Das jameda-Interview: 7 Fragen an Dr. med. Lois Hoegl

Dr. Hoegl

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© (c) Dr. HoeglDr. med. Lois Hoegl im jameda-Interview (© (c) Dr. Hoegl)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Dr. med. Lois Hoegl interessante Fragen zu seinem Umgang mit Patienten und seiner Motivation, Dermatologe zu werden. 

jameda: Was hat Sie motiviert, Hautarzt zu werden?
Herr Dr. Hoegl: Ich wollte eigentlich immer Arzt werden. An der Dermatologie hat mich begeistert, dass es ein sehr "handfestes" Fach ist, weil die Haut gut "zugänglich" ist. Dadurch kann auch der Patient den Verlauf der Erkrankung gut beurteilen.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen? 
Herr Dr. Hoegl: Kranksein ist immer mit zusätzlichen Mühen, Ängsten usw. verbunden. Mein Ziel ist es, Erleichterung zu schaffen: Gewissheit über die Diagnose und die Behandlungsmöglichkeiten zu erfahren, aber auch Akzeptanz von nicht Änderbarem.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Herr Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 
Dr. Hoegl: Das ist bei jedem Patienten anders. Bei außerordentlichen Belastungen durch eine Erkrankung empfehle ich Patienten, sich psychotherapeutische Unterstützung zu suchen.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?
Herr Dr. Hoegl: Ich frage den Patienten, warum er den Therapieplan nicht befolgt hat. Nur dann können wir eine gemeinsame Ebene für die weitere Behandlung finden.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapieverfahren oder Gerätschaften, die Sie in Ihrer Praxis anwenden? 
Herr Dr. Hoegl: Ich richte mich bei meinen Behandlungen nach den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften, die für viele Erkrankungen vorliegen.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?
Herr Dr. Hoegl: Neulich zeigte mit eine Patientin mit 97 Jahren einen dunklen Fleck im Gesicht. Nachdem ich sie beruhigen konnte, dass dieser ungefährlich ist, meine sie: "Jetzt gehen langsam die Zipperlein los!". Ein anderer Patienten begrüße mich mit den Worten: "Ich bin kerngesund, nur die Oberfläche ist nicht in Ordnung!"© (c) Dr. HoeglEin Eindruck aus der Hautarztpraxis von Dr. Lois Hoegl (© (c) Dr. Hoegl)

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben? 
Herr Dr. Hoegl: Ich bin selber sportbegeistert und glaube, dass davon jeder sehr profitieren kann. Die Kunst liegt darin, die passende Sportart oder Sportverein zu finden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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