Dauerhafte Haarentfernung mit Laser an Gesicht und Körper

Dr. von Bayern - Privatpraxis

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© urope - fotoliaUnangenehmer Haarwuchs und lästiges Rasieren kann sich für viele zur Belastung entwickeln. (© urope - fotolia)Körperbehaarung und besonders deren Beseitigung kann lästig sein. Die meisten Methoden halten die Haut nur wenige Tage glatt, bevor eine erneute Haarentfernung notwendig ist.

Darüber hinaus vertragen viele Menschen Enthaarungscremes nicht oder kämpfen nach dem Zupfen der Härchen mit gereizter Haut oder Rasurpickelchen.

Eine dauerhafte Haarentfernung mittels Laser oder IPL sorgt für langanhaltend glatte Haut – sowohl im Gesicht als auch am Körper.

Dauerhafte Haarentfernung mittels Laser und Blitzlampe (IPL) 

Bei einer Haarentfernung im Gesicht und am Körper kann sowohl mit einer Blitzlampe (IPL) als auch mit dem Laser gearbeitet werden. Dabei unterscheiden sich die beiden Methoden hinsichtlich des Wellenlängenspektrums, das auf die Härchen trifft. Welches Verfahren das Richtige ist, klärt der Dermatologe im Beratungsgespräch.

Bei der dauerhaften Haarentfernung wird die Haarwurzel durch das energiereiche Licht des Lasers bzw. des IPL-Geräts geschädigt. Dabei reagiert vor allem das Melanin in den Haaren auf das Laserlicht bzw. die entstehende Hitze. Infolge der verletzten Haarwurzel wächst das Haar verkümmert und sehr langsam nach.

Im Rahmen der Laserbehandlung bzw. der Behandlung mittels IPL können nur Haare behandelt werden, die sich in einer bestimmten Wachstumsphase befinden. Da sich nicht alle Haare in der gleichen Wachstumsphase befinden, sind immer mehrere Sitzungen im Abstand von 3-6 Wochen sinnvoll, um ein bestmögliches Ergebnis zu erhalten.

Gut zu wissen: Die Behandlung mit Laser und IPL erzielt die besten Ergebnisse bei dunklen Haaren und heller Haut.

Vor der dauerhaften Haarentfernung: Das sollten Sie beachten

Eine Haarentfernung sollte im besten Fall auf ungebräunter Haut durchgeführt werden. Patienten sollten daher am besten im Herbst bzw. Winter mit der Behandlung beginnen. Andernfalls gilt: Zwei Wochen kein Aufenthalt in der Sonne und konsequenter Sonnenschutz! Bis zu 36 Stunden vor der Behandlung dürfen Sie den zu behandelnden Bereich rasieren. So haben die Haare bis zum Behandlungsbeginn die optimale Länge. Sehen Sie von Wachsen, Sugaring, Epilation und Co. ab.

Es gibt Medikamente, die lichtsensibel machen. Dazu gehören Johanniskraut und Tetracykline. Diese sollten vor einer Laser- bzw. IPL-Behandlung abgesetzt werden. Besprechen Sie das am besten mit Ihrem Hautarzt.

Welche Bereiche können behandelt werden? 

Dank der Anpassung der Wellenlänge und Intensität des Lasers bzw. des IPL-Geräts an die Haut- und Haarbeschaffenheit, kann nahezu jeder Bereich des Körpers wirksam enthaart werden. Dabei ist eine dauerhafte Haarentfernung nicht mehr nur Sache der Frauen, auch Männer können sich von lästigen Härchen befreien lassen.

Folgende Bereiche werden bei einer Haarentfernung typischerweise behandelt:

  • Beine
  • Arme
  • Achseln
  • Intimbereich
  • Gesicht
  • Brust
  • Rücken

Ablauf der dauerhaften Haarentfernung mit IPL (Intense Pulsed Light) und Laser

Vor der Behandlung kann eine leichte Betäubungscreme aufgetragen werden. Dies ist jedoch in den meisten Fällen nicht notwendig. Denn beide Geräte verfügen in der Regel über ein Kühlsystem, das die Hautoberfläche vor der starken Wärmeentwicklung schützt. Die Dauer der einzelnen Behandlungen richtet sich nach der Größe des behandelten Areales. In der Regel sind 5-8 Sitzungen notwendig.

© Africa Studio - fotoliaWie funktioniert die Dauerhafte Haarentfernung mit Lasern? (© Africa Studio - fotolia)Verhalten nach der Behandlung

Direkt nach der Haarentfernung kann die Haut etwas gerötet sein. Spezielle Salben helfen gegen die Rötungen und versorgen die Haut mit Feuchtigkeit. Auch nach der dauerhaften Haarentfernung ist konsequenter Sonnenschutz das oberste Gebot. Andernfalls drohen der sensiblen Haut unschöne Pigmentierungen. Auch Solariumsbesuche sollten dringend gemieden werden.

Ist die dauerhafte Haarentfernung für Zuhause eine Alternative?

Mittlerweile gibt es verschiedene Geräte für den Hausgebrauch. Bei der Verwendung ist jedoch Vorsicht geboten, um Verbrennungen zu vermeiden. Für die Wahl des richtigen Laser- oder Blitzlampensystems ist eine Untersuchung der Haut essenziell. Zudem sollte die Intensität des Lichts an den zu behandelnden Körperbereich angepasst werden.

Vielen fehlt ausreichendes Know-how über die richtige Anwendung solcher Geräte. Auf der anderen Seite ist die Intensität der Geräte für den Heimgebrauch nicht stark genug, um auch die tief liegenden Haarwurzeln zu eliminieren. Die dauerhafte Haarentfernung für Zuhause ist daher mit Vorsicht zu genießen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten? 

Eine dauerhafte Haarentfernung fällt normalerweise in den Bereich der ästhetischen Behandlungen, die nicht medizinisch notwendig sind. Aus diesem Grund werden die Kosten für eine Behandlung meist nicht getragen.

Eine Ausnahme bildet hier der so genannte Hirsutismus. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung, die dafür sorgt, dass Frauen eine starke Körperbehaarung entwickeln. Sie entsteht typischerweise im Gesicht, an den Oberarmen, dem Bauch und Rücken. In diesen Fällen übernehmen manche Krankenkassen die Kosten für die Behandlung.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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