Quantensprung in der Tattooentfernung: Pikosekundenlaser

Dr. Titzmann

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© djma_iStock© djma_iStockTätowierungen sind seit Jahrhunderten in den unterschiedlichsten Kulturen zu finden. In der heutigen Zeit werden Tattoos gerne als Körperkunst gesehen. Etwa 6,3 Mio. Menschen in Deutschland sind tätowiert. Tattoos werden allerdings nicht nur positiv gesehen, viele Menschen möchten ihr ungeliebtes Tattoo gerne wieder loswerden oder ändern (Cover-up-Tattoo). Von bestimmten Berufsgruppen wie Stewardessen oder Polizisten wird als Einstellungsvoraussetzung sogar erwartet, dass vorhandene Tattoos entfernt werden. Häufig sollen Namen verschwinden, die nicht mehr aktuell sind. Der Bedarf an besseren Methoden zur Tattooentfernung steigt an - der Pikosekundenlaser ist die Revolution auf dem Markt der wachsenden Nachfrage nach Tattooentfernungen.

Mehr als 20 Jahre lang waren sogenannte Q-Switch-Laser die Standardmethode zur Entfernung von Tattoos. Diese Nanosekunden-Technologie war gestern - der Pikosekundenlaser spielt in einer anderen Liga. Der Laser sendet pro Sekunde eine Billion Impulse (= 1.000.000.000.000) aus. Jetzt können mit dem Pikosekundenlaser ultrakurze Impulse mit photomechanischer Wirkung erzeugt werden, die Tätowierfarben oder Pigmente in winzige, staubähnliche und sandige Partikel zersetzen. Aufgrund ihrer geringen Größe werden die Partikel leichter resorbiert und auf natürlichem Wege aus dem Körper ausgeschieden. Dies bedeutet, dass die Tätowierung schonender und schneller verschwindet. 30-50% weniger Sitzungen sind erforderlich bei geringerem Komplikationsrisiko. Die Therapie ist nicht mehr schmerzhaft und das umgebende gesunde Gewebe wird maximal geschützt.

Der als Revolution bei der Entfernung von Tätowierungen und Pigmentflecken betrachtete Pikosekundenlaser sorgt schneller für eine sichtbar reinere, farben- und fleckenfreie Haut. Selbst schwierige Farben wie Blau- und Grüntöne sowie früher bereits behandelte Tattoos können mit weniger Behandlungen und besserer Beseitigung sowie kürzerer Erholungszeit entfernt werden. Zusätzlich ist die schonende Entfernung von Pigmentflecken, Altersflecken, Melasma und Falten möglich.

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Kommentare zum Artikel (2)


29.03.2016 - 16:09 Uhr

Es gibt keine Studien, welche die negativen...

von Claus H.

... Aussagen von Herrn Klaus bestätigen. Im Gegenteil, die Untersuchungen und praktischen Erfahrungen renommierter Kliniken und Ärzte bestätigen den signifikanten Fortschritt in der Tattoo-Entfernung mittels Pikosekunden-Lasern. Die Tinte wird durch die kurzen Pulse "kalt" in Teilchen zerrissen, die der Körper leichter und schneller abtransportieren kann. Die Entstehung von Schadstoffen wie z.B. mit Rubin-Lasern, die die Farbe erhitzen, wird hierbei vermieden. Die Farbe wird lediglich soweit verkleinert, sodass sie leichter vom Immunsystem abgebaut werden kann. Die Gefahr geht dabei nicht von der Partikelgröße, sondern von der Farbzusammensetzung aus. 80% der Farbe sind schon beim Stechen in den Körper übergegangen. Durch die Laserbehandlung wird lediglich der in der Dermis eingekapselte Rest verkleinert, sodass der Körper diesen abbauen kann.

08.10.2014 - 10:00 Uhr

Sehr geehrte Frau Dr. Titzmann Laser sind sicher...

von Klaus

... eine segensreiche Erfindung für die Medizin doch entgegen der langläufig gepflegten öffentlichen Meinung sind sie völlig ungeeignet für die Tattooentfernung. Welcher seriöse Dermatologe kann schon behaupten, dass ein Tattoo damit entfernt wird und schon gar nicht aus dem Körper ausgeschieden. Laser lässt bestenfalls einige Farben ästhetisch verschwinden oder ausbleichen, die Farbpartikel, die gerade beim Pikosekundenlaser zu Nanopartikeln werden verteilen sich überall im Körper mit bereits bekannten und noch vielen unbekannten dramatischen Auswirkungen auf die Gesundheit, bis hin zu einer signifikanten Erhöhung des Krebsrisikos (Lymphdrüsenkrebs u.a.). Es ist mir ein Rätsel, dass Dermatologen diese Tatsachen einfach ausblenden. Viele Grüße Klaus

Dr. Titzmann

Antwort vom Autor am 08.10.2014
Dr. med. Thomas Titzmann

Sehr geehrter Herr Klaus, selbstverständlich lassen sich mit diversen Lasern Tattoos vollständig aus der Haut entfernen. Anschließend werden die Farbpartikel normalerweise in die regionalen Lymphknoten abtransportiert, sicherlich nicht überall im Körper abgelagert. Dass Tattoofarben selbst bereits karzinogen sein können ist durchaus bekannt. Auch können natürlich Abbauprodukte toxisch oder karzinogen sein. Jedoch entstehen diese Substanzen bereits durch Kontakt mit Sonnenlicht und UVB in der Haut. Die Entstehung von Lymphknotenkrebs o.ä. durch Lasertherapie ist in keinster Weise bewiesen. mfg Dr. Thomas Titzmann


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