Wechseljahre (Menopause): Symptome und was man dagegen tun kann

Welche Symptome können zu Beginn der Wechseljahre auftreten? (© Picture-Factory - fotolia)

Die Menopause ist ein natürlicher, biologischer Prozess. Sie ist definiert als das permanente Ausbleiben der Menstruation als Folge eines Verlustes der Hormonbildung durch die Eierstöcke.

Wann tritt die Menopause ein?

Sie tritt spontan (natürliche Menopause) oder iatrogen (induzierte Menopause) als Folge von Operation, Strahlen-, Chemo- oder antiöstrogener Hormontherapie ein. Man spricht von einer natürlichen Menopause, wenn während 12 Monaten keine Regelblutung mehr stattfand und es dafür auch keinen anderen offensichtlichen Grund gibt. Von "vorzeitiger Menopause" (Klimakterium praecox) spricht man, wenn die letzte Menstruation vor dem 40. Lebensjahr eintritt.

Es existiert kein adäquater unabhängiger Marker für die Menopause. Sie kann nicht im Voraus bestimmt werden. In den westlichen Ländern tritt die Menopause durchschnittlich im Alter von 51,4 Jahren ein. Trotz einer ansteigenden Lebenserwartung hat sich der Zeitpunkt der natürlich eintretenden Menopause in den letzten Jahrhunderten nicht wesentlich verändert.

Welche Symptome können mit der Menopause auftreten?

Die meisten Symptome, die während der Perimenopause mit wechselnder Intensität auftreten, sind nur vorübergehend. Die erloschene Eierstockfunktion mit konsekutivem Hormonmangel kann jedoch unbehandelt langfristige Konsequenzen mit Krankheitswert nach sich ziehen: Das Risiko für Osteoporose und Herzgefäßerkrankungen ist in der (Post-)Menopause erhöht.

Zu den wichtigsten akuten und chronischen Begleiterscheinungen der Peri- und frühen Postmenopause zählen

Ein Großteil der beschriebenen Symptome kann mit einer Hormontherapie positiv beeinflusst werden. Mit einer Hormontherapie sind jedoch auch relativ kurzfristig einsetzende Nebenwirkungen und langfristige Risiken assoziiert.

Zu den kurzfristig beginnenden Nebenwirkungen zählen z. B.

  • Blutungsstörung
  • Brust- und Kopfschmerzen
  • Müdigkeit und Stimmungsschwankungen.

Zu den langfristigen Risiken zählen ein mittelmäßiges Risiko für Brustkrebs sowie ein etwas höheres Risiko für eine Thrombose oder daraus folgende Embolie.

Wie können Beschwerden der Menopause behandelt werden?

Für die Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden werden die verschiedenen Behandlungsmethoden (z. B. durch konventionelle Hormontherapie, pflanzliche Präparate etc.) erklärt und eine individuell angepasste Therapie empfohlen.

Ausführliche Beratung zur Hormonsubstitution und deren Alternativen vor allem in bestimmten Risikosituationen (z. B. bei vorbestehender Tumor- oder Herz-Gefäß-Erkrankung) erhalten Sie bei Ihrem behandelnden Arzt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (5)

Silke, 15.02.2021 - 12:46 Uhr

Hallo, ich bin 55 Jahre und habe seit Dezember 2019 andauernde Halsschmerzen, lt. HNO-Arzt ist alles ok. Hängt die Ursache eventuell mit den Wechseljahren zusammen? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank.

Silke, 16.09.2020 - 13:21 Uhr

Hallo, ich bin fast 55 Jahre alt und mich plagen immer noch die Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Übelkeit und Stimmungsschwankungen., Rückenschmerzen. Ich gehe regelmäßig spazieren pro Tag 2 Stunden wenn es die Zeit erlaubt, was kann ich noch tun...das ich mich besser fühle. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Antwort von Dr. med. Farzaneh Badbanchi, verfasst am 18.09.2020

Es ist schwierig ohne eine Richtige Anamnese und Untersuchung eine Diagnose zu stellen aber die Symptome können durch Progesteron- Mangel sein. Eine Hormonstatus kann eventuell hier weiter helfen. Viele Grüße

Gudrun, 12.08.2020 - 08:59 Uhr

Hallo ich bin 52 Jahre und warte auf die Menopause. Nun hatte ich aber statt weniger schon mehrmals sehr starke Blutungen...auch momentan. Ich muss (spätestens) im zweistündigen Rhythmus meine MenoTasse leeren - und das nun schon ununterbrochen vier Wochen lang!!! Das ist ziemlich belastend - sind das normale Auswirkungen der Wechseljahre und/oder wie kann ich den Prozess optimieren, ohne Hormone einzunehmen? Vielen Dank für Ihre Antwort

Lisette J., 06.07.2020 - 17:12 Uhr

Ich habe fürchterliche Hitzewallungen

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