Kürbis: Fitmacher in Herbst und Winter

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Wir kennen die orange, ballähnliche Frucht alle schon seit unserer Kindheit: Der Kürbis läutete spätestens zum Erntedankfest den Herbst ein. Doch auch als Nahrungsmittel sind Kürbisse ein echter Dauerbrenner. Man kennt sie vor allem in Form einer leckeren Kürbiscremesuppe. Ich muss gestehen, ich habe in meiner Küche relativ lange gebraucht, um mich an diese harten Früchte zu wagen. Eigentlich ist die Zubereitung aber sehr einfach. Gerade bei den handelsüblichen Hokkaido-Kürbissen ist nicht einmal mehr Schälen nötig. Man teilt die Frucht, entfernt Fasern und Kerne und kann dann sofort los legen, das Fleisch zu verarbeiten - entweder als Gemüse, Mus, Auflauf oder eben püriert als Suppe, verfeinert mit einem Klecks Sahne, etwas Chilli und frischen Kräutern. Die größeren Früchte sollten allerdings immer ohne Schale verarbeitet werden, da diese meist sehr holzig ist. Praktisch am Kürbis ist seine lange Lagerzeit: Er hält sich mindestens drei Monate und kann somit gut auf Vorrat gekauft werden.

Der ursprünglich aus Amerika stammende Kürbis ist ein wirklich gesunder Sattmacher: 100 Gramm seines Fruchtfleisches enthalten gerade einmal 27 Kalorien. Auch an Inhaltsstoffen hat er viel zu bieten: Er wirkt leicht entwässernd und ist somit gut zur Behandlung von Bluthochdruck, Herz- und Nierenleiden geeignet. Auch bei Prostataleiden sollen Kürbisfleisch, und- kerne wirksam helfen. Die Saison des Kürbisses ist Herbst und Winter. Und das aus gutem Grund: Jetzt ist die Zeit, in der wir unser Immunsystem stärken sollten. Durch seinen hohen Gehalt an Betacarotin und den Vitaminen A, C und E sowie Magnesium, Calcium und Kalium ist der Kürbis wunderbar geeignet, die Abwehrkräfte unseres Körpers zu stärken und freie Radikale abzuwehren.

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Besonders lecker finde ich auch das Kernöl, das ich gerne für Salate verwende, beispielsweise im Kartoffelsalat. Es enthält ernährungsphysiologisch wertvolle Fettsäuren, vor allem Linolsäure, eine lebenswichtige, zweifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure. Zusätzlich liefert es in hoher Menge Vitamin E, aber auch die Vitamine A, B1, B2, B6, C und D, die Mineralstoffe Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan, Selen und Zink. Kürbiskernöl ist zudem reich an sekundären Pflanzenstoffen, die beispielsweise unseren Cholesterinspiegel senken können und antioxidativ wirken. Erhitzen sollten Sie das Öl allerdings nicht. Verwenden Sie es kalt in Ihren Speisen, so dass alle wertvollen Stoffe erhalten bleiben.

Viel Spaß beim Kochen und Ausprobieren!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (1)

lars, 20.09.2009 - 00:34 Uhr

danke für die tollen anregungen. passt sehr gut zum kommenden herbst!

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