Tinnitus: Selbsttest ermittelt persönliche Belastung

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© Klinge PharmaEin dauerhafter Tinnitus verunsichert viele Betroffene und wirft viele Fragen auf. (© Klinge Pharma)Die meisten Menschen hören mindestens einmal in ihrem Leben kurzzeitig einen Pfeifton, der jedoch meist wieder verschwindet. Bleibt der Ton bestehen, summt, klingelt oder pfeift ein permanenter Tinnitus im Kopf der Betroffenen. Viele von ihnen können den Ton gut in ihr Leben integrieren und fühlen sich kaum beeinträchtigt. Führt das Ohrgeräusch jedoch zu Angst, Stress oder Problemen auf der Arbeit oder beim Schlafen, beeinträchtigt der Tinnitus das gesamte Leben der Patienten.

Doch wie stark ist die Belastung durch den Ton für die Betroffenen? Ein wissenschaftlich fundierter Tinnitus-Selbsttest liefert anhand von 12 Punkten einen Hinweis darauf, welchen Einfluss das Ohrgeräusch auf das Leben nimmt und welche Lebensbereiche besonders stark eingeschränkt sind.

Bei Ohrgeräusch zunächst zum Arzt

Verschwindet der Tinnitus nicht innerhalb kurzer Zeit, gehen Sie am besten zu einem Hals-Nasen-Ohrenarzt. Fragen wie Wann trat der Ton auf? oder Haben Sie weitere Beschwerden? helfen, den Ursprung des Ohrgeräuschs zu finden. Schließt der Arzt organische Ursachen für das Ohrgeräusch aus, unterstützen verschiedene therapeutische Maßnahmen und Entspannungstechniken dabei, den Ton zu verringern: Je frischer der Tinnitus, desto besser stehen die Chancen, dass er sich rasch bessert.

Tinnitus-Test: 12 Punkte bewerten die Belastung

Besteht der Tinnitus weiter, verunsichert er die Betroffenen häufig. Viele machen sich Sorgen, ob das Ohrgeräusch gefährlich ist oder ob sie verrückt werden, da sie etwas wahrnehmen, das andere Menschen in ihrer Umgebung nicht hören. Mit der fehlenden Stille im Kopf erleben viele Patienten, dass sich der Ton in den Mittelpunkt ihres Lebens drängt: Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen, Niedergeschlagenheit oder Angst vor einem Leben mit dem Tinnitus können zu Konzentrationsproblemen oder Überforderung und Gereiztheit führen. Meist drehen sich die Gedanken permanent und ungeordnet um den Ton. Die Sorgen und Ängste sind schwer zu greifen und bilden wie auch der Tinnitus eine innere Geräuschkulisse.

Ein Selbsttest hilft, anhand von 12 Aussagen die Belastung durch den Tinnitus systematisch zu erfassen. Seine unterschiedlichen Aussagen liefern den Patienten Hinweise darauf, wie sie den Ton aktuell empfinden und was sie für die Zukunft fürchten. Tinnitus-Betroffene können die 12 Aussagen anhand der drei Antwortmöglichkeiten stimmt, stimmt teilweise oder stimmt nicht bewerten. Auf diese Weise wird es ihnen möglich, ihre aktuellen Gefühle und Sorgen zum Tinnitus systematisch einzuordnen und festzuhalten.

Fundierte Grundlage für ein Gespräch mit dem Arzt

Der ausgefüllte Test liefert eine erste Einschätzung der persönlichen Tinnitus-Belastung und bietet eine wichtige Grundlage für ein weiteres Gespräch mit dem Arzt. Die Antworten des Patienten zeigen, welche Lebensbereiche besonders eingeschränkt sind. Leidet ein Betroffener vor allem unter Problemen beim Einschlafen oder unter Konzentrationsstörungen, können Entspannungsübungen oder besondere Musik dabei helfen, besser mit dem Ton zu leben. Ist die Vorstellung auf ein restliches Leben mit dem Tinnitus besonders belastend, können Gesprächstherapien Wege aufzeigen, auch mit Ohrgeräusch gut zu leben und wieder innere Ruhe zu finden. Sind Überforderung und Stress Probleme im Zusammenhang mit dem Tinnitus, kann zur Selbsthilfe auch ein Stresstagebuch dabei unterstützen, dem Ohrgeräusch auf die Spur zu kommen. Mit dem Wissen, wo Probleme mit dem Tinnitus bestehen und was Patienten selbst aktiv unternehmen können, kann der Tinnitus an Schrecken verlieren und es fällt Betroffenen leichter, ihn zunehmend zu überhören. 

© Klinge PharmaDie Belastung durch den Tinnitus zu erkennen ist ein erster Schritt zu einem besseren Umgang mit dem Ohrgeräusch. (© Klinge Pharma)

 

  1. Mehr Informationen
  2. Pflichttexte
  3. Stress und Tinnitus

Quelle

Tinnitus-Fragebogen von Goebel und Hiller (© Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG, Göttingen. Nutzung der Kurzfassung mit freundlicher Genehmigung des Hogrefe Verlags.)   

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