Sport in Zeiten von COVID-19: Auswirkungen & Alternativen

Dr. Berrisch-Rahmel

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© nickshot - fotoliaBesonders Laufsportarten entwickelten sich in Corona-Zeiten zu alternativen Sportprogrammen. (© nickshot - fotolia)

Immer mehr Regierungen verschärfen die landesweite Quarantäne oder sehen verschiedene Formen der Abriegelung vor, um die Ausbreitung der Coronavirus-Krankheit (COVID-19) zu verhindern. Diese Maßnahmen stellen ein großes Problem hinsichtlich der möglichen schädlichen Auswirkungen körperlicher Inaktivität dar. 

Viele Unternehmen und Organisationen schreiben auch weiterhin Telearbeit vor und viele Sportveranstaltungen und Wettbewerbe wurden ausgesetzt oder gestrichen.

Aufgrund von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen fallen auch viele Bewegungsangebote – insbesondere in Fitnessstudios und Sportvereinen – weg. Menschen, die aufgrund von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen ihren täglichen Bewegungsumfang einschränken müssen, sorgen sich um die Auswirkung auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Wie wirkt sich Corona auf die tägliche Bewegung aus?

In vielen Regionen gestatteten die Behörden daraufhin klare Ausnahmen, um den Menschen die Ausübung von Sport und körperlicher Betätigung mit entsprechenden Abstandsregeln im Freien zu ermöglichen.

Im Netz stand in kürzester Zeit eine breite Palette von kostenfreien Übungen für Zuhause zur Verfügung, wie z. B. video- oder applikationsgeführte, gerätefreie Aerobic oder Krafttraining.

Dass die Menschen sich in Zeiten der globalen Pandemie weniger bewegen würden, war zu erwarten. Beispielhaft zeigen aggregierte Daten von Millionen von Garmin-Nutzern, dass die durchschnittlichen Schritte pro Tag im April 2020 im Jahresvergleich mit 2019 um 12 % zurückgegangen sind.

Bewegung in Zeiten von Corona

Ein Gegentrend ist klar zu vermerken. Um den Rückgang der täglichen Bewegung im Alltag zu kompensieren, begannen die Menschen mit sportlichen Aktivitäten. Sportarten wie Laufen, Radfahren, Gehen und Wandern haben während des Lockdowns einen starken Aufwärtstrend erfahren.

Im Vergleich zum April 2019 stiegen die aufgezeichneten Lauf-Aktivitïäten in diesem Jahr beispielsweise um 75 Prozent an. Die Häufigkeit von normalen Radfahr-Aktivitäten wuchs sogar um rund 87 Prozent. Workouts wurden vom Fitnessstudio ins heimische Wohnzimmer verlagert. Ein globaler Trend zum Indoorcycling ist auszumachen.

Die Analyse der Aktivitätsdaten über den Zeitraum von zwei Monaten zeigt: „Fitness findet einen Weg“. Vom Hobby- bis zum Profisportler passen die Menschen ihre Routinen an, ohne gänzlich auf Sport zu verzichten.

Für wen ist regelmäßiger Sport besonders wichtig?

Mit Lockerung der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wurde zunehmend die Wiederaufnahme von Sport und Rehabilitationssport möglich.

Teilnehmer des Gesundheitssports gehören häufig zu einer Risikogruppe wie z. B.

Gerade für diese Patienten ist es wichtig, im Alltag aktiv zu bleiben. Regelmäßige Bewegung hat einen bewiesenen positiven Effekt auf Herz-Kreislauf-Parameter, Stoffwechsel und Psyche. Zudem stärkt das regelmäßige Training die Immunabwehr.

Vielerorts starten verkleinerte Trainingsgruppen mit Freiluftaktivitäten. Es gelten die aktuellen Distanz- und Hygieneregeln. Sie werden uns sicher – nicht nur im Sport – noch eine Weile begleiten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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