Corona - Was tun zur Vorbeugung und Unterstützung?

Frau Lartey

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© dulezidar - iStockUnterstützen Sie Ihren Körper und seine Funktionen mit Hilfe der richtigen Stoffe. (© dulezidar - iStock)Momentan steht das Leben so gut wie still. Corona ist überall Gesprächsthema. Stündlich gibt es neue Berichte, Statements und Zahlen. Ja, das neuartige Corona Virus breitet sich rasant aus und mit ihm die Angst.

80% der von einer Coronainfektion betroffenen Fälle zeigen zum Glück eine milde Verlaufsform. Schwere Fälle treten in der Regel bei Risikopatienten mit Vorerkrankungen wie DiabetesHerz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck auf.

Bei Patienten mit schweren Verlaufsformen reagiert nachweislich das Immunsystem über. Die Infektion des Körpers mit Corona löst eine überschießende Entzündungsreaktion des Immunsystems aus. Aus genau diesem Grund ist es ratsam, alle weiteren Provokationen und Überbeanspruchungen des Immunsystems zu vermeiden. Patienten mit Störungen des Immunsystems sollten besondere Vorsicht walten lassen.

Was kann jeder Einzelne tun - ernährungs- und vitalstofftechnisch?

Wir brauchen Sonne und Vitamin D!

In den Wintermonaten mit ihrer geringen Sonneneinstrahlung sinkt unser Vitamin D Spiegel ab. Und genau dieses Vitamin D braucht unser Körper, um wirkungsvoll gegen Krankheitserreger angehen zu können und das Immunsystem zu regulieren. Die Krux ist, dass unser Körper Vitamin D auch dazu verwendet, Stress zu regulieren. Vitamin D ist ein Gegenspieler zum Cortisol, unserem Dauerstress-hormon.

Fakt ist, dass viele von uns mit der Situation von zu wenig Sonne im außen und einem erhöhten Vitamin D Verbrauch aufgrund von Stress im innen umgehen müssen. Wenn wir das nicht schaffen, ist das Immunsystem instabil und wir anfällig für Infekte jeder Art. Dauerstress schwächt über kurz oder lang unser Immunsystem.

Deshalb lassen Sie ihren Vitamin D Spiegel bestimmen und ergänzen das passende Präparat. Die WHO übrigens empfiehlt Vitamin D zur Prävention von Atemwegsinfekten.


Vitamin C - das Non plus Ultra

Vitamin C wirkt im Körper als Immun-Modulator. Das bedeutet für unseren Körper, dass Entzündungen und Entzündungsneigung reduziert werden. Entzündungsvermittler - besonders das IL 6 - werden gesenkt. Vitamin C aktiviert die körpereigene Immunabwehr, die Fresszellen, Lymphozyten und die NK-Zellen.

Am Anfang eines Infekts braucht unser Körper sehr viel Vitamin C für die Abwehr der Viren und Bakterien. Innerhalb kürzester Zeit sinkt die zellinterne Vitamin C Konzentration in Immunzellen auf die Hälfte ab. Wenn Vitamin C nun nicht direkt zugeführt wird, schwächelt unser Immunsystem. Ohne Vitamin C funktioniert die Barrierefunktion von Haut und Schleimhäuten nur sehr begrenzt.


Mineralien und Spurenelemente

Zink: Zink als Spurenelement bessert die Reaktionslage unseres Immunsystems bei Erkältungen und Infektionserkrankungen. Hier einige Risikofaktoren für einen Zinkmangel:

Ein Mangel an Zink lässt unsere Thymusdrüse schrumpfen. Das ist dramatisch, weil das eine Bildungsstütte unserer immunspezifischen Zellen ist.

Selen: Selenmangel macht uns infektionsanfälliger. Wenn wir einen Selenmangel haben, sinkt die Konzentration an T-Lymphozyten und Anti-Körpern und deren Reaktionsfähigkeit. Selen wirkt auch anti-entzündlich.

Eisen: Jede Infektion schwächt uns und leert die Eisenvorräte. Dieses Eisen benötigen wir für viele Prozesse im Körper. Unter anderem brauchen wir Eisen, damit Sauerstoff in den roten Blutkörperchen transportiert werden kann. Eisenmangel macht uns auch schlapp und müde. Zu wenig Eisen senkt den Appetit unserer Fresszellen, der sogenannten Makrophagen und es reduziert deren Leistungsfähigkeit und Effektivität.

Kupfer: Er ist wichtig für die Thymusdrüse.

Magnesium: Es erhöht die Schnelligkeit und die Beweglichkeit unserer Immunzellen. Außerdem verbessert es die Durchlässigkeit der Kapillaren und hilft uns so in der Immunabwehr.

Gruppe der B-Vitamine

B-Vitamine werden im Zusammenhang mit dem Immunsystem oft vergessen. B- Komplex bedeutet die Gesamtheit der B-Vitamine schützen unsere Antikörperzellen und sie bilden eine Barriere aus Antikörpern und Fresszellen. So wird die Immunbarriere in Haut und Schleimhäuten stabil gehalten. Besonders Folsäure und Vitamin B12 sind für die Neubildung und Aktivität frischer Immunzellen nötig.

Ein Mangel an B-Vitaminen begünstigt unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Mangel macht uns müde und leistungsunfähig. Ohne B-Vitamine laufen fast keine biochemischen Prozesse in unserem Körper ab.


© Igor Mojzes - fotoliaEine ausgewogene Ernährung kann viel dazu beitragen, die Körpereigene Abwehr zu stärken. (© Igor Mojzes - fotolia)Unterstützende Pflanzenstoffe für die Immunabwehr

Die Natur hilft uns mit vielen Pflanzenstoffen für das Immunsystem aus.

Polyphenole: wirken als Entzündungshemmer und sind effektive Virenbekämpfer.

  • Granatapfel
  • Zistrose: gern als Tee, günstig bei Erkältungssymptomen
  • Holunder: stellt Vitamin C zur Verfügung
  • Hagebutte wirkt immunmodulierend und senkt das Interleukin
  • Knoblauch reguliert die Zytokinefreisetzung
  • Ingwer


OPC
Curcuma: hat ein großes Potenzial bei entzündlichen Erkrankungen. Es hemmt den NK-B und auch proentzündliche Zytokine.


Glucosinolate: unterstützen das Immunsystem und wirken antioxidativ.

  • Kohl
  • Rettich
  • Radieschen
  • Schnittlauch


Flavonide: senken die Entzündungsbereitschaft des Körpers, regulieren das Immunsystem und wirken antioxidativ.

  • Äpfel
  • Birnen
  • Trauben
  • Zwiebel
  • Grünkohl
  • Auberginen
  • Grüner Tee

Mit einer ausgewogenen Ernährung und gezieltem Supplementieren von Vitalstoffen kann jeder von uns sein Immunsystem gut unterstützen.

Bitte beachten Sie: Auch hier ist weniger und gezielter mehr.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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