Sport mit dem digitalen Kick - Was Apps, Schrittzähler, Armband und Co. leisten

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© Antonioguillem - fotoliaGesundheits-Apps unterstützen Sie bei Ihrer täglichen Fitness! (© Antonioguillem - fotolia)Es liegt im Trend, den eigenen Körper zu vermessen: "Quantified Self" heißt diese neue Bewegung. Fast ein Drittel der Deutschen nutzt bereits Wearables und Gesundheits-Apps, um sich auf Trab zu bringen. Das ergab eine repräsentative Studie von Bitkom Research. Besonders gerne werden Körpertemperatur, Körpergewicht, Schrittanzahl und die zurückgelegte Strecke überwacht. Was das ganze Vermessen bringen soll? Für viele Hobbysportler ist die neue Transparenz Motivation pur. Tatsächlich wünschen sich knapp zwei Drittel der Nutzer eine generelle Verbesserung der Gesundheit.


Breites Angebot

Um die eigene Gesundheit zu fördern, sollte der Mensch jeden Tag mindestens 6.000 Schritte gehen - um Körperfett zum Schmilzen zu bringen, sind es sogar 10.000 Schritte. Für Büroangestellte ist dies eine echte Herausforderung.

Der Einstieg klappt oft mit einem Schrittzähler: Er zeigt wie viel (oder wenig) man sich wirklich bewegt - das motiviert. Wer es sportlicher mag, nutzt eine Fitness-App, die zudem auswertet, welche Distanz man innerhalb welcher Zeit zurückgelegt hat.

In sozialen Netzwerken kann man seine Fortschritte teilen und sich anfeuern lassen bzw. sich ein Lob abholen. Fitness-Armbänder, Smartwatches und Pulsuhren sind etwas für ambitionierte Sportler: Sie erfassen auch die Herzfrequenz, den Fettanteil im Körper, das Schlafverhalten oder den Blutzuckerwert.


Begleitung in der Therapie

Digitale Tools können aber noch mehr. Besonders sogenannte Medizin-Apps unterstützen Ärzte und Patienten in der Prävention und bei medizinischen Therapien. Als praktisches Hilfsmittel erleichtern sie chronisch Kranken den Alltag, indem sie etwa daran erinnern, Medikamente einzunehmen.

Sie überwachen außerdem die Herzfrequenz bei Risikopatienten und schlagen im Ernstfall automatisch Alarm. Entwickler haben bereits Apps programmiert, die das Smartphone als Hörgerät adaptieren. Zudem: Immer mehr Kunden wünschen sich die Möglichkeit, mit ihrem Ärzten online über einen Videochat zu kommunizieren.


Vorsicht vor Sicherheitslücken

© psdesign1 - FotoliaFitnessarmbänder oder Pulsuhren können beispielsweise Ihre Herzfrequenz erfassen. (© psdesign1 - Fotolia)Herzfrequenz, Kalorienverbrauch, Medikation, Aufenthaltsort: Wenn solche Informationen in die falschen Hände geraten, wird es gefährlich. Eine Untersuchung eines US-amerikanischen Unternehmens vor zwei Jahren zeigte Sicherheitslücken bei vielen Fitness-Apps und -Geräten. Wenn die Daten während der Übertragung nicht verschlüsselt sind, können Hacker leicht zugreifen. Wer sie dennoch nutzt, sollte folgende Empfehlungen beachten:

  • Verwenden Sie nicht für alle Apps und Konten dasselbe Passwort.
  • Schalten Sie die Bluetooth-Funktion aus, wenn sie nicht gebraucht wird.
  • Nutzen Sie keine Dienste, Apps und Services, die keine Datenschutzerklärung haben.
  • Verwenden Sie immer die neueste Version einer App oder eines Services.
  • Wenn möglich, installieren Sie ein Verschlüsselungsprogramm.


Daten gegen Rabatte?

Viele Nutzer würden ihre Gesundheitsdaten freiwillig weiterreichen, hat der Verband Bitcom in einer Umfrage herausgefunden - auch an die eigene Krankenkasse, wenn eine entsprechende Belohnung lockt.

Aber dürfen Krankenkassen solche Daten verwenden?

Die klare Antwort: Nein! Zumindest nicht, wenn es um den allgemeinen Beitragssatz geht. Denn egal, ob Sportmuffel oder Triathlet - die gesetzlichen Kassen sind dem Solidarprinzip verpflichtet.

Das bedeutet: Alle zahlen ein- und denselben Mitgliedsbeitrag - ohne Risikoprüfung, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Krankheit.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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