Kinderwunschbehandlung in der Naturheilpraxis - Unfruchtbarkeit des Mannes (Teil 2)

Frau Schramm

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© Monkey Business - Fotolia.com© Monkey Business - Fotolia.comWenn die Spermien nicht bis zur Eizelle vordringen können, liegt das nicht unbedingt an Spermienantikörpern, die in den Kinderwunschkliniken ja mit untersucht werden. Es kann einfach auch die Zähflüssigkeit des Vaginalsekretes sein, das die Spermien an der Fortbewegung hindert. Dies lässt sich ganz einfach prüfen bzw. unter dem Mikroskop anschauen. Sollte dies der Fall sein, so bringt übrigens schon schleimlösender Hustensaft Abhilfe, den Frau zu sich nimmt.

Um die Spermienqualität zu verbessern, empfiehlt es sich ausgewogen zu essen. Auf Alkohol und übermäßigen Kaffeegenuss sollte verzichtet werden; ebenso auf Zigaretten. Auch das Gewicht spielt durchaus eine Rolle. Sollte man(n) zu viel auf die Waage bringen, sollte das Gewicht mit Ernährungsumstellung und Sport reduziert werden.

Für die Sportler unter den Männern gilt, Sport jetzt nicht mehr auf Leistung zu betreiben, sondern zum Stressabbau und zum Abschalten. Ungeeignet sind verständlicherweise Rennradfahren und Kontaktsportarten, die einen entsprechenden Hodenschutz erfordern, der zu viel Wärme bringt. Aus diesem Grund sind auch heiße Bäder und Sauna mit Vorsicht zu genießen und am besten auch zu streichen. Statt engsitzender synthetischer Sportbekleidung besser lockere, atmungsaktive Baumwollkleidung wählen.

Auf Viagra und Gleitmittel sollte verzichtet werden. Statt Gleitmittel beispielsweise auf Olivenöl zurückgreifen. Viagra kann man(n) durch L-Arginin ersetzen. Dieses wirkt wie Viagra – nur langsamer. Tipp: Telcor Arginin Plus. Da hat man(n) auch gleich die Palette an B-Vitaminen dabei. Gut für die Spermien sind auch noch Vitamin E, C, Selen, Zink und L-Carnithin und natürlich Omega 3 – am besten aus Wildfischfang (San Omega).

Und sollte das alles noch nicht zum Ziel geführt haben, bleiben noch die Yogaübungen für den Mann oder ganz klassisch die Akupunktur. Natürlich abgesehen davon, dass Sex alle 2-3 Tage – ohne Messung der fruchtbaren Tage – für die Psyche der Frau und für die Frische und Qualität der Spermien am besten wäre.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


04.05.2014 - 20:41 Uhr

na, wenn alles so einfach wäre.Ich denke schon,...

von pe

... daß sich die Betreffenden gründlich mit der Problematik auseinandergesetzt haben und keiner weiteren Belehrung bedürfen. Aber es ist ja auch-aus welchen Günden auch immer-eine verzwickte, schwierige Gesamtkomponente warum es partout nicht klappen kann und soll (evtl. nach einer Chemo)

Frau Schramm

Antwort vom Autor am 08.05.2014
Gerrit Ulrike Schramm

Hallo pe, ich hatte nicht vor jemanden zu belehren. Schade, dass mein Artikel auf Sie so wirkt. Meiner Erfahrung nach kann man ein schlechtes Spermiogramm nur viel leichter behandeln, als z.B. Endometriosebefunde und PCO bei den Frauen. Ich habe zahlreiche Männer in meiner Praxis, die Kinderwunschpraxen und -kliniken hinter sich haben und wo diese einfachen Dinge nicht thematisiert wurden. Und natürlich behandle ich die Männer in der Praxis und gebe nicht nur "schlaue" Tipps. Ich behandle im Rahmen der TCM, ebenso per Infusionstherapie im Rahmen der Entgiftung – z.B. auch nach Chemotherapie – und beim Erschöpfungssyndrom. Und natürlich wird auch die Psyche mit einbezogen. Eine Chemotherapie muss nicht grundsätzlich zur Unfruchtbarkeit führen – nur wenn alle Samenstammzellen durch die Zytostatika zerstört wurden. Sinnvoll ist immer, vor der Chemo eine Spermaprobe tiefgefrieren zu lassen. Bitte das, wenn nicht geschehen, nicht wieder als Belehrung empfinden. Erwähne ich nur, weil es vielleicht anderen Lesern hilft… MfG G. Schramm


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