Menstruationsbeschwerden mit Osteopathie sanft behandeln: So geht's

Viele Frauen leiden Regelmäßig an den Folgen starker Menstruation. Wie kann Osteopathie hier helfen? (© Antonioguillem - AdobeStock)

„Wenn es wieder mal soweit ist, möchte ich mich nur noch im Bett verkriechen. Es beginnt meist mit Stimmungsschwankungen. Aber dann kommen bald starke Krämpfe im Unterleib und ziehende Rückenschmerzen dazu. Dann ernähre ich mich nur noch von Schmerzmitteln.“ So beschrieb mir eine Patientin das monatlich widerkehrende Martyrium, unter dem sie schon seit frühester Jugend litt. Häufig waren die Schmerzen so schlimm, das sie zwei Tage nicht zur Schule bzw. später dann zur Arbeit gehen konnte.

Wie entstehen Schmerzen während der Regelblutung?

Schmerzen während der Monatsblutung sind für viele Frauen ein bekanntes Problem. Jede zweite Frau kämpft mit Regelschmerzen. Alle vier Wochen ertragen sie die Krämpfe und das Ziehen im Unterleib. Manchmal kommt der Schmerz in Schüben, manchmal bleibt er konstant.

Die Ursachen für diese schmerzhaften Regelblutungen können vielfältig sein. Durch die verstärkte Freisetzung von Prostaglandinen in der Gebärmutter werden Schmerzen deutlicher wahrgenommen. Treten wiederholt starke Schmerzen auf, sollten Myome, Verletzungen im Vaginalbereich oder Endometriose abgeklärt werden.

Oftmals liegt auch eine mechanische Ursache vor. Diese lässt sich osteopathisch behandeln.
Während des Zyklus baut die Gebärmutter Schleimhaut auf, damit darin eine befruchtete Eizelle aufgenommen werden kann. Bleibt die Befruchtung aus, stößt die Gebärmutter diese Schleimhaut unter Kontraktionen wieder ab. Hierbei zerrt sie an ihrer bandhaften Befestigung und reibt dabei am umliegenden Gewebe. Sollten die Haltebänder nicht elastisch genug sein, entstehen die typischen Schmerzen, die am ersten und zweiten Tag am schlimmsten sind.

Da die Gebärmutter mit dem Kreuzbein verbunden ist, kommt es auch häufig zu Kreuzschmerzen, die über die Wirbelsäule bis zum Kopf ziehen können und Kopfschmerzen auslösen.

Die Gebärmutter ist mit Faszien umkleidet. Sind diese in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, zieht es bis in den Bauch und Verdauungsprobleme können entstehen.

So kann Osteopathie während der Menstruation helfen

Das Ziel einer osteopathischen Behandlung ist in diesem Fall, die Beweglichkeit im beschriebenen Bereich wiederherzustellen. Häufig spürt die Patientin bereits nach der ersten Behandlung eine Verbesserung. Um den Behandlungserfolg zu beschleunigen, werden spezielle Übungen vermittelt, die in Eigenregie durchgeführt werden.

Sie leiden jetzt gerade unter Menstruationsschmerzen? Diesen einfachen Trick können Sie sofort ausprobieren:

Die Traditionelle Chinesischen Medizin nutzt die Akupressur gegen Regelschmerzen. Und so geht‘s: Massieren Sie etwa eine Handbreit unterhalb des Bauchnabels für 30 Sekunden den Unterbauch. Anschließend zwei Fingerbreit oberhalb des Schambeins für ebenfalls etwa 30 Sekunden lang sanft drücken. Meist lassen die Schmerzen nach kurzer Zeit nach.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (6)

Zara Q, 14.02.2021 - 16:56 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe ein Ziehen in Unterleib. Kann ich ein Termin bekommen? Mit freundlichen Grüßen Zara Q.

Antwort von Sascha Bade, verfasst am 16.02.2021

Hallo, gerne können Sie einen Termin bekommen. Sie könnenüber den nachfolgenden Link: https://osteoversum.de/Termin-buchen-Osteopathie-in-Hamburg/ einen Termin online buchen. Alternativ sind wir auch telefonisch unter 040688759966 für Sie da. Oder Sie teilen uns Ihre Telefonnummer mit. Dann rufen wir Sie an.

Denise, 09.09.2020 - 21:15 Uhr

Wie sieht es denn langfristig nach der Behandlung aus? Muss die Behandlung wiederholt werden? Falls ja wie oft?

Antwort von Sascha Bade, verfasst am 11.09.2020

Hallo Denise, im ersten Schritt müssen wir herausfinden, was die Ursache für die Menstruationsbeschwerden ist. Wenn wir das wissen, können wir zielgerichtet behandeln. Ich habe die Erfahrung gemacht, ds meist zwischen 2 und 4 Behandlungen ausreichen, um eine deutliche Verbesserung zu erzielen. Dies ist aber individuell und darf bitte nicht als Heilungsversprechen verstanden werden. Zusätzlich gebe ich gerne Hausaufgaben mit. Das beschleunigt einerseits die Behandlung und Du kannst nach Behandlungsabschluss eigenständig weitermachen. Manchmal ist in gewissen Abständen eine Folgebehandlung sinnvoll, dass hängt aber immer von ganz individuellen Faktoren ab. Ich hoffe, deine Fragen konnten beantwortet werden. Schöne Grüße Sascha Bade

Cavanna, 21.05.2020 - 19:34 Uhr

Ich bin froh, dass ich keine Menstruation mehr habe. Meistens waren es Schmerzen im Rücken. Von anderen weiss ich das sie ganz starke Migräne hatten. Mit der Menstruation sind Frauen benachteiligt

Antwort von Sascha Bade, verfasst am 18.06.2020

Da haben Sie recht. Ich stelle auch immer wieder fest,wie viele zusätzliche Symptome Frauen während der Menstruation haben.

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