Darmkrebs - Es kann jeden treffen

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Krebserkrankungen in Deutschland

In Deutschland erkranken etwa sechs von hundert Menschen im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs, das ist jeder Siebzehnte von uns! Rund 69.000 Menschen werden in Deutschland Jahr für Jahr neu mit der Diagnose Darmkrebs konfrontiert. Ca. 27.000 Menschen sterben daran. In der Häufigkeit rangiert Darmkrebs bei Männern wie bei Frauen an zweiter Stelle - er ist damit die häufigste Krebsform in Deutschland!

Diese Zahlen sind umso erschreckender, da Darmkrebs - im Gegensatz etwa zum Lungenkrebs - durch Früherkennung bei den meisten Menschen zu hundert Prozent geheilt werden kann.

Es kann jeden treffen – ganz wichtig: Die Familie

Wie Darmkrebs entsteht, ist noch immer nicht ausreichend geklärt. Neben den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten tragen vor allem genetische Faktoren zur Entstehung bei. Fast drei von zehn Betroffenen haben nach aktuellem Wissensstand ihre Krankheit „geerbt“. Wenn eine familiäre Vorgeschichte bzgl. Darmkrebs besteht, haben bereits sehr junge Menschen ein erhöhtes Risiko, ebenfalls daran zu erkranken.

Erforschen Sie Ihre Familiengeschichte: Wurden bei Eltern, Großeltern, Geschwistern oder anderen Verwandten Darmkrebs oder Darmpolypen festgestellt oder ist ein Angehöriger der Eltern- oder Großelterngeneration an Darmkrebs gestorben?

Warnhinweise kommen zu spät

Darmkrebs ist eine stille Gefahr. Er verursacht im Frühstadium keinerlei Beschwerden. Das ist das Tückische daran: Tumore wachsen oft jahrelang und sehr langsam im Darm, ohne Symptome zu verursachen. Sie können, bis sie endlich Probleme verursachen, bereits ein Jahrzehnt unbemerkt gewachsen sein. Wird bei einer Vorsorgeuntersuchung bei einem 50-Jährigen ein Tumor gefunden, kann davon ausgegangen werden, dass sich dessen Vorstufe, ein so genannter Darmpolyp, bereits im Alter von 35 oder 40 Jahren gebildet hat.

Selbst wenn erste Anzeichen bestehen, können sie leicht mit anderen, harmlosen Beschwerden verwechselt werden. Magen-Darm- Beschwerden, wie z. B. häufige Verstopfung, Krämpfe oder wiederkehrender Durchfall, sollten daher immer durch einen Arzt abgeklärt werden.

Darmkrebs ist kein endgültiges Schicksal

Im Unterschied zu vielen anderen Krebserkrankungen gibt es bei Darmkrebs die einmalige Chance, die Krankheit komplett zu verhindern oder zu heilen – WENN sie rechtzeitig erkannt wird. Werden Vorstufen bei der Vorsorgeuntersuchung entdeckt und entfernt, kann erst gar kein Krebs entstehen. Hat sich bereits ein bösartiger Tumor entwickelt, hängen die Heilungschancen entscheidend davon ab, dass er so früh wie möglich entdeckt wird. Daher sind Vorsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs ganz besonders wichtig.

Ein früh entdeckter Darmkrebs, der sich noch nicht auf andere Organe ausgebreitet hat, ist heute bei den meisten Menschen zu 100 Prozent heilbar. Nutzen Sie diese Chance, um Darmkrebs für sich und Ihre Familie zu vermeiden.


Darmkrebsvorsorge

Bei etwa 90% aller Fälle entsteht Darmkrebs aus vorerst gutartigen Darmpolypen. Eine wichtige Aufgabe der Vorsorge ist es, diese Darmpolypen rechtzeitig zu entdecken und zu entfernen, bevor sie sich zu einem Darmkrebs entwickeln können. Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen heute diese Chance und machen mit spätestens 55 eine Vorsorge-Darmspiegelung.

Es gibt unterschiedliche Methoden der Früherkennung. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Sicherheit der Untersuchungsergebnisse:

Körperliche Untersuchung mit Darmaustastung

Die Austastung des Mastdarms ist eine einfache Untersuchungsmethode, mit der der Arzt Tumore im Mastdarm ertasten kann. Da sich viele Darmtumore aber in anderen, höher gelegenen Darmabschnitten befinden, ist diese Methode für sich alleine genommen für die Darmkrebsvorsorge nicht ausreichend.

Stuhluntersuchungen (Okkultbluttest):

Darmpolypen und Tumore sondern oft Blut ab. Dieses Blut ist mit dem bloßen Auge meist nicht zu erkennen. Mit einem einfachen Okkultbluttest können unsichtbare Blutspuren im Stuhl erkannt werden.

Darmspiegelung (Koloskopie):

Die effektivste und treffsicherste Methode zur Darmkrebsfrüherkennung ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Sie ist als einzige der aufgeführten Untersuchungsmethoden in der Lage, auch kleine Veränderungen der Darmschleimhaut sicher zu erkennen und sofort zu entfernen. Dadurch kann Darmkrebs erst gar nicht entstehen.

Virtuelle Koloskopie:

Die virtuelle Koloskopie ist ein neues High-Tech-Verfahren, um das Innere des Darmes zu betrachten und dort nach Veränderungen zu fahnden. Während bei der klassischen Darmspiegelung ein Untersuchungsinstrument, ein biegsames Endoskop, in den Darm eingeführt wird, findet die virtuelle Koloskopie nicht direkt am Körper des Patienten statt, sondern wird am Computermonitor simuliert. Dazu ist eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie nötig. Auch bei der virtuellen Darmspiegelung muss der Darm zuvor  komplett gereinigt werden. Werden Polypen entdeckt, muss im Anschluss zusätzlich eine optische Darmspiegelung durchgeführt werden, um sie zu entfernen.

Sprechen Sie Ihren Hausarzt aktiv auf die Möglichkeiten zur Darmkrebsvorsorge an!

Weitere Infos rund um das Thema Darmkrebs finden Sie unter www.felix-burda-stiftung.de oder unter www.darmkrebs.de.

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