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Wie sich die Beiträge für Krankenkasse und Rentenversicherung 2017 ändern

SBK Siemens-Betriebskrankenkasse

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© fotolia-125530424-Marco28112017 gibt es wieder einige Änderungen (© fotolia-125530424-Marco2811)Auch zum 1. Januar 2017 ändern sich wieder wichtige Rechengrößen rund um Krankenkasse, Rentenversicherung & Co. Hier finden Sie die wichtigsten Änderungen im Überblick:


Beitragsbemessungsgrenzen

Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steigt auf 4.350 Euro im Monat (52.200 Euro jährlich). Das heißt, Sie zahlen Ihren Beitrag maximal bis zu einem Einkommen in dieser Höhe, wenn Sie mehr verdienen, zahlen Sie keinen höheren Krankenkassenbeitrag. Die Grenze in der Kranken- und Pflegeversicherung gilt bundeseinheitlich. In der allgemeinen Renten- und in der Arbeitslosenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze 2017 monatlich auf 6.350 EUR in den alten Bundesländern und auf 5.700 EUR in den neuen Bundesländern.


Anhebung der steuerlichen Freibeträge

Vorgesehen ist, den steuerlichen Grundfreibetrag in zwei Schritten um 168 Euro (2017) und um weitere 180 Euro auf 9.000 EUR (2018) anzuheben. Der Kinderfreibetrag soll um 108 Euro (2017) und um weitere 72 Euro auf 4.788 EUR (2018) steigen. Gleichzeitig soll das Kindergeld sowohl 2017 als auch 2018 jeweils um 2 Euro monatlich je Kind angehoben werden. Der Kinderzuschlag wird zum 1. Januar 2017 um 10 Euro auf monatlich 170 Euro je Kind erhöht.

Darüber hinaus plant die Bundesregierung, zum Ausgleich der „kalten Progression“ die übrigen Tarifeckwerte in den Jahren 2017 beziehungsweise 2018 um die erwartete Inflationsrate des jeweiligen Jahres anzupassen.


Beitrag zur Pflegeversicherung

Zum 1. Januar 2017 tritt der zweite Teil einer umfassenden Pflegereform in Kraft. Die wichtigsten Neuerungen sind ein neuer Pflegebegriff und ein neues Begutachtungsverfahren. Mit dem neuen Pflegebegriff erhalten erstmals alle Pflegebedürftigen einen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Gesetzlichen Pflegeversicherung, unabhängig davon, ob sie von körperlichen oder psychischen Einschränkungen betroffen sind.

© Siemens Betriebskrankenkasse Die Änderungen für 2017 im Überblick (© Siemens Betriebskrankenkasse )Durch den erweiterten Personenkreis werden die Kosten der Pflegeversicherung steigen. Um dies zu finanzieren, wird der Beitragssatz zum Jahreswechsel angepasst: Er steigt um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen auch die Beitragslast paritätisch, also je zur Hälfte. Für kinderlose Versicherte steigt der Beitragssatz auf 2,8 Prozent, wovon 1,525 Prozent auf den Arbeitnehmer entfallen.


Beitrag zur Krankenversicherung

Der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bleibt 2017 stabil bei 14,6 Prozent. Krankenkassen können außerdem einen kassenindividuellen Zusatzbeitrag erheben. Dieser ist einkommensabhängig und wird als Prozentsatz der beitragspflichtigen Einnahmen erhoben. Ihn zahlt nur der Arbeitnehmer. Jede Krankenkasse legt ihren Beitragssatz selbst in der Satzung fest. Im Durchschnitt beträgt er 1,1 Prozent - die selbe Höhe wie im Vorjahr.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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