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Mikroimmuntherapie: Alles über Indikation & Anwendung

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© glisic-albina - fotoliaWelche Indikation spricht für eine Mikroimmuntherapie? (© glisic-albina - fotolia)1967 stellte sich der belgische Arzt Dr. Maurice Jenaer die bahnbrechende Frage, wie man das immunogene Potential therapeutisch nutzen kann. Daraus entwickelte sich die Mikroimmuntherapie. Das Ziel der Mikroimmuntherapie war, gestörte immunitäre Signalwege zu korrigieren und die Selbstregulation des Immunsystems anzuregen. Wenn das Immunsystem optimal agiert, ist der Organismus wieder auf dem besten Weg zur Gesundheit. 

Der erste Schritt dorthin ist die Analyse des Immunsystems in einem Labor.

So läuft der Labortest der Mikroimmuntherapie ab

Vor der Therapie bestimmt ein Labortest die einzelnen Pfeiler des Immunsystems und wertet seine Anpassungsfähigkeit an potentielle Belastungen aus. Der Labortest gibt Aufschluss darüber, welche Mittel sich zur gezielten Stimulierung des Immunsystems eignen. Das Ziel der Analyse ist, die Mikroimmuntherapie optimal auf die Bedürfnisse des Patienten einzustellen.

Die biologische Analyse beinhaltet unter anderem:

  • Lymphozytentypisierung zur Bewertung des Immunstatus
  • Serologie zur Bestimmung von Infektionserregern
  • Proteinprofil zur Beurteilung des Entzündungszustands

Wie funktioniert die Mikroimmuntherapie?

Die Mikroimmuntherapie berücksichtigt die zeitlich abgestufte Gabe bestimmter Wirkstoffkombinationen. In der Kapsel sind 200 Globuli enthalten, die unter die Zunge gegeben werden. Das lymphatische System kann sie optimal aufnehmen.

Die Zytokine unterstützen das Immunsystem bei der Abfolge und dem Informationsaustausch zur Beseitigung des Fremdkörpers. Die wiederholte Gabe der Wirkstoffe und der vorgegebene Rhythmus ermöglichen dem Immunsystem, wieder in seinen eigenen kaskadenartigen Rhythmus zu finden.

Wie setzt die Mikroimmuntherapie Wirkstoffe ein? 

Die Mikroimmuntherapie setzt physiologische Wirkstoffe harmonisch entsprechend ihrer natürlichen Funktionsweise ein.

Das Arndt-Schulz-Prinzip basiert auf einer Kombination niedrig, mittel und hoch verdünnter immunogener Substanzen. Es handelt sich dabei um eine Low-Dose- und Ultra-Low-Dose-Konzentration. Dieses Vorgehen bremst überschießende Reaktionen des Immunsystems, während es die unzureichenden stimuliert.

Da die Dosierung der Substanzen der Konzentration im eigenen Immunsystem ähnelt, ist diese Therapie optimal verträglich. Die Herangehensweise der Mikroimmuntherapie steht im Gegensatz zur klassischen Immuntherapie, denn ihre Dosierungen sind wesentlich höher.

Wann kommt die Mikroimmuntherapie zum Einsatz?

Die Mikroimmuntherapie eignet sich nicht nur zur Behandlung von Symptomen, sondern bekämpft auch deren Ursache. Besonders sinnvoll ist sie für Patienten, die unter viralen Erkrankungen leiden. Im Vordergrund steht hier der Epstein-Barr-Virus. Durch die Mikroimmuntherapie kann er sich nicht mehr teilen. Damit steht die Erkrankung still und das Immunsystem kann sich wieder stabilisieren.

Einige Mittel können auch ohne Labor eingesetzt werden. Bitte nehmen Sie Kontakt zu einem zertifizierten Therapeuten auf, wenn Sie mehr Informationen wünschen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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