Irisdiagnostik: Was ist das?

Die Iris kann Aufschluss über den Gesundheitszustand geben. (© viktoriagavril - fotolia)

Die Iris, auch Regenbogenhaut genannt, ist ein Teil unseres Auges. Sie ist einmalig, denn jede Iris ist anders und hat 200 Unterscheidungsmerkmale. Man geht aufgrund von Keramik-Augäpfeln im Museum in Kairo davon aus, dass bereits im alten Ägypten die Iris Teil der Diagnostik war. Erste Texte, die bereits auf die Irisdiagnostik Bezug nehmen und noch erhalten sind, stammen aus dem 17. Jahrhundert.

Die moderne Iridologie entstand jedoch erst im 19. Jahrhundert, als ein späterer Arzt namens Peczely eine in seinem Garten gefangene Eule befreien wollte und ihr dabei ein Bein brach. Der Überlieferung nach bemerkte er in ihrer Iris einen dunklen Fleck. Er beobachtete den Fleck, solange er sie pflegte und bemerkte, dass er immer blasser wurde. Das Interesse Peczelys war geweckt.

Diese Geschichte spielte sich in Ungarn ab; aber auch in anderen Ländern wie z.B. in Schweden gab es Pioniere der heutigen Iridologie. Im heutigen Deutschland entwickelte sich die Iridologie Dank Persönlichkeiten wie Pastor Felke, nach dem heute eines der bekanntesten Institute dieses Bereichs benannt ist.


Irisdiagnostik – Was ist das und worüber gibt sie Aufschluss?

Eine Lupe und eine Lichtquelle würden eigentlich für die Irisdiagnostik ausreichen. Dank moderner Geräte der Iridologie können jedoch viel exaktere Aussagen getroffen werden - denn die sogenannten Irismikroskope haben eine sehr detaillierte und hohe Auflösung.

Es werden drei Konstitutionen unterschieden: lymphatisch, hämatogen und der sogenannte Mischtyp. Diese Konstitutionen geben dem Therapeuten erste Hinweise auf bestimmte Veranlagungen des Patienten.

Des Weiteren unterscheidet man Dispositionen und Diathesen, durch deren Hilfe eine noch detailliertere Diagnostik und dadurch eine noch bessere Therapie möglich ist. Die Irisdiagnostik ist heutzutage eine aus der Naturheilkunde nicht wegzudenkende ergänzende Diagnostik.


Wie funktioniert die Irisdiagnostik?

Moderne Geräte ermöglichen exakte Aussagen. (© WavebreakMediaMicro - Fotolia)
Bei der Diagnostik wird die Iris ähnlich wie bei einer Uhr in Minuten oder Stunden aufgeteilt. Diesen Aufteilungen sind Organe zugeordnet. Die Iris zeigt die Veranlagungen eines Menschen - ob sich diese manifestieren und zu einem Krankheitsbild entwickeln, hängt von der Verhaltens- und Lebensweise des Einzelnen ab.

Die Irisdiagnostik wird aber auch für das Erkennen aktiver Erkrankungen und ganz speziell zur Ursachenforschung angewendet. Denn nur durch die Diagnose der richtigen Ursache kann der Behandler die richtige Therapie finden.


Irisdiagnostik und ganzheitliche Medizin

Die Irisdiagnostik steht für das ganzheitliche Betrachten eines Patienten, denn sie analysiert den Zustand der einzelnen Organe und inwiefern sich diese negativ beeinflussen. Aber auch für die Analyse des psychischen Zustands eines Patienten wird die Irisdiagnostik von Heilpraktikern und naturheilkundlich arbeitenden Ärzten herangezogen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass man Dank der Iris zur Diagnose und somit zur Therapie gelangt - hierbei spricht man auch oft vom „Rezept aus dem Auge".


Wichtig

Die Irisdiagnostik ersetzt keine schulmedizinische Diagnostik, sondern versteht sich vielmehr als ergänzende naturheilkundliche Untersuchungsmethode.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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