Niedriger Leistungs- und Grundumsatz: Was Sie für Ihre Diät wissen sollten

Wer sich wenig bewegt, hat einen niedrigen Grundumsatz (© contrastwerkstatt - fotolia)

Sicherlich wissen Sie bereits, dass Ihr Körpergewicht in erster Linie davon abhängt, wie viel Energie Sie jeden Tag zu sich nehmen und natürlich auch verbrauchen. Als Maßeinheit für die Energie wird "Kalorie" oder (als modernere Einheit) "Joule" verwendet. Dabei entspricht 1 Kalorie 4,184 Joule. Je nach Stoffwechselintensität und körperlicher Bewegung braucht ein Körper unterschiedlich viel Energie. Der eigentliche Bedarf hängt dabei ab von

  1. der Energie, die der Körper bereits in absoluter Ruhe zur Erhaltung seiner Körperfunktionen benötigt (z. B. für Herz, Atmung, Organe etc.) - dem so genannten Grundumsatz - und
  2. der Energiemenge, die für das Denken, die Verdauung, die körperliche Bewegung u. ä. zusätzlich verbraucht wird - dem so genannten Leistungsumsatz.

Der Grundumsatz wird von verschiedenen persönlichen Faktoren beeinflusst und variiert von Mensch zu Mensch. Er sinkt mit zunehmendem Alter, ist bei Frauen niedriger als bei Männern, bei Nichtsportlern niedriger als bei Sportlern und sinkt bei hohen Außentemperaturen. Außerdem ist unser Körper in der Lage, sich an "schlechte" und "gute" Zeiten anzupassen. Das führt bei Abmagerungskuren dazu, dass er auf Sparflamme schaltet.


Wer zu wenig isst, senkt seinen Grundumsatz

Wenn die während einer Diät zugeführte Energiemenge so minimal ist, dass sie sogar den Grundumsatz-Bedarf unterschreitet, dann drosselt der Körper den Stoffwechsel maximal, so dass häufig auch der Grundumsatz selbst sinkt. Besonders ärgerlich ist dabei, dass dieser nach Abschluss der Diät oft auf dem niedrigen Niveau verbleibt. Dadurch ist der Energiebedarf dann nach der Diät effektiv niedriger als vorher.

Das heißt: selbst wenn anschließend wieder normal (wie vor der Diät) gegessen wird, steigt das Körpergewicht, und zwar wesentlich höher als es vor der Kur war!! Die Ernährungswissenschaftler nennen dies den so genannten Jojo-Effekt.

Man kann dem Jojo-Effekt vorbeugen, indem man auf drastische Diäten und Fastenkuren verzichtet und stattdessen die Energiezufuhr langfristig moderat senkt. Empfehlenswert ist es, etwa 1000 kcal pro Tag weniger zu essen als der Körper für das derzeitige Gewicht benötigt.


Wer sich viel bewegt, darf mehr essen

Während der Körper den Grundumsatz selbst regelt, wird der Leistungsumsatz direkt von einem selbst bestimmt. Er entspricht exakt dem Ausmaß der körperlichen Bewegung. Wer beispielsweise eine überwiegend sitzende oder stehende Tätigkeit ausübt, verbraucht weniger Energie als beispielsweise ein Handwerker, ein Landwirt oder ein Sportler. Das ist natürlich günstig. Denn durch jedes Mehr an Bewegung kann man auf einfache Weise den Energiebedarf steigern und damit den Abnahmeerfolg erhöhen.

 
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Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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