Essstörungen ganzheitlich behandeln: So durchbrechen Sie den Essenskreislauf

Die Ursache vieler Essstörungen liegt in unseren Gefühlen. (© Photographee.eu - fotolia)

Für viele Menschen ist Essen nicht nur reine Nahrungsaufnahme oder die Versorgung des Körpers mit der nötigen Energie - vielmehr ist für die Betroffenen alles, was mit diesem Thema zusammenhängt, zu einem Problem geworden.

Welche Symptome haben Essstörungen?

Bei Essstörungen ist nicht entscheidend, ob derzeit Normal-, Unter- oder Übergewicht vorliegt. Vielmehr geht es darum, dass das gesunde Gespür für Hunger und Sattsein mit der Zeit verloren gegangen scheint und Essen oftmals das alles beherrschende Thema im Leben dieser Menschen ist:

  • Was habe ich heute schon gegessen?
  • War das zu viel, zu wenig oder genau richtig?
  • Wann kriege ich wieder etwas?
  • Wieviel Sport ist nötig, um das wieder loszuwerden?
  • Heute ist es eh schon egal, morgen fange ich dann ganz bestimmt mit meiner neuen Diät an!

Wenn Sie sich in diesen Sätzen wiederfinden, kennen Sie vermutlich das Gefühl, in einer Art Essenskreislauf gefangen zu sein. Es kann schwierig sein, ohne Hilfe von außen wieder auszusteigen.

Bei den einen steigt das Gewicht, andere werden immer dünner und wieder andere erbrechen nach dem Essen, um ihr Gewicht zu halten. Gestörtes Essverhalten hat viele Gesichter, der mitunter immense Leidensdruck ist jedoch mit Sicherheit ein gemeinsamer Faktor.


Wie also kann der Weg aus der Essfalle aussehen?

Die Betroffenen wissen natürlich, dass ihr derzeitiges Verhalten nicht gut für sie ist, können es jedoch nicht aus eigener Kraft ändern. Das führt bedauerlicherweise oft dazu, dass zum Problem mit dem Essen auch noch ein Problem mit dem Selbstbewusstsein dazukommt. Viele fragen sich, warum sie immer so weitermachen, obwohl der Verstand ihnen sagt, was sie eigentlich tun müssten.

Ein ganz entscheidender Punkt ist, dass bei dieser Herangehensweise nur die Kopfebene berücksichtigt wird, nicht aber die Körper- und Gefühlsebene.

Obwohl klar ist, was im jeweiligen Moment das Richtige wäre, scheitern viele an diesem entscheidenden Punkt immer wieder. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass das, was uns zum Essen greifen lässt, obwohl wir gar keinen Hunger haben, mit unseren Gefühlen zu tun hat. Und der Sitz unserer Gefühle ist unser Körper.

Esstörungen sind heilbar

Viele Praxen arbeiten mit einem ganzheitlichen Ansatz, der alle Ebenen mit einbezieht. Auf diese Weise lassen sich Verhaltensmuster, die uns nicht zuträglich sind, Schritt für Schritt auflösen und in andere positive Bahnen lenken.

Ziel dieser spannenden, berührenden und oft überraschenden Reise ist die Rückkehr zu einem entspannten Umgang mit dem Essen. Die gute Nachricht: Die Fähigkeit dazu ist jedem Menschen von Geburt an gegeben. Sollten Sie durch eine lange Zeit mit Diäten, übermäßigem Sport, Reglementierung, Hungern oder großen Essensmengen aus der Balance geraten sein, gibt es Möglichkeiten, sie wieder zurückzuerobern und Ihren ganz individuellen Weg aus der Essfalle zu finden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

Andrea S., 23.03.2019 - 20:35 Uhr

Ja, und wo, wer hilft mir in Augsburg das Problem zu lösen? Ich wäre über eine Idee sehr dankbar! Andrea S.

Antwort von Vivien Vogt, verfasst am 20.04.2019

Guten Tag Frau S., bitte entschuldigen Sie, ich konnte aus technischen Gründen nicht früher auf Ihre Anfrage antworten. Wenn Sie möchten, können Sie eine Video-Sprechstunde bei mir buchen, das ist ortsunabhängig. Ich freue mich, von Ihnen zu hören. Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich gerne. Herzliche Grüße Vivien Vogt

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