Margarine gut, Butter schlecht - stimmt das?

Herr Pless

von
verfasst am

© unpict© unpictWenn auch Sie glauben, dass Margarine gesünder ist als Butter, dann lesen Sie diesen Text.

Margarine soll gesündere Fette beinhalten, weniger Cholesterin und Kalorien als Butter haben. Der Ruf der Butter ist in den letzten Jahrzehnten immer schlechter geworden, obwohl Butter ein Jahrtausend altes Lebensmittel ist. Schon im alten Testament wurde sie erwähnt. Die Werbeindustrie hat es aber geschafft, Margarine als Fett für Gesundheitsbewusste zu platzieren und dabei gleichzeitig die Butter zu diffamieren.

Was sind die Tatsachen?
Margarine wird mit großem Aufwand künstlich hergestellt. Damit die flüssigen Palm-, Oliven-, Soja- oder Sonnenblumenöle fest und streichfähig werden, müssen die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren „gehärtet“ werden. Dabei entstehen ungesunde Transfettsäuren.

Butter und Margarine bestehen beide zu etwa 80% aus Fett. Daher haben beide in etwa den gleichen Kaloriengehalt und das Argument des Kaloriensparens zählt nicht.

Wenn Sie jetzt Butter verwenden, dann streichen Sie diese dünn auf Ihr Brot oder auf Ihr Knäckebrot.
Um generell Fett zu sparen, können Sie auch saure Sahne (10% Fett), Magerquark oder Frischkäse (20% Fett) als Streichfett verwenden.

Ungesättigte Fettsäuren
Der Gehalt der Margarine an ungesättigten Fettsäuren unterscheidet sich kaum von dem der Butter (27% in der Margarine, 21% in der Butter). Auch das Argument des hohen Anteils an essenziellen Fettsäuren (den mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren) zählt am Ende nicht. Diese kann der Körper nicht selbst herstellen und ist daher auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Durch den Herstellungsprozess der Margarine werden diese zunichtegemacht. Es bleiben genau 2% übrig. Genau so viel enthält auch die Butter. Um am Ende trotzdem die Butter zu übertrumpfen, wird einigen Margarinesorten im Nachhinein Pflanzenöl hinzugefügt. Aber dann ist es viel vernünftiger, diese Öle frisch in Ihren Salat zu geben.

Cholesterin
Die Margarineverfechter argumentieren, dass der Cholesteringehalt in der Butter viel höher ist.
Fakt ist: Cholesterin wird zu über 90% vom Körper selber produziert. Daran erkennen wir auch, das Cholesterin nicht per se böse ist. Heute wird wissenschaftlich bereits wieder anerkannt, dass selbst Gesamtwerte bis 280 mg/dl nicht besorgniserregend sind. Allerdings sollte dabei auf das HDL/LDL Verhältnis geschaut werden.

Cholesterin ist für den Körper die Rohsubstanz/Ausgangsverbindung für die Gallensäure, Vitamin D, die Hormone Östrogen, Progesteron, Testosteron und Cortisol (u.a.) und dient den Zellen als Schutzmaterial.

Zu hohe Werte im Blut sollten daher primär nicht durch Tabletten, sondern durch eine optimale Beweguns- und Ernährungstherapie gesenkt werden.

Fazit: Wenn Fette auf das Brot sollen, dann bitte Butter!

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (2)


06.01.2015 - 09:54 Uhr

Schon meine Großmutter lehrte mich: niemals...

von Ingeborg

... Margarine sondern immer Butter auf das Brot, allerdings so wenig wie möglich.Da sie 90 Jahre und meine Mutter mit dem gleichen Vorsatz 91 Jahre alt geworden sind, halte ich sehr viel von dieser Einstellung.

06.01.2015 - 09:32 Uhr

Hallo, also mir hat Butter noch nie geschadet und...

von Marion

... seitdem klar ist, dass diese noch gesünder ist, als die vermeintliche Margarine, greife ich gerne auf sie zurück, denn sie schmeckt mir 1000 Mal besser, als die künstlich hergestellte Margarine. Butter dünn aufs Brötchen oder Brot kann man ruhig genießen. Auch zum Gemüse, einfach herrlich. Man darf es halt, wie so oft, nicht übertreiben. Liebe Grüße und ein frohes neues Jahr.


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