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Schützt Alkohol vor dem Herzinfarkt? (Teil 2)

Dr. Leithäuser

von
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© Yuri Arcurs - Fotolia.com© Yuri Arcurs - Fotolia.comDie Berufsausübung eines um die Gesundheit seiner Patienten bemühten Arztes ähnelt zuweilen der eines Pfarrers. Er predigt immer und immer wieder das Gleiche: „Ernähre Dich gesund, rauche nicht, treibe Sport und nimm ab!“ Das bedeutet Disziplin und Verzicht und eben nicht „la dolce vita“ (das süße Leben; siehe auch „Fettleibigkeit, Diabetes und XXL-Getränkebecher“). Die Umsetzung solcher Ratschläge erfolgt deshalb doch meist sehr zögerlich, wenn überhaupt. Da kommt es doch genau recht wenn zu lesen steht, dass mit dem Genuss von Alkohol - die Menge ist vielleicht sogar noch verhandelbar - eine Gesundheitsvorsorge betrieben werden kann.

Alkohol wird auch zum Desinfizieren benutzt. Man kann damit Bakterien abtöten. Also: Alkohol ist giftig - abhängig von der Dosis! Die verschiedenen Zellen und Funktionen des Körpers reagieren unterschiedlich darauf. Das „holiday heart“ Syndrom kann auftreten, wenn während des Urlaubs auf einer Mittelmeerinsel jede Nacht im Rausch gefeiert wird. Es kommt zu Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern). Regelmäßiger langfristiger Alkoholkonsum in höherer Dosis schädigt den Herzmuskel unmittelbar, führt zu Bluthochdruck, erhöht die Blutfette und den Blutzucker. Regelmäßiger Alkoholgenuss in geringer Menge hat einen positiven Einfluss auf das Blutgerinnungssystem (siehe auch Blutverdünnung - eine Begriffsklärung). Das ist einer der wesentlichen Effekte, die zum Schutz vor Herzinfarkt und auch Schlaganfall beitragen. Eine große Alkoholmenge in kurzer Zeit beeinflusst die Blutgerinnung ungünstig. Hirnblutungen treten gehäuft nach Alkoholvergiftungen auf.

Die Ergebnisse experimenteller Untersuchungen sprechen dafür, dass Rotwein aufgrund der Wirkung anderer Inhaltsstoffe neben dem Alkohol den besten Schutz vor Gefäßerkrankungen bietet. Es gibt allerdings keinen Beweis, dass es auch beim Menschen so ist. Eine andere wissenschaftliche Beobachtung stimmt jedoch nachdenklich: Menschen die regelmäßig geringe Mengen Rotwein trinken, haben einen höheren Bildungsgrad, rauchen deutlich weniger, ernähren sich gesünder und haben vielleicht deswegen weniger Herzinfarkte. Die Franzosen sagen „Chacun à son goût“ - jeder nach seinem Geschmack.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


01.08.2013 - 18:00 Uhr

Grossartig! Ich freue mich über diesen Artikel,...

von Gina

... ich LIEBE Rotwein und trinke gerne ein bis zwei Gläser zum Essen. Wenn man etwas liebt, davon überzeugt ist, kann es nicht schaden! Santé!


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