Das jameda-Interview: 10 Fragen an Herrn Dr. Danny Couckuyt

Dr. Couckuyt

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© CouckuytHerr Dr. Couckuyt ist Arzt in Werne. (© Couckuyt)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. Couckuyt interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Arzt.

jameda: Herr Dr. Couckuyt, was hat Sie motiviert, Arzt zu werden?

Herr Dr. Couckuyt: Für mich gibt es keinen schöneren Beruf als den des Arztes. Man kann anderen Menschen helfen und dabei selbst Erfüllung finden. Die Dankbarkeit der Patienten motiviert mich jeden Tag erneut dazu, mir alle Mühe zu geben. Stets gibt es neue Herausforderungen und dadurch bleibt die Arbeit spannend.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Herr Dr. Couckuyt: Ich liebe es, Erkrankungen zu behandeln, bei denen die Diagnose nicht sofort deutlich ist. Oft ist der Patient verzweifelt und glaubt selbst nicht mehr an eine Heilung. Wie ein Ermittler versuche ich dann alle Stücke des Puzzles zusammenzulegen. Manchmal stoße ich dabei an die Grenzen meiner Kenntnisse. Dann verpflichte ich mich, sie durch Selbststudien zu erweitern.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Herr Dr. Couckuyt: Vorurteilen begegnen wir eher selten, weil wir den Patienten schon im Vorfeld darüber informieren, dass wir eine rein privatärztliche Praxis sind.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen?

Herr Dr. Couckuyt: Ängste vor dem Unbekannten verstärken oft den Leidensdruck. Je besser der Patient aufgeklärt ist, desto mehr Ansporn hat er durchzuhalten. Von der ersten krankhaften Zelle bis zu dem Moment, in dem sich die Erkrankung äußert, vergehen oft Jahre. Der Patient soll seine Therapie daher immer in einem größeren Zeitrahmen sehen. Dabei sollte man jeden Fortschritt, so klein er auch sein mag, besonders betonen.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Herr Dr. Couckuyt: In der Medizin dreht sich alles um die Kommunikation. Nach ausführlicher Beratung wird in Zusammenarbeit mit dem Patienten ein Therapieplan erstellt. Dadurch, dass der Patient aktiv in diesen Prozess mit einbezogen wird, ist das Risiko eher gering, dass er ihn nicht befolgt. Passiert es trotzdem, ist es wichtig, dass man gemeinsam den Grund klärt.

© CouckuytHerr Dr. Couckuyt praktiziert im Zentrum für Naturheilkunde (© Couckuyt)jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als erstes tun?

Herr Dr. Couckuyt: Der Mensch soll wieder im Mittelpunkt stehen. Jeder Patient ist einzigartig und hat ein Recht auf die beste Therapie. Also Schluss mit der Massenabfertigung! Freie Arztwahl für jeden Patienten und freie Therapiewahl für jeden Arzt.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Herr Dr. Couckuyt: Man darf als Arzt niemals die Basis aus den Augen verlieren. Ein ärztliches Gespräch oder eine Körperuntersuchung lassen sich nicht durch ein Gerät ersetzen!

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapieverfahren oder Gerätschaften, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Herr Dr. Couckuyt: In unserer Praxis setzen wir auf Untersuchungen mit den modernsten Geräten und innovativsten Laboranalysen. Sie bieten die Möglichkeit, die fehlerhaften biochemischen Prozesse im Körper zu inventarisieren und ihre Verbindungen zu analysieren. Man bekommt also Auskunft darüber, wieso eine Erkrankung überhaupt entstanden ist. Auch für die Therapiewahl sind diese Kenntnisse entscheidend. Wenn möglich, bevorzugen wir eine naturheilkundliche oder ganzheitliche Therapie.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?

Herr Dr. Couckuyt: Im Praxisalltag gibt es dauernd positive Erlebnisse. Sie machen den Anreiz aus, jeden Tag wieder sein Bestes zu geben.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Dr. Couckuyt: Die eigene Verantwortung ist mehr als je zuvor gefordert. Würde man seinen negativen Stress reduzieren, sich gesünder ernähren und mehr bewegen, könnte man einen Großteil seiner Tabletten absetzen.

Zur Person

Nach dem Studium und der anschließenden Ausbildung in der Allgemeinmedizin hat sich Dr. Couckuyt als Hausarzt niedergelassen. Weil er von der Symptombehandlung der Schulmedizin überhaupt nicht begeistert war, hat er die ganzheitliche Medizin zur seiner Leidenschaft gemacht. Vor allem der Fakt, dass im Ausland viele ganzheitliche Therapien auch von der Schulmedizin verwendet werden, hat ihn noch mehr überzeugt. Gerne denkt er auch mal quer und geht neue Wege. Mittlerweile hat er in vielen Bereichen der ganzheitlichen Medizin eigene Therapieansätze entwickelt.

Zur Praxis

In seiner Privatpraxis in Werne bietet Dr. Couckuyt zusammen mit seinem freundlichen und motivierten Team eine breite Palette von ganzheitlichen Untersuchungen und Therapien an. Sein Fokus liegt dabei auf dem Analysieren und Behandeln fehlerhafter biochemischer Prozesse im Körper, die den Grund der Erkrankung darstellen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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