Das jameda-Interview: 8 Fragen an Herrn Dr. med. Helge Jany

Dr. Jany

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© JanyHerr Dr. Jany praktiziert als Internist in Querfurt. (© Jany)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. med. Helge Jany interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Internist.

jameda: Herr Dr. Jany, was hat Sie motiviert, Arzt zu werden und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden?

Herr Dr. Jany: Die Innere Medizin hat mich schon immer fasziniert: Menschen als „Ganzes“ zu untersuchen, mit Hilfe von tollen technischen Möglichkeiten (Sonographie, Endoskopie, radiologisch...) und der modernen Labordiagnostik, die Symptome und Krankheiten zu verstehen, um den Patienten zu helfen, wieder gesund werden zu können.

Es ist ein großer Unterschied, ob ich die Krankheiten der Menschen behandele (das macht die Schulmedizin) oder Sie begleite, wieder gesund zu werden (das machen die Selbstheilungskräfte im Menschen und ihre Unterstützung durch die Naturheilkunde). Beides miteinander zu verbinden, ist die beste Medizin.

jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt und was macht diesen so besonders?

Herr Dr. Jany: Ich habe vor 45 Jahren meine medizinische Ausbildung begonnen und wende seit 30 Jahren viele verschiedene naturheilkundliche Verfahren an. Ich schätze mein Fachwissen aus der Inneren Medizin sehr und kombiniere es sinnvoll mit naturheilkundlichen Behandlungskonzepten.

So können die Patienten mithelfen, wieder gesund zu werden. Auch eine Kinderwunschbehandlung kann auf diese natürliche Art unterstützt werden. Kassenärztlich sind meine Tätigkeitsschwerpunkte die Darmkrebsfrüherkennung und die Magen-Darm-Diagnostik. 

jameda: Gibt es im medizinischen Bereich ein Vorbild, das Ihre Laufbahn besonders geprägt hat?

Herr Dr. Jany: Der Meister der internistischen Differentialdiagnostik war für mich Prof. Siegenthaler aus dem Kantonsspital in Zürich. Ich durfte sechs Wochen bei ihm arbeiten und habe seine Bücher geradeweg „verschlungen“.

Ein weiteres Vorbild ist für mich Uwe Albrecht. Er ist Arzt in der Nähe von Berlin und entwickelt seit über 25 Jahre ein eigenes frequenzbasiertes Diagnostik- und Behandlungskonzept (Innerwise), das ein ganz neues Verstehen von Gesundheit und Krankheit ermöglicht und die Entfaltung der Persönlichkeit unterstützt.

jameda: Wo sehen Sie in Ihrem Fachgebiet die größten Herausforderungen für die Zukunft?

Herr Dr. Jany: Es gibt 1.000 Bücher über Ernährung, aber wer ernährt sich richtig? Die Mediziner sind es meistens auch nicht. Viele verschiedene Arten von „Vergiftungen“ beeinflussen unsere Gesundheit nachhaltig (TV, Pflanzenschutzmittel, Wachstumsbeschleuniger, Elektrosmog, Medikamente, Schwermetalle, Lärm…), ohne dass wir sie einfach abstellen können.

Es gibt keine Plan zur Stressbewältigung. Die Schulmedizin hat hier leider auch keine Patentrezepte, deshalb brauchen wir die Rückbesinnung auf die natürlichen Heilweisen.

jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Patienten besonders geschätzt?

Herr Dr. Jany: So individuell wie die eigene Schuhgröße, der Bauchumfang, die Lieblingsfarbe, unser Fingerabdruck oder die eigene DNA sind, genauso individuell sind die Krankheitsgeschichte und der eigene Heilungsweg. Den finden wir heraus und begleiten unsere Patienten dabei.

jameda: Was schätzen Sie an Ihren Patienten besonders?

Herr Dr. Jany: Ich möchte meine Patienten ermächtigen, die Verantwortung für Ihre eigene Gesundheit wieder selbst zu übernehmen. Unser ganzes Praxisteam hilft Ihnen mit Kompetenz und Erfahrung dabei. Je mehr Freude die Menschen haben, sich selbst Gutes zu tun, desto besser gelingt dies.

jameda: Gibt es ein besonderes Patientenerlebnis, das Sie nie vergessen werden?

Herr Dr. Jany: Es gibt sehr viele dankbare Momente in meinem Berufsleben. Eine Frau bedankte sich für die Behandlung Ihres Mannes, der über die Jahre bereits drei Mal an einem Zwerchfellbruch operiert worden war und weiterhin Beschwerden hatte.

Sie sagte wörtlich: „Vielen Dank, dass Sie mir meinen Mann zurückgegeben haben. Er war ja nur noch ein Schatten seiner selbst und nun ist er wieder ganz der Alte.“ 

© JanyDas Praxisteam um Herrn Dr. Jany. (© Jany)jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Dr. Jany: Ärzte lernen vom 1. Studientag die Krankheiten mit Medikamenten zu behandeln. Das hilft oft, beseitigt aber selten die Ursachen.

Gesundheit liegt in der Verantwortung von jedem selbst und vergeht immer schneller, wenn wir uns heute nicht ausreichend bewegen, das falsche und zu schnell Essen, den Alltagsstress beibehalten und uns körperlich, geistig sowie emotional und ohne Selbstliebe verhalten.

Sie haben die Qualität Ihrer gesundheitlichen Zukunft in der Hand. Wir bekommen sie mit unserem Leben geschenkt, sollten aber selbst dafür wie für ein wichtiges Pflänzchen liebevoll sorgen. 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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