Venenleiden: Die 10 häufigsten Vorurteile und Fakten rund um das Thema Krampfadern, Besenreiser und Co.

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©fotolia-tibanna79Kompressionsstrümpfe sind ein gutes Mittel um Krampfadern vorzubeugen (©fotolia-tibanna79)„Nur Frauen haben Krampfadern“ – 10 Irrtümer rund um das Thema Gefäßerkrankungen

Wenn es um Besenreiser und Krampfadern geht, spricht man mittlerweile von einer Volkskrankheit. Was viele dennoch nicht wissen: Die bläulich durch die Haut schimmernden Adernetze und erweiterten, geschlängelten Venen sind nur die Spitze des Eisbergs. Die zumeist als kosmetischer Makel wahrgenommene Erscheinung an den Unterschenkeln, Schienbeinen und der Innenseite der Knie ist ein Zeichen für eine durchaus ernstzunehmende Erkrankung der tieferliegenden Venen, die schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann. Tatsache ist, dass Venenleiden nicht nur ältere Menschen betreffen, sondern oftmals schon in den Zwanzigern ihre Anfänge nehmen. Welche Vorurteile sich noch um Krampfadern und Co. ranken, lesen Sie hier.

Erstes Vorurteil: Nur Menschen ab 60 haben Krampfadern

Aufklärung: Von Venenveränderungen sind bereits junge Menschen betroffen

Ob man zu Krampfadern neigt, kann sich bereits ab einem Alter von ca. 20 bis 29 Jahren zeigen. Hier werden, je nach genetischer Veranlagung und Lebensstil, die ersten Veränderungen an den Beinen sichtbar. Die Symptome sind individuell: Manche junge Frauen leiden unter alltags- oder zyklusbedingten Wassereinlagerungen in den Beinen, anderen fallen kleine, netzartige Äderchen an den Innenseiten der Knie auf. Mit zunehmendem Alter kämpfen dann immer mehr Menschen mit deutlich ausgeprägten Besenreisern oder auch Krampfadern und deren Folgeerscheinungen, wie Wassereinlagerungen in den Beinen oder gar Hautveränderungen wie z.B. Flecken oder nässenden Stellen am Bein. All diese Symptome sind Stadien eines Venenleidens.

 

Zweites Vorurteil: Besenreiser und Krampfadern sind reine Schönheitsmakel

Aufklärung: Besenreiser und Krampfadern deuten auf ein Venenleiden hin und verursachen Beschwerden im Alltag

Wenn dem so wäre, würde es ausreichen, die unliebsamen Besenreiser und Krampfadern mit Make-up lediglich optisch zu kaschieren. Da es sich bei den hervortretenden Äderchen und Venen jedoch um äußerlich sichtbare Anzeichen eines Venenleidens handelt, ist mehr Umsicht geboten. In den meisten Fällen gehen Besenreiser und Krampfadern mit weiteren, akuten oder auch chronischen Symptomen einher: ziehende Schmerzen in den Beinen nach längerem Sitzen und Stehen, Schwere- und Spannungsgefühle sowie Ödeme und nächtliche Wadenkrämpfe. Spätestens jetzt sollten weitere Schritte, wie zum Beispiel eine Venenmessung oder fachärztliche Beratung, eingeleitet werden. Auch regelmäßige Bewegung in Form von leichten Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking können sich lindernd auf akute Beschwerden auswirken.

 

Drittes Vorurteil: Krampfadern? Das haben doch nur Frauen!

Aufklärung: Männer sind ebenfalls von Venenveränderungen betroffen

Hier spielt die genetische Veranlagung eine Rolle: Frauen haben ein aufgrund ihres dehnungsfähigeren Bindegewebes statistisch gesehen häufiger mit Krampfadern zu kämpfen als Männer. Laut der im Jahre 2003 durchgeführten Bonner Venenstudie liegt die Mann-Frau-Ratio bei Venenerkrankungen bei 2:6. Die Beschwerden, wie geschwollene Beine oder Wadenkrämpfe, sind gleich. Jedoch lassen sich Männer deutlich seltener auf Venenerkrankungen untersuchen. Es wird vermutet, dass nur ein geringer Anteil der betroffenen Männer die äußeren Symptome für ein chronisches Venenleiden zum Anlass nimmt, sich damit eingängiger zu befassen oder medizinische Unterstützung zu beanspruchen. Folgeerkrankungen, wie ein offenes Bein, Thrombosen oder gar Lungenembolien kommen dann „wie aus dem Nichts“, während die Erkrankung in der Realität meist über Jahre hinweg in den Venen geschlummert hat.

 

© DragonImages - FotoliaStöckelschuhe verursachen nicht automatisch Krampfadern, allerdings sollte man darauf achten auch flache Schuhe zu tragen (© DragonImages - Fotolia)Viertes Vorurteil: Stöckelschuhe zu tragen begünstigt die Entstehung von Krampfadern genauso, wie übereinandergeschlagene Beine beim Sitzen

Aufklärung: Gesunden Venen macht es nichts aus, wenn frau gelegentlich High Heels trägt oder die Beine übereinanderschlägt

Hohe Schuhe allein verursachen keine Krampfadern. Dennoch sollte im Hinblick auf die Fußgesundheit darauf geachtet werden, diese im Wechsel mit flachen Schuhen und einem ordentlichem Fußbett zu tragen. Noch besser ist es, so oft wie möglich barfuß zu laufen. Das entlastet die Gelenke und Muskulatur der Beine wohltuend. Viele Frauen schlagen beim Sitzen die Beine übereinander. Diese Haltung ist per se nicht auf die Bildung von Krampfadern zurück zu führen, hier spielt eher die Dauer der Sitzposition eine wichtige Rolle.

Langes Sitzen in größtenteils unbeweglicher Position lässt die Beine schneller anschwellen. Dies wird besonders an heißen Sommertagen oder einem langen Tag im Büro deutlich. In Verbindung mit einer genetischen Vorbelastung, sorgt dies dann für kribbelnde, müde und schwere Beine am Abend. Auf Dauer kann das zu chronischen Venenbeschwerden führen. Deshalb gilt: Abwechslung in die Beine bringen – und das regelmäßig - Bewegung im Alltag integrieren und Sport treiben hält die Venen fit und gesund.

Fünftes Vorurteil: Ärzte können nichts gegen Krampfadern tun

Aufklärung: Auch für Venenerkrankungen gibt es Fachärzte

Wenn Venenprobleme häufiger werden, ist es ratsam, sich fachlichen Rat einzuholen. Die erste Anlaufstelle ist für viele Betroffene die Apotheke. Hier werden in regelmäßigen Abständen Venenmessungen, wie z. B. die Lichtreflektions-Rheographie, kurz: LRR, angeboten, die eine erste Untersuchung der Venen völlig schmerzfrei ermöglichen. Liegt das Ergebnis vor, verweist der Apotheker im Falle eines positiven Testergebnisses dann zu einem Facharzt für Venenheilkunde, dem Phlebologen. Es ist jedoch auch möglich, sich direkt an einen Facharzt zu wenden. Der Phlebologe untersucht die Beinvenen unter anderem mittels Ultraschall und kann somit feststellen, wie es um die Gesundheit der Beine bestellt ist.

Auf Basis der Auswertung wird dann die weiterfolgende Therapie bestimmt – je nach Schweregrad des Venenleidens. Infrage kommt dann sowohl eine manuelle als auch medikamentengestützte Therapie. Auch wird den Patienten in den meisten Fällen angeraten, für tägliche Bewegung oder auch leichte Sportaktivitäten zu sorgen. Ist das Venenleiden bereits fortgeschrittener Natur, bieten sich auch operative Maßnahmen zur Krampfaderbeseitigung an.

© Fotosmurf03 - iStockAuch bei älteren Menschen ist regelmäßige Bewegung wichtig um Krampfadern vorzubeugen (© Fotosmurf03 - iStock)Sechstes Vorurteil: Für alte Menschen lohnt sich eine Venenbehandlung nicht mehr

Aufklärung: Unabhängig vom Alter sind verschiedene Therapieansätze möglich

Ganz im Gegenteil: Da Venenprobleme im Alter häufig fortgeschrittener Natur sind, sprechen nicht nur ästhetische Gründe dafür, medizinisch aktiv zu werden. Schließlich können diese mit erheblichen Gesundheitsrisiken einhergehen, wenn sie unbehandelt bleiben, wie Thrombosen, offene Beine und sogar Lungenembolien. Das Risiko für Folgeerkrankungen im Seniorenalter kann mit dem passenden, schonenden Therapieansatz erheblich gesenkt werden. Darüber hinaus trägt ein gesunder Lebenswandel nicht nur zum allgemeinen Wohlbefinden bei, sondern kann sich positiv auf den Zustand der Venen auswirken. Regelmäßige Bewegung sollte in jedem Falle in den Tagesablauf integriert werden.

 

Siebtes Vorurteil: Krampfadern nach der Schwangerschaft verschwinden von selbst

Fakt ist: Es ist möglich, aber nicht sicher, dass sich veränderte Venen zurückbilden

Im Laufe einer Schwangerschaft lockert sich hormonbedingt das Bindegewebe, um dem heranwachsenden Kind Raum zu geben; die Venen sind erweitert und der Blutfluss erhöht, um die Mineralstoff-Versorgung von Mutter und Kind zu gewährleisten. Leider bedeutet das für viele Frauen auch, dass sich während der Schwangerschaft vermehrt Besenreiser und Krampfadern bilden, da das Bindegewebe deutlich weicher ist und die Venen sich somit ausdehnen können. Das sorgt für Schwellungen im Gewebe, oftmals betrifft es die Finger und Fußknöchel während dieser Zeit besonders deutlich. Viele Schwangere tragen Kompressionsstrümpfe, die den Transport des Blutes von den Beinen zurück zum Herzen erleichtern. Nach der Schwangerschaft ändert sich der Hormonhaushalt, die Schwellungen nehmen ab und teilweise bilden sich auch Krampfadern wieder zurück. Allerdings erhöht sich mit jeder Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit, dass die in dieser Zeit aufgetretenen Krampfadern dauerhaft bestehen bleiben. Im Regelfall wartet der Phlebologe zunächst ab, ob und in welchem Umfang sich die Krampfadern nach der Geburt zurückbilden, bevor weitere, medizinische Maßnahmen eingeleitet werden.

Achtes Vorurteil: Wenn man Krampfadern hat, sollte man die Beine hochlegen

Aufklärung: Regelmäßige Bewegung ist gut für die Venen

Langfristig und regelmäßig betriebene Sportarten wie Nordic Walking, Radfahren, flotte Spaziergänge oder Schwimmen aktivieren die Durchblutung in den Venen und wirken sich positiv auf die Venen-Muskelpumpe aus. Wer lieber actionreichen Sport bevorzugt, sollte gut für seine Füße und Venen sorgen: Gut besohlte Sportschuhe oder auch Kompressionsstrümpfe federn die Erschütterung ab und schützen die Venen. Eine andere Weise, Bewegung aktiv in den Alltag zu integrieren ist, wenn Betroffene möglichst häufig Dinge zu Fuß erledigen, Treppen steigen oder am Schreibtisch regelmäßig aufstehen und herumlaufen. Ist der Bewegungsradius aufgrund langer sitzender Tätigkeiten eingeschränkt, kann man immer wieder die Füße unter dem Tisch kreisen oder wippen lassen. Wenn bereits Besenreiser oder auch Krampfadern sichtbar sind, sollte man diese zur Sicherheit immer ärztlich untersuchen lassen. Anhand der Diagnose findet sich dann ein geeigneter Bewegungsausgleich, der zum Gesundheitszustand der Venen passt.

 

© fotolia-doroguzendaNicht jede Behandlungsmethode von Krampfadern ist mit komplizierten Operationen verbunden (© fotolia-doroguzenda)Neuntes Vorurteil: Krampfader-Operationen sind umständliche und langwierige Eingriffe

Aufklärung: Einige moderne, gering-invasive Verfahren kommen sogar ohne Narkose aus

Auf Basis einer fachärztlichen Diagnose bieten sich verschiedene ambulante Methoden an, Krampfadern operativ zu entfernen. Beim sogenannten Stripping-Verfahren werden die erkrankten Krampfadern über einen Schnitt abgetrennt und schließlich herausgezogen. Dies geschieht unter Narkose. Eine gering-invasive Methode ist die Sklerotherapie. Für diese wird ein Arzneimittel in die Krampfadern injiziert, welches den Verschluss der Venen herbeiführt. Anschließend wird das abgestorbene Gewebe durch körpereigene Prozesse abgebaut – dies geschieht innerhalb weniger Wochen. Nach der Behandlung kann der Venenpatient seinen normalen täglichen Aktivitäten nachgehen. In einigen Fällen müssen nach dem Eingriff Kompressionsstrümpfe getragen werden. Wichtig ist jedoch, dass der Patient dahingehend ermuntert wird, auch selbst zu seiner Venengesundheit beizutragen. Dazu gehören eine gesunde und vollwertige Ernährung, regelmäßige Bewegung und Ausdauersport und venengesunde Faktoren in den Alltag zu integrieren.

Zehntes Vorurteil: Es gibt kein Mittel gegen Krampfadern

Aufklärung: Es ist möglich, die Venengesundheit mit pflanzlichen Mitteln zu unterstützen

Ein chronisches Venenleiden entsteht zum Teil aufgrund eines ungesunden Lebensstils, wenig Bewegung, Schwangerschaften, ungesunder Ernährung und Übergewicht, Rauchen und zu einem geringeren Prozentsatz aufgrund einer familiären Vorbelastung – hierbei kann eine Mittzwanzigerin ebenso betroffen sein, wie ein über 70-jähriger Rentner. Besteht ein Venenleiden, bzw. sind die Venen einmal beeinträchtigt und „aus der Form geraten“, finden sie leider nicht zur ursprünglich straffen Form zurück. Es ist jedoch möglich, den Krankheitsprozess in den Venen am Fortschreiten zu hindern. Hierzu kann ein pflanzliches Mittel – z. B. Venostasin® – eingenommen werden, welches die sogenannten lysosomalen Enzyme daran hindert, die Veneninnenwände anzugreifen. Der in Venostasin® enthaltene Wirkstoff stammt aus dem Samen der Rosskastanie – der sogenannte Rosskastaniensamenextrakt – und wird in Kapselform eingenommen.

Mehr Informationen: www.Venostasin.de

Pflichttexte: https://www.venostasin.de/venencheck/#retard

 

Quellen:

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