Arteriosklerose: Alles über Ursachen und wie Sie vorbeugen können

Dr. Fuchs

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© bilderzwerg - fotoliaDurch Cholesterinablagerungen können Gefäße verkalken, wodurch gefährliche Erkrankungen entstehen können (© bilderzwerg - fotolia)Verkalkte Gefäße, ein erhöhter Blutdruck, Übergewicht und hohe Cholesterinwerte: 30 Prozent der über 40-Jährigen sind betroffen. In der Folge stellen sich Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems ein. Ohne aktive Gegenmaßnahmen verengen und verschließen sich die Herzkranzgefäße oder Gehirnarterien. Außerdem erweitert sich die Bauchschlagader. Ein Infarkt oder ein Schlaganfall sind dann oft die Folge. Lösen sich Teile aus der verkalkten Gefäßwand ab, können sie als Embolie in den Blutstrom gelangen und dann kleine Gefäße komplett verstopfen.


Wie verändern sich Gefäße im Laufe der Zeit?

Es ist ganz normal, dass sich die Gefäße im Laufe eines Lebens verändern. Eine Arteriosklerose entsteht oft unbemerkt über viele Jahre. Gesunde Arterien sind frei von Ablagerungen, flexibel und elastisch. Ablagerungen in den Gefäßwänden verhärten die Gefäße, wobei oft Verengungen entstehen.

Das Gefäß verliert an Elastizität und kann den Blutstrom nicht mehr aktiv regulieren. In der Folge steigt der Blutdruck und ein schädlicher Kreislauf wird in Gang gesetzt. Die Gefäßwände nehmen immer mehr Schaden, verhärten, verkalken und verschließen sich. Die Arteriosklerose - so heißt dieses Krankheitsbild - nimmt ihren Lauf.

Die richtige Ernährung schützt die Gefäße

Ein gesunder Lebensstil kann diesen Prozess jederzeit unterbrechen und Schaden abwenden. Bewegung und die richtige Ernährung sind der Schlüssel zum Erfolg. Viel Obst und Gemüse, weniger Zucker und mehr Fisch zu essen, sind der richtige Weg.

Ein kleines Glas Rotwein kommt den Gefäßen zu Gute. Auch die Speisen des Mittelmeeres mit vielen gesunden Ölen, wenig Salz, Knoblauch, Kräutern und Gewürzen nehmen positiven Einfluss auf unsere Gefäße. Wenn Schokolade gewünscht ist, dann bitte dunkle Schokolade mit einem hohen Kakao-Anteil. 

Gefäßkrankheiten mit einem Gefäß-Check vorbeugen

Ein ausgewogener Speiseplan und Sport wirken Übergewicht entgegen. Das wiederum verringert das Diabetes-Risiko und hilft, den Blutdruck zu regulieren.

Jahrelanger Nikotingenuss nimmt starken Einfluss auf unser Gefäßsystem. Insbesondere die Herzkranzgefäße und unsere Beingefäße werden verengt oder verschließen sich am Ende einer langen Lebensgeschichte. Der typische Gefäßpatient befindet sich im Alter von Mitte bis Ende 50, Anfang 60 und älter.

Ein Gefäß-Check ist im Besonderen bei Männern mehr als nur eine Empfehlung. Mittlerweile wird die Vorsorgeuntersuchung auf ein Bauchaortenaneurysma als zweckmäßig, gefahrenabwendend und wissenschaftlich zuverlässig betrachtet. Die Kosten trägt der Patient selbst.

Das sind die Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen

Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes nehmen die schädlichsten Einflüsse auf Venen und Arterien. Langfristig zerstören sie unsere Gefäße. Das Schöne ist: Indem wir unseren Lebensstil verändern, können wir jederzeit einen positiven Einfluss ausüben.

Aktiv zu sein, ist das einfache Rezept und schützt Ihre Gefäße!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


13.06.2018 - 12:01 Uhr

Ich habe die Eisenspeicherkrankheit, die mit...

von P. Blesenkemper

... Aderlass behandelt wird. Zudem habe ich fast 30 kg abgebaut und wiege nur noch 78 kg bei.einer Körpergröße von 1,71 m. Dennoch bleiben die Werte sehr hoch und steigen noch langsamer. Ich trinke zudem keinen Alkohol. Ich habe auch kein Diabetes. Ich gehe alle zwei bis drei Monate zum Aderlass. Was kann ich tun ? Ansonsten ein schöner Artikel und Aufklärung.

Dr. Fuchs

Antwort vom Autor am 14.06.2018
Dr. med. Jörg Fuchs

Sehr geehrte/r P. Blesenkemper, circa 10 Prozent der nordeuropäischen Bevölkerung besitzen die Veranlagung zur Hämochromatose. Zur Therapie ist leider ausser einem regelmäßigen Aderlass nicht viel zu erwähnen. Ernährungstechnisch werden Sie bereits schon längst wissen, dass Vitamin C die Eisenaufnahme erhöht, schwarzer Tee sie hemmt. Der Genuß von Innereien, Blut- oder Leberwurst sollte komplett vermieden werden. Leider kann ich Ihnen nicht mit evidenten neuen Erkenntnissen aufwarten. BG aus Köln, Dr.Fuchs


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