Warum ist Dehnen wichtig?

Dr. Hinsen

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©fotolia-117440285-contrastwerkstattNutzen Sie Pausen im Alltag für einfache Dehnübungen! (©fotolia-117440285-contrastwerkstatt)Vielleicht haben Sie selbst, Ihr Sportarzt, Ihr Trainer oder auch Ihr Physiotherapeut festgestellt, dass Sie sich „mehr Dehnen“ müssten?

Selbst Sportprofis geben im „4 Augen Gespräch“ zu, dass sie sich eigentlich zu wenig dehnen. Also wird bei uns Sportlern das Dehnen nur gezwungenermaßen absolviert, gerne im Stile eines lustlosen „Rumgewippes“, was eher an Luftzufächern erinnert als an richtiges Dehnen – weshalb es auch ohne Effekt bleibt.

Eine sinnvolle Bewegungssequenz ist heutzutage sehr schnell mit Hilfe moderner Medien (Handy-Apps, DVD, Internet) gefunden – doch damit beginnt das eigentliche Problem!

 

Wann und wie oft sollte man sich dehnen?

Dehnen Sie sich täglich 5 Minuten z.B. mit Hilfe einer Handy-Anleitung (App) und halten Sie die Dehnposition mindestens 30 Sekunden lang. Lassen Sie sich die Zeitvorgaben und die Übungen von einer Handy-App vorturnen und passen Sie die Vorschläge an Ihre individuelle Situation an. Dehnen Sie sich nicht erst abends, wenn Sie müde von der Arbeit Heim kommen – denn dann haben Sie in der Regel keine Lust mehr und Sie führen Ihre Übungen nicht durch.

Sie müssen sich nicht in Sportkleidung werfen oder eine Sportstätte aufsuchen, um sich zu dehnen – sparen Sie sich die Zeit fürs Umziehen, dehnen Sie sich lieber direkt an Ort und Stelle!

Suchen Sie Ihre gewohnte Umgebung (zuhause oder bei der Arbeit) nach geeigneten Orten und Hilfsmitteln ab (Bänke, Geländer, Bordsteine, Stühle); nutzen Sie Ihre freie Zeit, die Sie sonst zum Warten oder für Pausen hernehmen (z.B. Hundespaziergang, Arbeitspausen, Warten auf den Bus, Stopp an einer Autobahnraststätte).

Fahren Sie nicht extra zu einem „geeigneteren Ort“, das funktioniert oftmals nicht! Machen Sie sich das gute Dehnen zu einer täglichen Gewohnheit, wie das tägliche Zähneputzen.

 

Eine Routine entwickeln

Machen Sie keine olympische Disziplin daraus, aber dehnen Sie sich ernsthaft. Erwarten Sie erstmal nichts, sondern dehnen Sie sich einfach nur. Haben Sie den Ehrgeiz täglich auf 5 Minuten zu kommen, aber keinen Ehrgeiz beim Erweitern des Bewegungsradius.

Bleiben Sie sich über die Zielvorstellungen und Absicht ihrer Dehnbemühungen im Klaren - Sie sind in der Regel kein Funkenmariechen im Kölner oder Aachener Karneval und wollen es auch nicht werden; dehnen müssen Sie sich aber trotzdem.

© Yobro10 - iStockPlanen Sie 5 Minuten täglich für Ihre Dehnübungen ein - so schaffen Sie ganz schnell eine Routine! (© Yobro10 - iStock)Der erste und zunächst einzige Ehrgeiz sollte darin liegen, es zu schaffen, die besagten 5 Minuten täglich - wenn es sein muss - in Minutenschritten zu erreichen. Notieren Sie sich das Erreichen Ihres Tagesziels in Ihrem Trainingstagebuch oder in Ihrem Handy-Kalender mit einem Smiley.

Wenn Sie mehr Zeit beim Dehnen verbringen, prima, notieren Sie sich dies, eventuell mit zwei oder drei Smileys.

Natürlich gibt es auch Befindlichkeiten sowie gesundheitliche Konstellationen, bei denen Dehnen nicht sinnvoll ist. Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt, ob er Bedenken bei Dehnübungen hat und warum. Jedes Dehnen ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Bleiben Sie der Experte Ihres Körpers und fangen Sie an – am besten noch heute!

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