Selbsthilfe bei Sonnenbrand: 7 SOS-Tipps für Ihre Haut

Dr. Moers-Carpi Privatpraxis

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© Dan Race - fotoliaEinen Sonnenbrand ist schnell passiert! Was sollten Sie jetzt tun? (© Dan Race - fotolia)Die Haut wird rot, heiß, spannt, juckt und schmerzt - wer einmal mit einem Sonnenbrand gestraft war, kennt diese unangenehmen Symptome. Vor allem bei besonders hellhäutigen Menschen kann das ganz schnell gehen. Ein Aufenthalt von wenigen Minuten in der Sonne genügt manchmal schon, um sich die nächsten Tage oder sogar den Rest des Urlaubs zu vermiesen. Das Tückische: Am Anfang merkt man die Anzeichen gar nicht. Und wenn man es spürt, ist es bereits zu spät.


Verbrannt - und nun? 

Diese SOS-Tipps helfen Ihrer Haut, wenn Sie die Sonne zu ausgiebig genossen haben.

  1. Raus aus der Sonne: Meiden Sie die Sonne so lange, bis die Hautrötung vollständig abgeklungen ist, auch wenn es mehrere Tage dauert. 
  2. Schnell sein: Warten Sie nicht ab, wie sich der Sonnenbrand entwickelt, sondern ergreifen Sie rasch Erste-Hilfe-Maßnahmen.
  3. Viel trinken: Trinken Sie am besten Mineralwasser und Tee. Damit gleichen Sie den Flüssigkeitshaushalt Ihres Körpers wieder aus, denn die Verbrennung entzieht dem Körper Wasser. 
  4. Kühlen: Kühlen Sie bitte nicht mit Eis oder Coolpacks aus der Gefriertruhe - am besten nehmen Sie sauberes, kaltes Wasser. Machen Sie sich kalte Umschläge oder ziehen Sie ein nasses T-Shirt über. Das lindert die Schmerzen und das Spannungsgefühl und beugt Entzündungen vor.
  5. Hausmittel: Quark- oder Joghurtkompressen können wahre Wunder wirken. Ebenfalls empfehlenswert ist Aloe vera. Entweder tragen Sie das Gel dieser Powerpflanze direkt aus einem aufgeschnittenen Blatt auf oder kaufen es in der Apotheke. Auch Gurkenscheiben helfen bei Verbrennungen kleinerer Hautflächen, wie z. B. dem Nasenrücken.
  6. Cremen: Dafür eignen sich Feuchtigkeitscremes oder Après-Soleil-Lotionen, die Sie mehrmals täglich richtig dick auftragen dürfen. Achten Sie bei den Cremes darauf, dass sie fettfrei sind.
  7. Arzt aufsuchen: Vorsicht, wenn sich Blasen bilden, sich die Haut löst oder Sie unter Fieber, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden leiden. Dann hilft kein Hausmittel mehr, sondern nur der Gang zum Arzt. Er wird Ihnen höchstwahrscheinlich eine Cortisoncreme und Medikamente wie Schmerzmittel verschreiben.

Ist ein Sonnenbrand gefährlich?

Leider ja. Selbst ein leichter Sonnenbrand ist eine Verbrennung, die unter Umständen Folgeschäden verursachen kann. Denn die UV-Strahlen schädigen die Hautzellen dauerhaft. Falten, Pigmentflecken und sonstige Zeichen vorzeitiger Hautalterung sind da noch harmlos - viel schlimmer ist das erhöhte Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Das gilt vor allem bei Sonnenbränden in der Jugend. Es ist erwiesen, dass ein Sonnenbrand bei Kindern das Krebsrisiko im Alter um ein Vielfaches erhöht. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 250.000 Menschen an Hautkrebs, viele davon am malignen Melanom. Dieser Typ ist besonders gefährlich, da er schon sehr früh Metastasen bilden kann. Dieses Risiko und die unschönen Folgen für die Haut sind zwei gute Gründe, einen Sonnenbrand auf jeden Fall zu vermeiden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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