehr Strahlen. Meine Ärztin sagt, das sei normal und man gewöhnt sich dran, aber beim Autofahren ist das schon eine mittlere Katastrophe, da ja vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge Lichter haben, und dann noch die Straßenlaternen !! Ist da vielleicht irgend etwas falsch gelaufen? Ich bin doch sehr verunsichert. Es wäre schön, wenn Sie sich dazu melden könnten. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 09.11.2012

Die gute Nachricht ist: Die Halos verschwinden in der Regel irgendwann. Bei einem später, bei einem früher. Dann bleibt Ihnen nur noch Ihre fantastische Sicht. Solche "Lichtspiralen" oder auch Halos genannt kommen bei fast jeder Kunstlinse vor. Diese entstehen bei Multifokallinsen insbesondere durch das für die Nahsicht umgelenkte Licht. Bei ca. 90% der Patienten werden diese nach 8 Wochen kaum noch wahrgenommen. Die menschliche Netzhaut kennt nämlich das Phänomen des Streulichts schon von der natürlichen Linse. Die natürliche Linse produziert auch jede Menge Streulicht - nur wird dies durch die Netzhaut und durch das Gehirn erkannt und ‚weggefiltert’. Bei einer neuen Augenlinse müssen sich die ‚Verarbeitungsfilter’ erst auf die neue Optik einstellen. Solche Halos kommen daher auch bei Standardlinsen (Monofokallinsen) vor. Allerdings werden Halos bei den älteren refraktiven Linsen mehr berichtet als bei den modernen diffraktiven Linsen. Dauert das ‚Wegfiltern’ der Halos länger, dann sollten folgende Punkte abgeklärt werden: - Vorbestehendes reduziertes räumliches Sehen / Ungleiche Leistungsfähigkeit beider Augen: Dadurch ist die Zusammenarbeit beider Augen schwächer. Hier können Halos ca. 1 Jahr wahrgenommen werden, da die sogenannte Neuroadaptation länger braucht, um die Streulichter als solche zu erkennen und wegzufiltern. - Restrefraktionen: In sehr seltenen Fällen kann sich die Kunstlinse in der natürlichen Linsenkapsel etwas mehr nach vorne oder nach hinten bewegen und dort dann die endgültige Position beziehen. Dieses sogenannte "Linsenshift" kann eine sehr geringe Restrefraktion (z.B. +0,50 Dpt) verursachen, die tagsüber nicht stört aber nachts (im Vergleich mit dem 2. Auge) ein anderes Streulichtmuster produziert. Hier kann eine Korrektur der Restrefraktion (z.B. mit Add-On-Linsen) sehr gut helfen. - Sehr große Pupillen in der Nacht: Dieses Phänomen produziert von sich aus schon Streulichter, die bei jeder Form von Kunstlinsen störend sein können. Hier können Augentropfen, die die Pupillengröße verkleinern, helfen. - Hornhautverkrümmung: Nach Korrektur einer höheren Hornhautverkrümmung verändern sich die Lichtverhältnisse im Auge drastisch. Daher dauert die Neuroadaptation - und somit auch die Wahrnehmung von Halos - umso länger, je höher die Hornhautverkrümmung vor der Operation war. Eine Unterkorrektur der Hornhautverkrümmung kann auch zur verlängerten Wahrnehmung von Halos führen. Fazit: Besprechen Sie die Halos mit Ihrem Augenchirurgen. Wenn alle o.g. Ursachen ausgeschlossen sind, dann sollten Sie Ihren Augen einfach die Zeit geben, die sie brauchen um sich an die neue Optik zu gewöhnen. Das ist übrigens die häufigste Therapie: Geduld

Ingrid Bierfischer, 19.10.2012 - 12:35 Uhr

Auch mich interessiert diese Operation sehr. Welcher Arzt bzw. welche Klinik in Hamburg führt sie durch?

Willi Kiechle, 15.10.2012 - 19:11 Uhr

Hallo, ich habe noch zweiFragen zur Nachbehandlung bei einer Linsenimplantation: Welche Medikamente muß ich danach in der Regel und auf Dauer einnehmen bzw. anwenden? (z.B. die angesprochenen Benetzungstropfen) und mit welchen bleibenden Nebenwirkungen muß ich rechnen? mit freundlichem Gruß

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 23.10.2012

Die Wahl der genauen Medikamente erfolgt immer individuell durch den behandelnden Arzt und wird speziell auf Ihre Augen abgestimmt. Bei einem normalen Verlauf der Multifokallinsenimplantation ist mit keinen bleibenden Nebenwirkungen zu rechnen. Die Linsenimplantation ist derzeit die häufigste und sicherste Operation in der gesamten Medizin.

Willi Kiechle, 09.10.2012 - 13:12 Uhr

Hallo, ich interessiere mich sehr für die Multifokallinsen als Möglichkeit der Behandlung bei Grauem Star um danach keine Brille tragen zu müssen. Gibt es grundsätzlich Probleme mit dem \"Augenreiben\"? Wenn ich keine Brille trage ist das spontane Reiben der Augen z.B. bei Müdigkeit schwer zu kontrollieren. Muß ich dann das Reiben völlig unterlassen? mit freundlichem Gruß

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 15.10.2012

In den ersten beiden Wochen nach einer Linsenimplantation sollten Sie als Vorsichtsmaßnahme versuchen, nicht an Ihren Augen zu reiben. Zur Nachbehandlung benutzen Sie ausserdem Benetzungstropfen, die bei regelmäßiger Anwendung i.d.R. ein leichtes Kratz- oder Müdigkeitsgefühl lindern.

ingrid jäger, 18.09.2012 - 20:31 Uhr

Das scheint ja eine tolle Sache zu sein ! Was kostet diese Operation? Was übernimmt die Kasse oder Privatkasse ? wenn ich über 60J bin, aber keinen grauen Star habe? ! Ich bedanke mich schon jetzt für eine Rückmeldung ! .................Ingrid Jäger....................

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 02.10.2012

Die Gesamtkosten sind natürlich abhängig von den Leistungen im Einzellfall und den Kosten der individuellen Linsenherstellung in Ihrem Falle. Erfahrungsgemäß belaufen sich die gesamten Behandlungskosten für beide Augen zwischen 4.600 und 5.900 Euro. Hierin sind die Vor- und Nachuntersuchungen bereits berücksichtigt. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten der Operation nur bei Vorhandensein eines Grauen Star. Hierbei belaufen sich die reinen Linsenkosten – abhängig von Linsentyp und Stärke - auf 800 bis 1.300 Euro pro Auge. Die Linsenimplantatskosten werden in der Regel nicht oder nur in Höhe der günstigen Implantate (maximal 300 Euro für beide Augen) übernommen. Immer mehr private Krankenversicherungen übernehmen anteilig die Kosten für Dauerkorrekturen, da diese Verfahren inzwischen als anerkannte Heilverfahren gelten und laut Geschäftsbedingungen der Privatversicherer sämtliche anerkannte Heilverfahren erstattet werden müssen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Behandlung durch einen ärztlichen Leistungserbringer (wie Augenzentrum München) und nicht durch Kettenanbieter (Firmen) erfolgt.

Hans - Joachim Geitel, 04.09.2012 - 15:17 Uhr

Suche eine Augenklinik für die OP - Grauer Star - Linsenimplantate. Bitte um Ihre Möglichkeiten und einen Termin für die Untersuchung und die Op. mfg Hans - J. Geitel

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 02.10.2012

Als Möglichkeit zur Terminvereinbarung möchten wir Sie bitten, die angegebene Telefonnummer 089-471 555 zu den regulären Sprechzeiten zu nutzen. Oder Sie gelangen mit dem link auf unsere homepage www.augenzentrum-muenchen.de, die Ihnen die Möglichkeit bietet, auch online einen Beratungstermin zu vereinbaren.

Andreas Raulf, 21.08.2012 - 15:41 Uhr

Ist der Einsatz der Trifokallinsen bei jedem Patienten mit Kurzsichtigkeit möglich ? Handelt es sich um eine Leistung, die von der Krankenkasse ( private Kranken-versicherung ) übernommen wird ? Wie ist der Vergleich zu einer Laser-OP der Augen hinsichtlich Erfolg, Risiko, ... ? Welche Ärzte bieten diese Leistung an bzw. haben entsprechende Erfahung mit dieser OP ? mfG Andreas Raulf

Antwort von Prof. h.c. Dr.med. Amir-M. Parasta, verfasst am 31.08.2012

Die Implantation der Trifokallinsen entspricht technisch der Operation des Grauen Star und somit dem häufigsten Eingriff in der gesamten Medizin. Hier liegen auch die meisten Erfahrungen in der gesamten Augenchirurgie vor. Die Erfolgsquoten sind mit der Augenlaserbehandlung vergleichbar hoch. Allerdings kann eine Augenlaserbehandlung ja höhere Fehlsichtigkeiten und Hornhautverkrümmungen und insbesondere die Alterssichtigkeit NICHT korrigieren. Die Linsenimplantation kann auch stärkere Fehlsichtigkeiten und auch die Alterssichtigkeit nachhaltig korrigieren und bietet somit viel mehr Möglichkeiten. Juristisch müssen die Operationskosten und zumindest ein Anteil der Multifokallinsenkosten von den privaten Krankenkassen übernommen werden, weil es sich hierbei um ein anerkanntes „medizinisch notwendiges Heilverfahren“ handelt. Es gibt hierzu auch schon einige Gerichtsurteile zu Gunsten der Patienten. Allerdings ist die Kostenübernahme in jedem Fall immer noch eine Einzelentscheidung der PKV. Sie müssen in der Regel hierfür eine medizinische Indikation des Augenarztes und einen Kostenvoranschlag Ihres Behandlers vorlegen. Die Kosten für die Voruntersuchung und Erstellung des Kostenvoranschlags wird in der Regel von der PKV übernommen. Gesetzliche Krankenkassen hingegen übernehmen die Kosten der Operation nur bei Vorhandensein eines Grauen Star (in der Regel nach dem 60. Lebensjahr). Die Linsenimplantatskosten werden in der Regel nicht oder nur in Höhe der günstigen Implantate (maximal 300 Euro für beide Augen) übernommen. Die Operation sollte ausschließlich von Augenchirurgen durchgeführt werden, die auch ausreichend Erfahrung mit Multifokallinsen haben und nicht nur mit einem Linsenhersteller zusammenarbeiten. Dies ist wichtig, damit der Operateur auch immer aus einer Auswahl von Herstellern die passendste Linse anhand seiner Erfahrung für seinen Patienten aussuchen kann. Dabei sollte der Operateur mindestens 1000 Augenoperationen im Jahr und davon mindestens 500 Multifokallinsenimplantationen durchführen. Idealerweise verfügt die Klinik über ein zertifiziertes Qualitätsmanagement (z.B. TÜV - ISO 9001) und über einen Hygienezertifikat.

Ulrike Iskender, 21.08.2012 - 12:50 Uhr

Die Trifokallinsen interessieren mich sehr. Was kostet so ein Eingriff. Ist das inzwischen bezahlbar. MfG Ulrike Iskender

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