Tattoo-Entfernung: Alles über Dauer, Ablauf & Risiken

Wie viele Sitzungen für eine Tattoo-Entfernung notwendig sind, hängt immer vom Einzelfall ab. (© Andrey Popov - fotolia)

Sie haben sich entschieden: das alte Tattoo muss weg! Fast alle Tätowierungen lassen sich mit einer Laserbehandlung entfernen. Lesen Sie hier, Alles was den Ablauf der Tattoo-Entfernung betrifft: wie viele Sitzungen nötig sind, in welchen Abständen sie möglich sind, wie lange dauert das Ganze und welche Risiken es gibt.
 

Wie läuft die Entfernung eines Tattoos mit Laser ab?

Zuerst wird die tätowierte Haut desinfiziert. Sollten Sie sehr schmerzempfindlich sein, kann der Arzt vorab eine Betäubungssalbe auftragen, oder aber eine örtliche Betäubung durchführen. Meistens wird ein kleiner Teil der tätowierten Haut auf die Verträglichkeit und Erfolgsaussicht der Behandlung geprüft. Danach beginnt die Laserbehandlung. Der Arzt führt das Lasergerät über die Haut, das die Tattoo-Farbpigmente zersprengt, so dass sie der Körper später abführen kann.

Wie lange dauert eine Tattoo-Entfernung?

Das hängt von der Lasertechnik, die Qualität, die Größe und die Farbe der Tätowierung sowie von der Tiefe der Pigmente ab. Zum Beispiel lassen sich blaue, schwarze und rote Tattoos am besten entfernen, wobei gelbe und grüne Tattoos schwer verblassen. Es sind mehrere Sitzungen nötig, bis alle Farbpigmente entfernt werden. Die Anzahl der notwendigen Behandlungen ist unterschiedlich je nach Fall. Kleinere Tattoos können mit drei bis fünf Sitzungen entfernt werden, für größere Tattoos sind acht bis zwölf Behandlungen nötig. Jede Laserbehandlung dauert ungefähr zehn bis dreißig Minuten.

In welchem Abstand sind die Sitzungen?

Die Sitzungen sollten im Abstand von vier bis sechs Wochen eingeplant werden, so dass sich die Haut in der Zwischenzeit regenerieren kann.

Gibt es Risiken?

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Verbrennungen und Narben auf der Haut. In fünf Prozent aller Fälle bleiben hellere Hautflecken zurück. Hautrötungen, Schwellungen, Krusten oder Blasen sind auch möglich, sie vergehen aber ziemlich schnell ohne besondere Behandlung.

In der Vergangenheit war jede mögliche Tattoo-Farbe zugelassen, sogar Farben, die eigentlich für Autolacke vorgesehen waren! Viele dieser Farben wurden in die Haut von Menschen gestochen, die heute eventuell ihr altes Tattoo loswerden möchten. Die möglichen Reaktionen des Körpers auf die Bestandteile dieser Farben sind noch gar nicht erfasst worden.

Einige davon enthalten die sogenannten polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, die krebserregend sind. Bei einer Tattoo-Entfernung landet ungefähr 30 Prozent der Farbmenge über die Lymphe, ein wichtiges Gift-Abführsystem, in den Körper und es ist noch nicht bekannt, wie sie dort wirken und ob sie Leber- oder Blasenerkrankungen verursachen können.

Allerdings gibt es den Verdacht, dass nach einer Tattoo-Entfernung auf der behandelten Stelle Hautkrebs entstehen kann. Das wurde noch nicht wissenschaftlich bewiesen, dennoch gibt es seit einigen Jahren immer mehr Berichte über Hauttumore, die auf ehemalige tätowierte Hautstellen gewachsen sind. 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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