Regeln Sie Ihre Regel - Starke Monatsblutungen können behandelt werden

Dr. Bogesits-Aufschneider

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© ©Adam Borkowski-Fotolia© ©Adam Borkowski-FotoliaFür die meisten Frauen sind Menstruationsblutungen einfach eine Tatsache, die zu ihrem Leben gehört. Wenn Sie jedoch unter sehr starken und schmerzhaften Menstruationsblutungen leiden, ist dabei möglicherweise überhaupt nichts einfach. Betroffene Frauen haben so einen starken Blutverlust, dass sie Termine extra um die Periode herum planen, nicht aus dem Haus gehen und müde und schlapp sind bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Die gute Nachricht ist, dass es wirksame Behandlungsmethoden gibt.

Welche Symptome treten bei ungewöhnlichen Blutungen auf?

  • Blutungen, die Ihre normalen Aktivitäten oder Ihre normale Lebensweise beeinträchtigen und zu Angst vor peinlichen Zwischenfällen führt
  • Perioden, die länger als 7 Tage dauern
  • Blutungen, bei denen mehrere Stunden hintereinander einmal oder mehrmals stündlich der Tampon/die Binde gewechselt werden muss
  • Menstruationsblutungen mit großen Blutgerinnseln
  • Müdigkeit oder Atemnot bis hin zur Ohnmacht (die Symptome einer Anämie durch den Blutverlust)

Sofern Tumore, Myome oder ähnliches als Ursache für die Blutungsstörungen ausgeschlossen wurden, kann über eine passende Therapie beraten werden. Leider wird viel zu häufig gleich eine Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) durchgeführt, obwohl es hier eine einfache und sanfte Möglichkeit der Behandlung gibt.

Die thermische Endometriumablation – Verödung der Gebärmutterschleimhaut

Mit dieser Methode wird die Gebärmutterschleimhaut durch Wärmeeinwirkung verödet. Die Wärmeübertragung erfolgt durch einen elastischen Ballon, der in die Gebärmutter eingeführt wird. Diese Methode erfordert keinen Schnitt, dauert nur 10 Minuten und Sie haben danach keine längere Schonzeit. Eine leichte Narkose ist aber notwendig. Mehr als 700.000 Frauen weltweit wurden bereits mit sehr guten Ergebnissen behandelt. Bei etwa 80-95 % der Frauen konnte eine dauerhafte Reduzierung der Blutungen erreicht werden. 96% der Frauen sind mit dem Ergebnis zufrieden oder sehr zufrieden.

Alle Eingriffe und Narkosen sind mit Risiken verbunden, doch diese ebenso einfache wie effektive Methode bietet Ihnen die Chance, Ihr Leben wieder unabhängig von Ihren Tagen zu führen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (7)


29.08.2014 - 15:10 Uhr

Hallo, vielen Dank für die schnelle Antwort....

von Jamie

... Ich bin 29 Jahre alt. Hormone nehme ich nicht, da ich eine Thromboseneigung habe. Untersucht worden bin ich überhaupt nicht. War bei 2 Frauenärztinnen, aber keine von Ihnen hielt es für Notwendig. Ich habe ein 8 Jähriges Kind, das wurde spontan geboren. Nach der Geburt verlief meine Periode aber wieder ganz normal. Einen Partner hatte ich seitdem auch nicht mehr. Ansonsten geht es mir immer gut. Da mir die Hömoopatischen Mittel auch nichts gebracht haben, was bleibt mir da jetzt noch? Ich war am überlegen ob mir die Endometriumablation wohl helfen würde?

Dr. Bogesits-Aufschneider

Antwort vom Autor am 31.08.2014
Dr. med. Rodolfo Bogesits-Aufschneider

Hallo Jamie! Deine Beschwerden könnten z.B. auch durch Wucherungen in der Schleimhaut oder im Muskelgewebe der Gebärmutterwand verursacht werden. Zunächst sollte mal eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, um zu sehen ob in der Gebärmutter krankhafte Veränderungen nachzuweisen sind. Zudem sollte auch eine Blutanalyse durchgeführt werden, um zu sehen ob ein Eisenmangel vorliegt. Um einer Blutarmut vorzubeugen empfehlen wir eisenreiche Nahrungsmittel wie Fleisch, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse und Vollkornbrot. Viele Frauen versuchen die Beschwerden auch mit bestimmten Entspannungstechniken oder Yoga in den Griff zu bekommen. Wenn die Periode auch mit Schmerzen begleitet wird, kann man Ibuprofen oder Diclofenac einnehmen. Das lindert die Schmerzen und Krämpfe.

28.08.2014 - 10:25 Uhr

Hallo, seit September 2013 hat sich meine Periode...

von Jamie

... verändert. Die Blutung ist stärker und länger als vorher. Ich fühle mich während der Periode krank. Schlapp und total ausgelaugt. Habe sehr häufig nach Ende der Blutung schon wieder Unterleibschmerzen. Während der Periode auch, und das hält nach Ende der Blutung mindestens noch 4 Tage an. Bin ein absoluter Bauchschläfer während der Zeit nicht möglich. Da ich bei 2 Frauenärztinnen schon war, und dort keine Hilfe bekommen habe, habe ich mir Hömoopatische Mittelchen geholt. Kein ERFOLG. Was kann ich noch tun??

Dr. Bogesits-Aufschneider

Antwort vom Autor am 28.08.2014
Dr. med. Rodolfo Bogesits-Aufschneider

Hallo Jamie! Erstmal wäre es gut zu wissen, wie alt du bist und ob du im Moment Hormone zu dir nimmst? Welche Untersuchungen wurden wegen der Beschwerden denn bereits durchgeführt? Ultraschall? Hormontest? Operative Therapie? Eine starke Regeblutung kann viele Ursachen haben z.B. Blutgerinnungsstörungen, Herz-, Nieren-, Schilddrüsen- oder Leberkrankheiten. Deine genannten Beschwerden könnten ebenso auch aufgrund einer Endometriose (gutartige Gewebewucherung der Gebärmutterschleimhaut) entstehen. MFG

02.06.2014 - 15:50 Uhr

hallo,hiermit möchte ich mitteilen,dass meiner...

von mrabeti

... frau während der schwangerschaft,drei mal betäubung gemacht wurde im zwei wochen für zwei zähne ausziehn, emfehlen sie mir kann die schwangerschaft das betäubung benutzen oder nicht. vielen dank im voraus

18.03.2014 - 09:05 Uhr

Ich bin jetzt 23,seit ich 15 bin, habe ich...

von Miah

... schmerzhafte Monatsblutungen mit sehr viel Blutverlusst. Aber vor 2Monaten war das schlimmste, ich bin unter der Dusche ohnmächtig geworden. Die Schmerzen werden schlimmer...In allen den Jahren wurden so viele Untersuchungen bei verschiedenen Ärzten gemacht. Keine Lösung bis heute. Ich weiß nur, bei meine Mutter war es genau so bis bei ihr mit 45 eine Hysterectomie durchgeführt wurde. Ich bin jetzt ehrlich gesagt müde ständig zum Arzt zu gehen und die geben nur schmerzmittel weil die nicht genau wissen was ich habe. Beim Ultraschall wurde immer etwas anderes gesehen...mal ein foetus sagte einer obwohl ich damals noch jungfrau war, für eine zweite war es eine Zyste, die dritte sieht da nichts...für die vierte: mein Gebährmutter sei schief und deswegen solche Schmerzen...so viel spekuliert. Ein Arzt hat sogar gesagt es wird besser nach dem ersten Geschlechtsverkehr, jetzt bin ich sexuelle aktiv seit 2Jahren und es wurde nur schlimmer. Sogar die sexuellen Akte sind immer so unangenehm und oft tuts weh. Oft habe ich Schweissausbruch und Hitzgefühle. So schlimm, dass ich bei Minusgraden draußen mit kurzen Ärmeln laufen muss. Warum das ganze?Habe ich vielleicht eine Hormon-Störung? Würde es helfen wenn ich die Pille nehme?Vielen Dank. Mfg

Dr. Bogesits-Aufschneider

Antwort vom Autor am 20.03.2014
Dr. med. Rodolfo Bogesits-Aufschneider

Hallo Miah! Meist kommt es bei Frauen zwischen 35 und 50 Jahren zu einer verstärkten Regelblutung, da sich in dem Alter der Hormonhaushalt verändert, aber auch jüngere Frauen können unter verstärkter Regelblutung leiden. Nicht nur Hormonstörungen können die Ursache dafür sein, sondern auch Blutgerinnungsstörungen, Herz-, Nieren-, Schilddrüsen- oder Leberkrankheiten. Es gibt Möglichkeiten den Hormonhaushalt mithilfe von Verhütungsmitteln wieder in den Griff zu bekommen. Eine Möglichkeit wäre einen Ovulationshemmer über ca. 3 Monate im Langzeitzyklus einzunehmen. Die Blutung fällt dann i.d.R. deutlich schwächer aus. Oder man versucht es mit Einnahme einer Gelbkörperhormonpille ohne Östrogene. Hier kann es jedoch zu unerwünschten Dauerschmierblutungen kommen. Deine genannten Beschwerden könnten auch aufgrund einer Endometriose (gutartige Gewebewucherung der Gebärmutterschleimhaut) entstehen. Um solche Endometrioseherde nachzuweisen zu können, müsste man eine operative Therapie mittels diagn. Laparoskopie (Bauchspiegelung) in Erwägung ziehen. Mfg

12.01.2014 - 22:25 Uhr

Ich habe immer sehr stark meine Periode und auch...

von Angel

... eine Woche länger wie normal ; dadurch habe ich verstärkten Eisenmangel , bitte um Info Danke Gruss Angel PS: kann man danach wieder arbeiten gehen?

Dr. Bogesits-Aufschneider

Antwort vom Autor am 13.01.2014
Dr. med. Rodolfo Bogesits-Aufschneider

Hallo Angel, gerade wenn schon ein Eisenmangel vorhanden ist sollte reagiert werden. Welche Therapie für Sie die beste ist muss nach einer Untersuchung und einem Gespräch entschieden werden. Sofern keine Myome oder ähnliches vorhanden sind könnte die Endometriumablation sehr sinnvoll für Sie sein. Da die Ablation in Narkose erfolgt, sollten Sie sich danach ein paar Tage schonen. LG

25.08.2013 - 19:17 Uhr

Die Idee an sich ist ja nicht schlecht, allerdings...

von Ina

... hätte ich die Befürchtung, das es dann zu Schwierigkeiten kommen könnte, wenn doch nochmal ein Kinderwunsch besteht. Ich leide seid Jahren unter meiner starken Blutung, aber bisher hat noch nie ein Arzt etwas dagegen gemacht! Ich bin jetzt bei einem Professor neu in Behandlung und habe die Hoffnung, dass er mir helfen kann! Es muß doch auch noch eine andere Möglichkeit geben, als die, das Gewebe in der Gebärmutter zu veröden und eine komplett Entfernung kommt für mich nur im absoluten Notfall in Frage!

06.08.2013 - 10:38 Uhr

Ist eine Frau nach einer thermischen...

von Lana

... Endometriumablation noch gebärfähig bzw wird diese Methode überhaupt auch bei jungen Frauen angewendet? MfG

Dr. Bogesits-Aufschneider

Antwort vom Autor am 06.08.2013
Dr. med. Rodolfo Bogesits-Aufschneider

Hallo Lana, die Endometriumablation sollte nur durchgeführt werden, wenn der Kinderwunsch abgeschlossen ist. Nach der Therapie ist eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen, daher sind aber verhütende Maßnahmen noch erforderlich. LG Dr. Bogesits


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