Krampfader-OP: Wie hoch sind die Risiken und welche Komplikationen können entstehen?

Claudia Galler

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© gbh007 - iStockWelche Risiken und Komplikationen können bei einer Krampfader-OP entstehen? (© gbh007 - iStock)Krampfadern an den Beinen sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch Schmerzen bereiten und im schlimmsten Fall zu Gewebsentzündungen, offenen Wunden und Embolien führen. Zur Entfernung solcher Krampfadern (Varizen) sind verschiedene Operationsverfahren geeignet. Lesen Sie in diesem jameda Gesundheitstipp mehr über Risiken und Komplikationen einer Krampfader-OP.

Operative Eingriffe bei Krampfadern an den Beinen

Krampfadern sind krankhaft erweiterte Venen. Sie entstehen vor allem dort, wo viel Druck auf den Venen lastet, z.B. in den Beinen durch langes Stehen und Sitzen. Zur Entfernung wird die Methode des Venenstrippings eingesetzt. Hier zieht der Arzt die Krampfader über zwei etwa 2 cm lange Schnitte mit einer Sonde heraus. Das umliegende Gewebe verheilt und das Blut fließt über andere Venen zurück zum Herzen.

Wenn die Behandlung mit Laser oder Radiofrequenzstrom durchgeführt wird, wird die Vene nicht entfernt, sondern verklebt. Dazu führt der Arzt über kleine Einschnitte eine Sonde in die Vene ein, die die Gefäßwände durch Erwärmung gezielt verletzt. Die Gefäßwände wachsen zusammen und wandeln sich mit der Zeit in Bindegewebe um. Das Blut wird anschließend über andere Venenäste abtransportiert.

Die operativen Eingriffe bei Krampfadern werden meist unter Vollnarkose durchgeführt. Im Normalfall kann der Patient danach sofort wieder nach Hause gehen. Eingriffe bei Krampfadern sind risikoarm, dennoch können Beschwerden und Komplikationen auftreten.

Blaue Flecken, Schwellung und Druckgefühl

Nach dem Venenstripping können Hämatome, leichte Schwellungen und ein Druckgefühl auftreten, da Gewebe verletzt wird, wenn der Arzt die Vene herauszieht. Im Zuge der Heilung verschwinden diese Begleiterscheinungen.

Nach einer Laser- oder Radiofrequenzstrombehandlung spürt der Patient dagegen fast nichts, da diese Eingriffe besonders gewebeschonend durchgeführt werden. Kleine Narben aufgrund der Einschnitte können bei allen Verfahren sichtbar bleiben.

Können Blutungen auftreten?

Starke Blutungen treten nach einer Venen-OP nicht auf, da nur kleinste Einschnitte gemacht werden. Die Schnitte für die Sonde werden nach dem Eingriff abgedeckt, bei größeren Schnitten kann eine Naht erforderlich sein. Kompressionsverband und Kompressionsstrümpfe sorgen u. a. dafür, dass sich offene Wunden schließen und innen liegendes Gewebe heilt.

Infektion und Wundheilungsstörungen

Infektionen und Wundheilungsstörungen treten nach einem Venen-Eingriff im Allgemeinen nicht auf. Der Arzt prüft bei der Nachsorge den Heilungsprozess. Raucher und Diabetiker sollten hier besonders aufmerksam sein, da bei ihnen die Wundheilung verzögert ist.

Wie hoch ist die Thrombosegefahr?

Nach einem größeren chirurgischen Eingriff besteht die Gefahr der Thrombosebildung, da die Blutgerinnung erhöht ist und die verordnete Bettruhe den Blutfluss verlangsamt. Nach einer Venen-OP dagegen ist das Thrombose-Risiko nur minimal erhöht, da der Eingriff klein ist und der Patient nicht im Bett liegen soll. Moderate Bewegung sowie Fuß- und Beingymnastik sind explizit empfohlen. Zudem trägt der Patient Kompressionsverbände oder -strümpfe, die den Blutabtransport in den Venen fördern. Regelmäßiges Hochlagern der Beine verhindert außerdem Stauungen.

Wer anlagebedingt zu einer verstärkten Blutgerinnung neigt, wird vom Arzt mit einer speziellen Thromboseprophylaxe versorgt. Treten nach dem Eingriff jedoch starke Schmerzen auf, kann das auf eine Durchblutungsstörung hinweisen, die unverzüglich ärztlich behandelt werden muss.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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