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Heiserkeit

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© triocean - fotolia© triocean - fotoliaHäufig kommt es in Verbindung mit einer Erkältung zu einer pötzlich auftretenden Heiserkeit, die das Telefonieren und die Kommunikation mit anderen Menschen sehr erschwert. Was ist da zu tun? Möglichst einen HNO-Arzt aufsuchen, denn nur dieser kann die Stimmbänder einsehen. Falls man ganz sicher gehen will, dann sollte man zu einem HNO-Arzt gehen, der auf Stimmbefunde spezialisiert ist. Das ist z. B. erkenntlich an der Zusatzbezeichnung" Stimm- und Sprachstörungen" auf dem Praxisschild.

Nur in ganz wenigen Fällen ist die Gabe eines Antibiotikums erforderlich, da es sich bei 90 % der Fälle um einen viralen Infekt handelt. Wichtig ist es, die Stimme zu schonen. Das bedeutet, nicht zu schreien, nicht zu husten, nicht zu flüstern, sich nicht räuspern und nicht zu singen. Eine absolutes Sprechverbot ist in den wenigsten Fällen notwendig, aber es soll ohne Kraftanstrengung und nicht mit Nachdruck gesprochen werden. Inhalieren und eventuell ein schleimlösendes Mittel können sinnvoll sein, dann sollten die Symptome innerhalb von einer Woche abklingen.

Falls kein Infekt vorliegt und es trotzdem zu einer längeren Heiserkeit kommt, liegt eine "funktionelle Störung" vor, die von einem Stimmspezialisten abgeklärt werden muss. In diesem Fall kann es sein, dass beispielsweise die Stimmbänder grundsätzlich mit einer falschen Technik eingesetzt werden. Das kann vom Fachmann mit einer Videostroboskopie, die das Schwingungsverhalten der Stimmbänder misst, gesichert werden. Mit einer gezielten logopädischen Therapie kann dies dann meist erfolgreich gebessert werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (3)


17.10.2013 - 04:48 Uhr

Ein Luftbefeuchter ist st zu empfehlen, ohne...

von wolfgang

... trocknen die Schleimhäute aus und Bakterien, Viren etc. haben leichtes Spiel.Bin Anwender seit ca 4 Jahren.Als Medium benutze ich abgekochtes Wasser noch warm und entkalke den Behälter turnusmäßig.Ein sparsamer Tropfen Chinaöl hilft mitunter auch die Nase frei zu bekommen.W.

28.10.2011 - 20:32 Uhr

Hallo Herr Schmidt, gut, daß Sie die...

von Dr. Jörg Köster

... Dringlichkeit der Behandlung erkannt haben und sich so um eine für Sie durchführbare Therapie bemühen ! In der Tat bringt die Atemluftbefeuchtung in vielen Fällen Linderung. Ansonsten könnten SIe ein niedrig dosiertes Cortisonnasenspray versuchen ( Avamys, Nasonex , Flutica TEVA o.ä. auf Rezept, frei verkäuflich gibt es für ca 8 Euro ratio allerg Heuschnupfenspray, das kann die beschriebenen Sympome lindern. Häufig treten die beschriebenen Symptome auch nur übergangsweise auf und verschwinden nach eineigen Wochen. Alo, bitte durchhalten !!! Mit den besten Wünschen Dr. Jörg Köster

22.10.2011 - 13:18 Uhr

betr.: Atemmaske Nach einer Untersuchung im...

von Manfred Schmidt

... klinischen Schlaflabor wurde mir eine Atemaske verordnet. Der Schlaf damit ist sehr gut, nur die Nebenwirkungen sind mehr als störend: Morgens, beim Aufstehen, Schnupfen, laufende Nase, Nießatacken, dass ich jeden Wetbewerb gewinnen würde. Nun wurde mir ein Warmluftbefeuchter nachträglich verordnet, den ich aber noch nicht habe. Frage: Wer hat ähnliche Erfahrungen mit einem Atemgerät, bringt der Warmluftbefeuchter wirklich Linderung? Gibt es noch andere Hilfsmittel? Wenn die Maske nicht so dringend erforderlich wäre, würde ich sie wieder absetzen, doch in der Klinik stellte man fest, dass ich nachts bis zu 3 Minuten Atemaussetzer habe. Darum die Ermahnung, nicht absetzen, sonst droht Schlaganfall oder Herzinfarkt bis zum Tod im Schlaf. Über eine Hilfe oder Nachricht gleich welcher Art, wäre ich von Herzen dankbar. Mit freundlichem Gruß und allen Lesern ein schönes und gutes Wochenende wünschend, Manfred Schmidt


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