Palliativmedizin - Sterben ist Leben, Leben vor dem Tod!

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Palliativmedizin, was ist das?© david harding - Fotolia.com© david harding - Fotolia.com

Palliativmedizin ist die ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer voranschreitenden bzw. weit fortgeschrittenen Erkrankung, die nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und mit einer begrenzten Lebenserwartung einhergeht. Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität – also die Wünsche und das Befinden des Patienten – stehen im Vordergrund der Behandlung.
1967 wurde von Cicley Saunders in London das St. Christopher Hospiz gegründet, das die Keimzelle der modernen Palliativmedizin darstellt. Auch die erste deutsche Palliativstation, die 1982 an der Kölner Universitätsklinik entstanden ist, wurde stark vom St. Christopher Hospiz beeinflusst.

Wesentliche Komponenten der Palliativmedizin sind die Kontrolle der Symptome, die psychosoziale

Kompetenz, die Arbeit im Team mit Pflegediensten und anderen Medizinern, die Einbeziehung der Angehörigen sowie die Sterbebegleitung.

„Sterben ist Leben, Leben vor dem Tod“

Das oberste Ziel der Palliativmedizin ist die Erhaltung der Lebenszufriedenheit für den Menschen, wenn keine Heilung mehr möglich ist. Betroffen sind vor allem Tumorpatienten, aber auch Patienten mit Erkrankungen, die fortschreitend und irreversibel zum Tode führen.

Die Palliativmedizin stellt die Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden in den Vordergrund, integriert die psychischen sowie spirituellen Bedürfnisse und bietet ein System der Unterstützung, damit das Leben im letzen Abschnitt noch so aktiv wie möglich gestaltet werden kann.

Die Palliativmedizin bietet auch der Familie während der Erkrankung und in der Trauerphase Hilfe an.

Was können wir tun, um zu helfen?

Patienten in fortgeschrittenen Krankheitsstadien leiden unter Schmerzen, Müdigkeit, Schwäc
he etc. Durch Medikamente, physikalische Maßnahmen und weitere Therapien können wir diese Beschwerden so weit lindern, dass die verbleibende Zeit bis zum Tod nicht nur auf das Leiden beschränkt ist, sondern als lebenswert und bereichernd empfunden wird. Wir beschränken uns dabei nicht nur auf die Behandlung der körperlichen Symptome, sondern nehmen auch die psychologischen, sozialen und spirituellen Probleme der Patienten wahr.

Ganz wichtig ist die Arbeit im Team!

Die umfassende und individuelle Betreuung der Patienten erfordert ein Team, das gut harmoniert. Dies ermöglicht eine fachliche Pflege durch speziell geschulte Pflegekräfte sowie eine professionelle Behandlung eines jeden Patienten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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