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Scheidenstraffung: Ablauf, Risiken & Nachbehandlung

Dr. Hirsch

von
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© vladimirfloydEine Scheidenstraffung kann erheblich zum Wohlbefinden beitragen. (© vladimirfloyd)Eine lustvolle und erfüllte Sexualität ist ein wichtiger Faktor für ein harmonisches Zusammenleben in einer Partnerschaft.

Mit der Zeit kann die Scheide an Spannung verlieren

Durch Alterungsvorgänge und auch hauptsächlich durch Geburten können das Scheidengewebe und die Scheidenumgebung gedehnt werden und die Elastizität nachlassen.

Bei vielen Frauen, die von einem Elastizitätsverlust der Scheide betroffen sind, ist das sexuelle Stimulationsvermögen abgeschwächt. Durch die reduzierte Empfindsamkeit kann das Sexualleben beeinträchtigt sein und es können Partnerschaftsprobleme entstehen.

Soll eine operative Korrektur erfolgen, wird durch die gynäkologische Voruntersuchung das Ausmaß des Elastizitätsverlustes der Scheide und das der sie umgebenden Muskulatur bestimmt und der Operationsumfang geplant.

So läuft die Operation ab

Die Scheidenstraffung (auch: "Scheidenverengung" oder "hintere Scheiden-Damm-Plastik") beginnt mit der oberflächlichen Entfernung von Anteilen der Scheidenhaut im unteren Anteil der Scheide. Danach werden Nischen präpariert, die einen Zugang zur Beckenbodenmuskulatur, die die Scheide umgibt, ermöglichen.

Wichtig bei der Scheidenstraffung ist nicht die Verengung der Scheide durch Entfernung von Scheidenhaut, sondern die Verengung durch die Straffung der Muskulatur (Beckenbodenmuskulatur) und des Bindegewebes, das die Scheide umgibt.

Durch diesen Operationsschritt wird der untere Anteil der Scheide verengt, mit einem spürbaren und andauernden Ergebnis. Das Nahtmaterial ist selbstauflösend. Es müssen keine Fäden gezogen werden. Für die Scheidenstraffung ist immer eine Vollnarkose erforderlich. Die Operation dauert ca. 45-60 Minuten.

Was passiert nach der Behandlung?

Da die Strukturen des Beckenbodens deutlich verändert werden, treten nach der Operation Schmerzen in dem Bereich auf, die durch Schmerztabletten immer gut behandelt werden können. Einige Tage nach dem ambulanten Eingriff sollte sich die Patientin etwas schonen und schweres Heben und Tragen vermeiden.

Die Heilung dauert ungefähr sechs Wochen. Nach dieser Zeit treten normalerweise keine Schmerzen mehr auf und sportliche Betätigung und Sex ist wieder möglich. Dieser ist bei normaler Wundheilung deutlicher spürbar und erfüllender.

Mit welchen Risiken muss ich rechnen?

Wird die Scheidenverengung von einem spezialisierten Operateur durchgeführt, sind Komplikationen sehr selten. Es können selten leichte oberflächliche Wundheilungsstörungen der Haut auftreten, die aber einfach behandelbar sind. Auch die möglichen Schmerzen lassen sich durch Tabletten gut beheben.

Fazit

Die korrekt operierte Scheidenstraffung ist also eine Operationsmethode, mit der eine deutlich spürbare und anhaltende Verbesserung der Elastizität der Scheide und des Scheideneingangs erreicht werden kann. Dadurch wird das Lustempfinden stark gesteigert und ein befriedigendes Sexualleben ermöglicht.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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