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Was sind digitale Medizinprodukte? Leistung & Vorteile von Apps & Co.

IKK Südwest

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©goodluz - fotoliaAuch die Medizin hat beim Einzug in die digitale Welt erstaunliche Fortschritte gemacht. (©goodluz - fotolia)Gesundheits-App, Medizin-App oder Health-App - was sind die Unterschiede? Gesundheits-Apps richten sich an gesunde Nutzer und können mit Themen wie Entspannung und Bewegung einen gesundheitsförderlichen Lebensstil unterstützen. Gesundheits-Apps werden auch als Health-Apps bezeichnet.

Dagegen sollen Medizin-Apps oder Medical-Apps Patienten bei der Bewältigung ihrer Krankheit helfen und sogar für eine schnellere Heilung förderlich sein. Sie können den Erfolg einer Krankenbehandlung sichern bzw. anstreben.

Sowohl Gesundheits-Apps als auch Medizin-Apps können von den jeweiligen Entwicklern als Medizinprodukte in Umlauf gebracht werden, wenn sie verschiedene Kriterien erfüllen, wie z. B.

  • CE-Kennzeichnung
  • Einhaltung der Datenschutzrichtlinie
  • Schulung des Nutzers für den ordnungsgemäßen Gebrauch des digitalen Versorgungsproduktes

Auch Online-Therapieprogramme für Desktop oder Tablet können als Medizinprodukte klassifiziert sein.


Wann kommt für mich die Nutzung einer Medizin-App oder eines Online-Therapieprogramms infrage?

Der Einsatzbereich der Apps oder Online-Therapieprogramme reicht vom Sehtraining bei funktionaler Sehschwäche bei Kindern bis hin zur Bewältigung depressiver Symptome. Die Programme können auch Möglichkeiten aufzeigen, mit Ängsten im Alltag umzugehen oder helfen, Burn-out vorzubeugen. Auch bei RückenschmerzenTinnitus oder Migräne gibt es Hilfen durch entsprechende Medizin-Apps oder Online-Therapieprogramme.


Welche Vorteile haben Medizin-Apps oder Online-Therapieprogramme?

Die Anwendung kann bei einer Erkrankung das gesundheitsförderliche Verhalten stärken. Arztbesuche können durch ein besseres Krankheitsmanagement vermieden oder reduziert werden.

Das Wissen über die eigene Erkrankung wird erweitert und die aktive Teilnahme an der Behandlung gefördert. Dadurch kann der Therapieerfolg erhöht werden. Manche digitalen Anwendungen können auch vom Arzt verordnet werden. Dieser hat dann auch die Möglichkeit, auf die Daten zuzugreifen und den Therapiefortschritt einzusehen.


Was können Medizin-Apps oder Online-Therapieprogramme nicht leisten?

Digitale Medizinprodukte können den Arztbesuch nicht ersetzen, sondern nur ergänzen oder unterstützen. Eine zuverlässige Diagnose stellen und Begleiterkrankungen berücksichtigen kann nur ein Arzt. Zudem können manche Anwendungen erst ab einem Mindestalter in Anspruch genommen werden.


Welche Kosten kommen bei der Nutzung von digitalen Medizinprodukten auf mich zu?

Manche Krankenkassen erstatten nach der Antragsstellung die Kosten für digitale Medizinprodukte. Sie müssen als CE-zertifizierte Medizinprodukte anerkannt sein und den Erfolg einer Krankenbehandlung sichern. Häufig muss die Krankheit auch durch eine ärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden, bevor der Nutzer die App im App Store erwirbt und anwendet.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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