Haarentfernung mit Laser: Wirkung, Ablauf & Nebenwirkungen

Durch die Behandlung mit Lasern können Haare nachhaltig entfernt werden. (© Africa Studio - fotolia)

Die „optimale“ Haarmenge an der richtigen Körperstelle – das ist unser Traum. Zu viele Haare sind für viele Menschen ein regelrechter Alptraum. Für viele Männer und Frauen ist Überbehaarung (medizinisch sogenannte Hypertrichose) nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern wirkt sich oft negativ auf die soziale Situation und letztendlich auf das Seelenleben aus.

Die Haarentfernung durch Rasur, Zupfen, Wachsen, Epilation u. Ä. ist darüber hinaus aufwendig und oft schmerzhaft – und nur von kurzem „Erfolg“ gekrönt.

Mit dem selektiven Lichtstrahl des Lasers oder eines sogenannten IPL-Gerätes kann störende Behaarung einfach und schonend entfernt werden. Hierbei ist das Haarteil, auf den das medizinische Licht wirkt, die tief liegende Haarwurzel. Da das Licht nur von den dunklen Pigmenten der Haarwurzel aufgenommen wird, bleibt die umgebende Haut unversehrt und narbenfrei. Besonders dunkle Haare, die oft als störend empfunden werden, lassen sich nahezu komplett und dauerhaft entfernen.


Wirkungsweise des Laserlichts und Erfolgsaussichten

Der Laser- bzw. IPL-Strahl durchdringt zunächst sanft die oberen Hautschichten. In der Tiefe wird die Energie von der pigmentierten Haarwurzel aufgenommen, wodurch die Haarwurzel von innen heraus "verödet" wird.

Diese Wirkung kann allerdings nur in einer bestimmten Wachstumsphase des einzelnen Haares erreicht werden. Es sind daher immer mehrere Sitzungen von Nöten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.


Vor der Behandlung

Wenn möglich, sollten in den Wochen vor der Behandlung Solariumsbesuche und ausgedehnte Sonnenbäder unterlassen werden. Zumindest eine Woche vor dem Behandlungstag sollte auch das Auszupfen der Haare gänzlich vermieden werden, da hierbei kein Haarstumpf in der Haut verbleibt, welcher dem Laser als Ziel dienen kann.

Vor der Laseranwendung werden auch alle Kosmetika entfernt. Sie können – genau wie die überstehenden Haare – das Laserlicht absorbieren und damit die Hautoberfläche durch Hitze irritieren.


Ablauf der Behandlung

Der einzelne Laserimpuls ist unsichtbar und dauert nur wenige Hundertstel Sekunden, was eine hervorragende Verträglichkeit der Behandlung ermöglicht. Zusätzlich erfolgt eine Kühlung des Areals.

Die eigentliche Laserbehandlung dauert je nach Areal, Umfang und Vorgehensweise zwischen wenigen Minuten (z. B. nur Kinn ohne Rasur) und einer halben Stunde (z. B. Beine komplett mit Rasur).


Nebenwirkungen

Die Wirkung des Lasers erfolgt in der Tiefe der Haut, so dass die oberen Hautschichten optimal geschützt sind. Die Wirkung ist zunächst nicht direkt sichtbar und tritt verzögert auf. Unmittelbar nach der Laserbestrahlung ist die Haut zumeist leicht gerötet.

Entzündliche Rötungen oder gar Verbrennungen sind mehr theoretischer Natur, als dass sie tatsächlich auftreten. Patienten vertragen die Behandlung im Allgemeinen sehr gut.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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