Cellulite mit Cellfina behandeln - Erfahrungen mit der neuen Therapie

Mit dem neuen Cellfania-Verfahren kann Cellulite effektiv behandelt werden (©fotolia-urope)

Cellulite, häufig auch Orangenhaut genannt, ist eine anatomisch bedingte, nicht entzündliche Veränderung des Unterhautfettgewebes. Sie zeigt sich durch eine dellenförmige Hautoberfläche hauptsächlich an den Außenseiten und im hinteren Bereich der Oberschenkel, weil dort größere Fettdepots lagern.

Cellulite ist keine Krankheit. Viele Frauen mit Cellulite verspüren allerdings einen Leidensdruck, der ernst genommen werden muss.

Wie entsteht Cellulite?

Cellulite entsteht durch die Besonderheiten der weiblichen Bindegewebsstruktur des Unterhautfettgewebes. Es wird durch Bindegewebsstränge, die senkrecht zur Haut verlaufen, durchzogen. Sie sind bei Frauen häufig verkürzt und weniger elastisch. Dadurch werden die Haut und das Unterhautfettgewebe punktuell nach unten gezogen, wodurch die sichtbaren Dellen entstehen.

Was sind die Ursachen für Cellulite?

Neben den verkürzten Bindegewebssträngen gibt es noch andere anatomisch bedingte Ursachen. So ist der Aufbau des Unterhautfettgewebes bei Frauen weniger stabil als bei Männern. Dadurch ist die Haut bei Frauen übrigens auch weicher.

Die Lederhaut, die zwischen dem Unterhautfett und der Oberhaut liegt, ist bei Frauen dünner und kann deswegen der Haut nicht die gleiche Festigkeit verleihen wie bei Männern. Auch die unterschiedliche Konzentration der Sexualhormone spielt eine Rolle. Im Vergleich zu Männern haben Frauen mehr Östrogene und weniger Androgene.

Als auslösender Faktor darf auch eine entsprechende genetische Disposition nicht vergessen werden. Cellulite kann bei Frauen mit der genetischen Veranlagung schon in jungen Jahren auftreten. Was man heute weiß: Übergewicht ist nicht für die Entstehung von Cellulite verantwortlich. Klar ist aber auch, dass Übergewicht die Ausprägung der Cellulite verstärken kann. 

Wie wirksam sind Cremes, Sport und eine bewusste Ernährung?

Eine gesunde Ernährung spielt in der Hinsicht eine Rolle, dass Übergewicht Cellulite begünstigen kann. Es gibt jedoch keine wissenschaftlich begründeten Anhaltspunkte, dass bestimmte Ernährungsformen oder Nahrungsmittel eine Cellulite verschlechtert. Auch für die Behauptung, dass die Ansammlung bestimmter Stoffwechselprodukte im Bindegewebe Cellulite fördern würde, gibt es keine wissenschaftlich untermauerten Belege.

Da die Ursache von Cellulite in den Bindegewebsstrukturen liegt, sind Cremes nur begrenzt effektiv, da sie nur in die oberen Hautschichten eindringen können. Die Forschung im Bereich der Hautpflege ist sehr aktiv und es bleibt spannend, welche Innovationen wir in den nächsten Jahren erwarten können.

Muskeln, die durch regelmäßigen Sport gestrafft werden, spannen die Haut, die darüberliegt. Außerdem werden durch die Bewegung Fettzellen abgebaut und der Kreislauf sowie die Durchblutung angeregt. All das ist positiv für das Bindegewebe. Auch Lymphdrainagen und Massagen können einen leicht positiven Effekt auf Cellulite haben.

Gibt es vielversprechende Entwicklungen auf dem Gebiet der Ästhetischen Medizin?

Die ästhetische Medizin erfährt seit einigen Jahren eine rasante Entwicklung. Fachärzte auf diesem Gebiet müssen sich der Herausforderung stellen, für ihre Patientinnen und Patienten diejenigen Methoden und Geräte auszuwählen, die sicher und effektiv sind.

Seit diesem Jahr wird in einigen wenigen ausgesuchten Praxen oder Kliniken eine neue Behandlung gegen Cellulite angeboten, die hochwirksame und langanhaltende Erfolge zeigt: Cellfina®. Es ist das bisher einzige Verfahren gegen Cellulite, das klinisch geprüft ist und dessen Wirkdauer gleichzeitig durch die US-amerikanische FDA-(Food & Drug Administration)-Zulassung bestätigt wurde. Sie besitzt darüber hinaus die europäische EU CE-Zertifizierung.

Viele Frauen leiden unter ihrer Cellulite, daher ist die richtige Behandlung oft sehr wichtig (© MaleWitchi_Stock)
Wie funktioniert die neue Behandlungsmethode Cellfina
®?

Diese Behandlungsmethode, bei der nur sehr kleine Einschnitte notwendig sind, ist die weltweit erste, die direkt an den strukturellen Ursachen der Cellulite tief im Bindegewebe ansetzt.

Die verkürzten Bindegewebsfasern werden ganz gezielt und vorsichtig gelöst. Dadurch lässt der Zug auf die Haut nach, sie kann entspannen und glättet sich an den behandelten Körperstellen.

Das betroffene Gewebe wird durch Unterdruck angesaugt. Anschließend kann der Arzt mithilfe eines winzigen lanzettförmigen Instrumentes die Fasern durch fächerförmige Bewegungen lösen. Dieser Vorgang wird für alle Stellen, die behandelt werden sollen, wiederholt. In einem vorherigen Beratungsgespräch werden sie genau festgelegt. Die Behandlungsdauer richtet sich danach, wie viele Dellen geglättet werden sollen, und liegt meistens zwischen 45 und 60 Minuten.

Gibt es Nebenwirkungen und Einschränkungen nach der Behandlung?

Die Cellfina®-Behandlung wird ambulant durchgeführt. Die Patientinnen können nach einer kurzen Erholungszeit zu ihrem gewohnten Tagesablauf zurückkehren. Es sollte lediglich in den ersten 24 Stunden auf körperliche Anstrengungen und Saunagänge verzichtet werden.

Cellfina® ist in der Regel eine risikoarme Methode. Es können blaue Flecken, Spannungsgefühle und eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut auftreten, die aber nach wenigen Tagen abklingen.

Wie schnell ist eine Verbesserung sichtbar und wie lange hält das Resultat an?

Die Ergebnisse können bereits nach drei Tagen sichtbar sein. Das Erscheinungsbild der Cellulite verbessert sich signifikant. Klinische Studien haben gezeigt, dass die Ergebnisse mindestens zwei Jahre halten.

Wie sind die bisherigen Erfahrungen mit Cellfina®?

Die Ergebnisse werden durch eine aktuelle, große US-Studie für die FDA aufgezeigt. Dort wird die Patientenzufriedenheit nach drei Jahren mit 93 % angegeben, meines Erachtens ein sensationelles Ergebnis für das Thema Cellulite.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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