Rote Augen: 18 Fragen, die Sie für die Untersuchung vorbereiten sollten

Welche Ursachen kommen für rote Augen in Frage? (© Gajus - fotolia)

Das rote Auge ist einer der häufigsten Gründe, weshalb Patienten oder Patientinnen den Augenarzt aufsuchen. Während bei einzelnen Erkrankungen die Ursache naheliegend ist (rotes Auge bei Fremdkörperverletzung nach Arbeit mit Hammer und Meißel oder Flexen), erfordern andere eine umfangreiche Befragung, da die Ursachen verschieden sein können, das Erscheinungsbild aber sehr ähnlich sein kann.

Jede Erkrankung erfordert ihre individuelle Behandlung nach einer eingrenzenden Diagnostik. Bei möglicherweise mehreren Differentialdiagnosen ist eine Therapiekontrolle nach einer zu bestimmenden Zeit sinnvoll. Manchmal muss dann die Diagnose hinterfragt, die Diagnostik erweitert und die Therapie erhöht, verlängert oder geändert werden.


Diese 18 Fragen sollten Sie vorbereiten

  1. Welches Auge ist betroffen: rechts oder links? Beide gleichzeitig oder nacheinander? Welches Auge war zuerst gerötet?
  2. Wann treten die Beschwerden auf (morgens, am Ende des Tages, ganztägig)?
  3. Seit wann bestehen die Beschwerden (Stunden, Tage oder Wochen)?
  4. Treten sie akut – erstmalig, chronisch wiederholt oder immer wiederkehrend, mit zunehmender Stärke oder Häufigkeit der Beschwerden, ggf. im Zusammenhang auf?
  5. Entstehen sie mit anderen Tätigkeiten, z. B. Lesen, Ausüben von Sport, Radfahren / Cabrio, Schwimmen, Schweißen, Flexen, Arbeiten mit Hammer und Meißel, Aufenthalt am Strand, im Garten, im Tierstall / auf dem Bauernhof, im Flugzeug oder im Ausland?
  6. Gehen sie mit anderen Erscheinungen wie z. B. wässrigem oder eitrigem Tränen der Augen, Niesattacken, Hautausschlägen, Gelenkbeschwerden, Mundtrockenheit, berührungsempfindlicher oder tauber Kopf- / Gesichtshaut, Schwellung im Hals-Kiefer-Bereich, verstopfter Nase, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen einher?
  7. Hat oder hatte jemand anderes aus ihrem Verwandtenkreis (Kinder, Enkelkinder, Partner) oder Bekanntenkreis (Arbeitskollegen) ähnliche Beschwerden?
  8. Hat sich auf dem betroffenen Auge das Sehen kürzlich verschlechtert?
  9. Verbessert mehrfaches Blinzeln das Sehen?
  10. Sind Sie erkältet und haben oder hatten Sie Fieber?
  11. Hatten Sie einen Zeckenstich?
  12. Sind Sie licht- oder blendempfindlich?
  13. Haben Sie kürzlich Regenbogenfarben um Lichtquellen herum gesehen?
  14. Nehmen Sie Medikamente (Tabletten, Injektionen oder Augentropfen)?
  15. Tragen Sie Kontaktlinsen?
  16. Leiden Sie unter Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen?
  17. Liegt eine Grunderkrankung (Rheuma, Vaskulitis, Neurodermitis, CED (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) vor?
  18. Sind Krankheiten in der eigenen Familie (Eltern, Großeltern, Geschwister) bekannt?

Bitte notieren Sie sich die Antworten und bringen Sie diese zur Untersuchung mit.

Wie läuft die Untersuchung der Augen ab?

Nach der Anamnese folgt die eigentliche Untersuchung. Sie besteht dabei in der Regel aus mindestens folgenden Schritten:

  • Sehschärfenbestimmung mit eigener Korrektion (in Kenntnis eines vorhandenen Brechungsfehlers)
  • Untersuchung der präaurikulären Lymphknoten
  • Druckempfindlichkeit der Nervenaustrittspunkte des N. trigeminus
  • Klopfschmerz an den Nasennebenhöhlen
  • Sensibilität der Gesichtshaut / Hornhaut
  • Untersuchung der Lidinnenseiten auf Fremdkörper
  • Untersuchung der vorderen Augenabschnitte mit Anfärbung der Hornhaut ggf. mit Augendruckmessung mittels Mikroskop (Spaltlampe)
  • Beurteilung des zentralen hinteren Augenabschnittes.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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