Folsäure - ein lebenswichtiges Vitamin vor und während der Schwangerschaft

Petra Müller

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© Hannes Eichinger - Fotolia.com© Hannes Eichinger - Fotolia.comFolsäure ist ein wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine. Der Name leitet sich vom lateinischen „folium"(Blatt) ab, da Folsäure vor allem in grünen Blättern, Gemüse und Salat vorkommt. Im menschlichen Organismus hat Folsäure vielfältige Aufgaben. Sie ist lebensnotwendig für die Zellteilung und Blutbildung. Besonders wichtig ist Folsäure in der Schwangerschaft. Sie wird für die optimale Entwicklung und ein normales Wachstum des Embryos dringend benötigt.

Steht in der Schwangerschaft zu wenig Folsäure zu Verfügung, können Fehlbildungen der Wirbelsäule ("spina bifida" = offener Rücken) und des Gehirns auftreten. Um das Risiko dieser Entwicklungsstörung zu minimieren, sollte bereits vor der Empfängnis auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure geachtet werden. Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Jugendliche und Erwachsene täglich 0,3 mg Folsäure zu sich nehmen, bei Schwangeren verdoppelt sich der Bedarf.

Nach Ernährungsberichten der DGE ist die Folsäureversorgung  junger Frauen in Deutschland schlecht. Als Ursache dafür gilt vor allem eine Fehl- und Mangelernährung. Bereits durch die Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln wird häufig ein Großteil der enthaltenen Folsäure zerstört. Zudem kann Folsäure aus Nahrungsmitteln vom Körper oft nur schlecht aufgenommen werden. Auch Rauchen, der Genuss von Alkohol oder die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antibabypille) beeinträchtigen die Folsäureaufnahme aus der Nahrung.

Selbst der "Normalbedarf" an Folsäure kann  also häufig durch die Nahrung allein nicht gedeckt werden und das Auffüllen der Reserven geht nicht von einem Tag auf den anderen. Doch gerade in der Schwangerschaft ist es wichtig, dass der Körper von Anfang an optimal mit Folsäure versorgt ist, denn bereits zwischen dem 22. und 28. Tag nach der Empfängnis werden Rückenmark und Gehirn angelegt, sowie der Rückenmarkskanal geschlossen. Besteht jetzt ein Mangel an Folsäure, kann es zu schweren Missbildungen kommen. Das Problem ist, dass zu diesem frühen Zeitpunkt die meisten Frauen noch nicht wissen, dass sie schwanger sind.

Gebärfähige Frauen sollten deshalb bereits ab Kinderwunsch, mindestens jedoch 4 Wochen vor einer Empfängnis, zusätzlich zu einer gesunden Ernährung, Folsäurepräparate (mit mindestens 0,4 mg Folsäure) einnehmen. Lassen Sie sich von Ihrem Frauenarzt oder Apotheker beraten!

Ernährungs-Tipp:
Besonders reich an Folsäure sind Milch, Weizenkeime, Brokkoli, Erbsen, Rosen- und Blumenkohl, Eigelb, Spinat, Spargel, Kartoffeln und Salat. Obst ist relativ arm an Folsäure, am meisten ist hier in Orangen, Bananen und Mangos enthalten.

Folsäure ist gegenüber Sauerstoff und Hitze sehr empfindlich und geht aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit schnell ins Kochwasser über. Garen sie Gemüse deshalb nur kurz und mit wenig Flüssigkeit, oder verwenden sie das Kochwasser z. B. für eine Sauce weiter. Salate sollte man nach dem Waschen sofort wieder aus dem Wasser nehmen. Speisen möglichst nicht zu lange oder zu stark erhitzen und nicht mehrmals aufwärmen.

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Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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