Das jameda-Interview: 9 Fragen an Frau Urmersbachinfo_plain_20gr

© Urmersbach

Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Frau Urmersbach interessante Fragen zu ihren Erfahrungen als Allgemeinmedizinerin.

jameda: Frau Urmersbach, was hat Sie motiviert, Allgemeinmedizinerin zu werden?

Frau Urmersbach: Mein Wunsch Menschen zu Gesundheit, Wohlbefinden und Zufriedenheit zu verhelfen.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Frau Urmersbach: Meine größte Freude ist das Lächeln der Gesichter meiner erfolgreich behandelten Patienten.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Frau Urmersbach: Vorurteilen begegne ich in meiner Praxis selten. Das, was ich wahrnehme, sind Ängste und Unsicherheiten.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen?

Frau Urmersbach: Ich nehme mir die Zeit, die medizinischen Zusammenhänge verständlich zu erläutern und binde den Patienten in die Therapie ein.

Rückblickend erscheint jedem Menschen die Zeit nach Erreichen des gewünschten Zieles als nicht mehr relevant. Daher rate ich jedem Patienten, sich das Ziel vor Augen zu halten und motiviere ihn, den erarbeiteten Therapieplan mit Geduld umzusetzen.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Frau Urmersbach: Zuerst erfrage ich die möglichen Beweggründe. Dann gibt es viele Wege, z.B. die Möglichkeit des Patientengesprächs oder konsiliarisches Hinzuziehen eines Kollegen. Aber im Vordergrund steht die Heilung des Patienten. Dafür kämpfe ich.

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jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Frau Urmersbach: Ich glaube, man muss die medizinische Klassengesellschaft abschaffen und auch die unterschiedlichen schulmedizinischen Leitlinien u.a. auch mit Alternativmedizin (Homöopathie), Psychotherapie und ästhetischer Medizin für jeden Patienten offen gestalten.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Frau Urmersbach: Meines Erachtens ist das Erkennen von Grenzen bei Ärzten ausbaufähig. Leider stelle ich viel zu häufig fest, dass Versprechen gemacht werden werden, die nicht realistisch sind. Das wiederum erzeugt Erwartungen und letztlich leider zu oft Enttäuschungen und Frustration.

 

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapieverfahren oder Gerätschaften, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Frau Urmersbach: Durch neuen Therapieverfahren ist es mir möglich, z.B. statt einem operativem Facelifting ein konservatives Facelifting durchzuführen (z.B. durch Hyaluronsäure). Mit der Kryolipolyse statt einer Liposuction helfe ich Menschen zur Formung ihres Körpers. Durch Mesotherapie kann der Haarwuchs wieder ermöglicht werden (bei richtiger Indikationsstellung), wo vorher nur Haartransplantationen Erfolg versprechend waren.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Frau Urmersbach: Betrachten Sie Ihren Körper als das, was er ist: ein kostbares, wertvolles Gut, dass Sie hegen und pflegen sollten, damit Sie die unersetzliche Grundlage für ein glückliches Leben so lange wie möglich behalten können.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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