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Rosacea: Nur nicht rot werden

Dr. Krekel

von
verfasst am

© jd-photodesign - fotolia© jd-photodesign - fotoliaWas haben Bill Clinton, Cameron Diaz und rund vier Millionen Deutsche gemeinsam? Sie leiden an Rosacea - einer chronischen Hautkrankheit, die sich durch erweiterte Äderchen im Gesicht bemerkbar macht. Meist im Bereich von Nase, Wangen, Stirn oder Kinn scheinen sie durch die Haut. Bei rund 60 Prozent der Patienten kommt es auch zu Entzündungen - Pusteln, eine Vergröberung der Hautstruktur oder sogar eine knollenartig verdickte Nase können die Folge sein. Bis heute ist die Ursache nicht eindeutig geklärt - vermutet wird eine Kombination aus Erbfaktoren und Einflüssen, die die Durchblutung des Gesichts verstärken: Stress, Hitze oder Kälte oder Alkohol. So leiden die Betroffenen meist besonders im Winter unter den starken Temperaturschwankungen.

Die schlechte Nachricht zuerst: Rosacea ist nicht heilbar. Die Patienten müssen die Risikofaktoren so gut es geht meiden. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Bei frühzeitiger Behandlung kann der Verlauf der Erkrankung abgemildert und eine deutliche Verbesserung erzielt werden. Im frühen Stadium lässt sich die Rosacea mit Lokaltherapien behandeln. Darüber hinaus kann eine Behandlung mit einem Farbstoff-Laser erfolgen - unter dermatologischer Aufsicht. In der Unterhaut wird die Energie des Lichts freigesetzt und die Gefäße werden so verschweißt. Schon nach wenigen Sitzungen kann in der Regel eine deutliche Verbesserung erzielt werden. Und auch die Ausfallzeit ist für die Patienten sehr gering. Das macht die Behandlung alltagstauglich!

Ganz entkommen kann man dem ständigen Wechsel zwischen warm und kalt natürlich nicht - aber man kann dennoch etwas tun! Rosacea-Haut ist generell sehr empfindlich und reagiert sensibel auf bestimmte Kosmetikartikel. Vermeiden Sie also nicht nur alle Faktoren, die die Rosacea fördern, sondern achten Sie auch auf eine Reinigung und Pflege mit seifenfreien, milden Lotionen und Cremes.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (2)


14.07.2016 - 12:30 Uhr

Hallo, was genau ist der Farbstoff-Laser? Können...

von rolf

... Sie bitte genauere Angaben darüber machen? ich lebe in der Schweiz. Wird hier der gleiche Ausdruck des Lasers verwendet? Herzlichen Dank für Ihre Antwort!

08.11.2013 - 14:01 Uhr

Ist es möglich, dass die Rosazea eine...

von Ramona

... Autoimmunkrankheit ist, in Verbindung mit Rheuma oder Schilddrüse? Falls ja, was kann man noch tun? Weshalb ist die Pharmaindustrie nicht in der Lage, nebenwirkungsfreie Medikamente herzustellen? Werden wir zu nachwachsenden Patienten gemacht? Ich habe festgestellt, dass die Pusteln erst kamen, als ich die Antibiotika nahm. Vorher hatte ich nie Pusteln. Jetzt nehme ich schon die 2. Schachtel. Mich stört nicht so sehr, dass das Gesicht rot wird, vielmehr habe ich Angst vor Pusteln, Verdickungen der Haut, denn mein Gesicht sieht ziemlich aufgequollen aus. Ich trinke nie Alkohol und ernähre mich sehr gesund. Eine Vererbung könnte auch nicht vorliegen, da es niemand in der Familie hat oder hatte. Über eine Antwort freue ich mich sehr! Lieben Dank für Ihre Mühe mit freundlichen Grüßen Ramona


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