Wie entkomme ich der Grippewelle?

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Einmal im Jahr überziehen Influenzaviren Deutschland mit einer Grippewelle. Die Chancen auf ein Entrinnen steigen, wenn man sich an einige Grundsätze hält.

Von Dezember bis April rollt die Grippewelle
Die „echte“ Grippe (Virusgrippe, Influenza) wird durch Influenza-Viren ausgelöst, die die Schleimhäute der Atemwege befallen. Betroffene fühlen sich schlagartig sehr krank, sie haben hohes Fieber, Schmerzen und starken Husten. Erst nach mehreren Wochen ist eine Grippe ausgestanden. In Deutschland beginnt die Grippewelle meist Ende Dezember und dauert mehrere Monate bis etwa Anfang April. Beachtet man einige Regeln, kann man sich gegen diese schwere Atemwegsinfektion schützen.

Fünfmal am Tag Obst und Gemüse
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind für den reibungslosen Ablauf von Stoffwechselvorgängen essentiell, so auch für das Immunsystem. Gerade in der Erkältungszeit sollte man bei der Ernährung auf viel frisches Obst und Gemüse achten. Ausreichend Trinken ist wichtig, um die Schleimhäute von Hals und Nase feucht zu halten. Alkohol und Nikotin dagegen belasten den Körper und sind Gegner einer guten Immunabwehr.

Hygiene hemmt die Übertragung von Viren
Viren lauern auf viel benutzten Gegenständen wie Türklinken, Geldstücken, Haltegriffen in Bus und Bahn usw. Wer regelmäßig gründlich Hände wäscht, kann die Gefahr einer Ansteckung deutlich verringern. Ungewaschene Hände gehören auch nicht an Auge, Nase oder Mund! Zu kranken Personen sollte man deutlichen Abstand halten, Kuscheln & Küssen müssen warten, bis alle wieder gesund sind.

Fit im Schlaf
Im Schlaf setzt der Körper vermehrt Abwehrkörper frei, die Erreger gezielt bekämpfen. Etwa acht Stunden Schlaf reichen, um am nächsten Morgen fit zu sein und das Immunsystem über Nacht in Stellung zu bringen.

Übung macht den Meister: Sauna, Kneipp und Sport
Man kann den Körper trainieren, sich schneller an wechselnde Umweltverhältnisse wie Klimaschwankungen, Stresssituationen oder körperliche Belastung anzupassen. Regelmäßige Saunabesuche und Kneipp-Anwendungen machen den Körper mit wechselnden Temperaturen vertraut. Sport verbessert die Durchblutung und somit die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung. Er schafft einen Ausgleich zu psychisch anstrengenden Situationen und steigert Ausdauer, so dass man körperliche Belastungen besser bewältigen kann.

Fenster auf, dreimal am Tag!
Frische Luft liefert Sauerstoff und befeuchtet die Atemwege. Deshalb sollte man dreimal am Tag für 10 Minuten gründlich lüften. Ein täglicher Spaziergang ist noch besser, er macht den Kopf frei und regt den Kreislauf an. Wer unter trockenen Schleimhäuten leidet, kann mit Salzwasser gurgeln und die Nase damit spülen. Bei trockenen Augen helfen Tränenersatzmittel zum Eintropfen ins Auge.

Jetzt noch gegen Grippe impfen lassen?
Auch nach Beginn der Grippewelle ist eine Schutzimpfung möglich. Besonders empfohlen wird die Impfung für gefährdete Personen wie Personen über 60 Jahren, Schwangere, Personen mit Grunderkrankungen (z. B. Diabetes, HIV, chronische Erkrankungen der Atmungsorgane) und Personen, die z. B. in medizinischen Einrichtungen arbeiten. 10 bis 14 Tage nach der Impfung hat sich der Schutz gegen die Influenzaviren aufgebaut, er hält ein Jahr.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

S. Karl-Heinz, 06.10.2017 - 15:22 Uhr

Diese Art der Aufklärung finde ich sehr gut und notwendig. Ich bin 81 Jahre, habe seit 23 Jahren Diabetes, lass mich jährlich im Oktober gegen die Grippewelle impfen. Selbst eine harmlose Erkältung ist bei mir sehr selten. Ich kann die Schutzimpfung Betroffenen nur empfehlen

Siegfried S., 06.10.2017 - 10:24 Uhr

Alles gut beschrieben, doch die Grippeschutzimpfung lassen wir uns seit dem Schweinegrippenskandal nicht mehr geben. Viele hatten trotz Impfung die Grippe. Ja wir hörten von einer sehr alten Dame, dass sie sich nie impfen ließ und nie eine Grippe bekam. Das heißt, die Grippeimpfung schwächt den Körper und die Abwehrkraft, hinzu kommen noch das Aluminium als Wirkstoffverstärker zur Förderung von Alzheimer und Demenz. Auch Studien belegen die geringe Wirksamkeit der Grippeimpfung.

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