Schnupfenviren - Kontaktfreudige Zeitgenossen

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Viren sind wahre Meister darin, sich schnell zu verbreiten. Sie werden von einem Menschen zum Anderen übertragen, z. B. beim Husten und Niesen oder beim freundschaftlichen Handschlag. Besonders leicht ist es für sie, sich im Körper zu vermehren, wenn unser Immunsystem, z. B. durch Nässe, Kälte, Stress oder eine vorausgegangene Erkrankung, geschwächt ist.

Wenn Schnupfenviren die Nasenschleimhaut befallen, bleiben sie erst einmal unbemerkt. Erst nach etwa drei Tagen beginnt die Nasenschleimhaut zu kitzeln und zu brennen. Ihre Blutgefäße erweitern sich und schwellen an. Die vermehrte Durchblutung der Nasenschleimhaut steigert auch die Produktion von Sekret. Gleichzeitig wird durch die Schwellung der Schleimhaut der Platz in der Nase knapp: Die Nase läuft bzw. ist verstopft.

Tipps gegen Schnupfen:

    • Sobald ein Schnupfen im Anzug ist, können Sie Ihre Nasenschleimhaut mit mineralsalzhaltigen Nasensprays unterstützen. Das Salz wirkt desinfizierend und das Spray an sich hilft, die Schleimhaut feucht zu halten.
    • Ist die Nase erst einmal verstopft, befreien salzhaltige Nasenspülungen das Naseninnere von Verkrustungen, die den Selbstreinigungsmechanismus der Schleimhaut behindern. Außerdem werden Sie sehen: Mit einer freien Nase fühlt man sich gleich wesentlich besser. Spezielle Nasenduschen dafür erhalten Sie in der Apotheke.
    • Für ein freies Atmen in der Nacht, helfen abschwellende Mittel, z. B. Nasensprays mit dem Wirkstoff „Xylometazolin“. Sie bewirken, dass sich die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut zusammenziehen, mit der Folge, dass die Schleimhaut abschwillt. Da abschwellende Nasentropfen die Nasenschleimhaut aber auch reizen und austrocknen, sollten Sie Präparate mit Dexpanthenol bevorzugen. Dexpanthenol wirkt entzündungshemmend, heilt und pflegt die angegriffene Nasenschleimhaut und schützt diese vor Austrocknung.
      Achtung: Abschwellende Nasensprays sind nur für den kurzfristigen Gebrauch (max. eine Woche) geeignet.
    • Viele Menschen empfinden auch Inhalationen, z. B. mit Eukalyptus als wohltuend.


Wichtige Tipps zur Anwendung von Nasensprays:

    • Nasenspray oder Nasentropfen sollte/n nur von einer Person benutzt werden
    • Schutzkappe nach jeder Anwendung wieder aufsetzen
    • Aufbrauchfristen beachten


Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Wenn …

    • sich Ihr Nasensekret gelblich oder grünlich verfärbt bzw. blutig wird
    • zum Schnupfen Ohrenschmerzen bzw. Schmerzen im Stirn- und Wangenknochenbereich auftreten
    • weitere Erkältungssymptome mit hohem Fieber hinzukommen
    • Ihr Krankheitsgefühl stark ausgeprägt ist

… sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt zur genauen Klärung der Ursachen aufsuchen!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (1)

flora, 26.07.2010 - 09:45 Uhr

hallo ich habe probleme mit nasen seit einem jahr , ich war bei einer ärztin und sie hat mir gesagt dass ich polipen habe .und hat mir ein nasentropfen gegeben .aber diese hat mir nicht geholfen meine nase sind noch zu und meine hals jetzt ist voll mit schleim.wo finde ich hilfe

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