Eisenmangel - vielfältige Ursachen

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Blässe, allgemeines Schwächegefühl, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen - mit diesen unspezifischen Zeichen kann sich ein Eisenmangel im Körper äußern. Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des Hämoglobins. Der Farbstoff in den roten Blutkörperchen transportiert den größten Teil des Sauerstoffs im Blut zu Organen und Geweben.

Da die roten Blutkörperchen nur eine Lebenszeit von knapp drei Monaten haben, benötigt der Körper ausreichend Eisen, um neue Sauerstoffträger bilden zu können.

Empfohlene Lebensmittel
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Eisenzufuhr von 10 mg für Männer und 15 mg für Frauen. Lebensmittel mit hohem Eisengehalt sind etwa Innereien, Hafer und Weizenkeime. Etwas weniger Eisen ist in Muskelfleisch, anderen Getreidesorten und Eiern enthalten. Entscheidend ist aber nicht nur der Eisengehalt, sondern vor allem, wie gut das Eisen für den Körper verfügbar ist. Dabei gilt: Eisen aus tierischen Produkten kann vom Körper deutlich besser aufgenommen werden als aus pflanzlichen Lebensmitteln. Vitamin C wandelt das Eisen aus der Nahrung in eine Form um, die vom Körper besser aufgenommen werden kann. Ein Glas Orangensaft zum Essen steigert also die Verfügbarkeit des Eisens.

Ursachen für Eisenmangel
Die Ursachen für einen Eisenmangel können vielfältig sein: In Wachstumsphasen wie den ersten beiden Lebensjahren sowie der Pubertät besteht ein erhöhter Eisenbedarf. In der Schwangerschaft werden 30 mg pro Tag benötigt, in der Stillzeit immerhin noch 20 mg täglich. Chronische Magen-Darm-Erkrankungen können die Aufnahme von Eisen in den Körper erschweren. Blutverluste können ebenso zu Eisenmangel führen. Besonders davon betroffen sind Frauen, die mit der Menstruationsblutung durchschnittlich 25 mg Eisen pro Monat verlieren. Aber auch Blutungen im Magen-Darm-Trakt, wie sie bei Schleimhautschädigungen durch Entzündungen oder bestimmte Arzneimittel auftreten, können für den Eisenmangel verantwortlich sein.

Untersuchung durch den Arzt
Symptome eines Eisenmangels treten meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf, wenn die Eisenspeicher des Körpers entleert und die Bildung der roten Blutkörperchen beeinträchtigt ist. Besteht ein Verdacht auf Eisenmangel, wird der Arzt Blutuntersuchungen vornehmen. Am häufigsten wird der dabei der Hämoglobinwert (Hb) der roten Blutkörperchen bestimmt. Die Messung des Serumferritins erlaubt eine Beurteilung des Eisenspeichers. Wenn ein Eisenmangel vorliegt, wird der Arzt Eisentabletten verschreiben. Zusätzlich wird er auch immer nach der Ursache des Eisenmangels suchen.

Medikamentöse Behandlung
Eisentabletten sollten nicht auf eigene Faust eingenommen werden, da eine Überdosierung zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Der Körper kann das Eisen am besten aufnehmen, wenn die Tabletten auf nüchternen Magen eingenommen werden. Besonders in höherer Dosierung kann das aber den Magen reizen. Abhilfe können hier Eisenpräparate schaffen, die den Wirkstoff in magensaftresistenten Pellets erst im Dünndarm freisetzen und so den Magen schonen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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