Tattooentfernung mit Laser: So funktioniert's

Das Tattoo wird vom Körper abgebaut, nachdem die Farbpartikel durch den Laser gelöst wurden. (© VectorMine - fotolia)

Ob der Name der Ex-Freundin oder eine Tattoo-Jugendsünde: Rund ein Viertel aller tätowierten Menschen in Deutschland möchten das, was sie sich mal unter die Haut haben stechen lassen, irgendwann wieder loswerden. Die gängigste Methode dafür ist die Tattooentfernung mit Laser.

Wie wird ein Tattoo mit Laser entfernt?

Dabei wird das Tattoo quasi „weggeschmolzen“. Der Laser schießt kurze, sehr intensive Lichtimpulse. Diese erhitzen die Farbpartikel unter der Haut. Dadurch zerfallen diese Partikel in kleinere Pigmente, die dann vom Lymphsystem des Körpers abtransportiert werden. Wie gut die Tätowierung verschwindet, hängt vor allem von der Farbe des Tattoos ab.

Am besten lassen sich schwarze und rote Tattoos mit dem Laser zersetzen. Gefolgt von Blau und Grün. Schwieriger ist die Tattooentfernung mit Laser bei bunten und hellen Farben wie beispielsweise orange oder gelb. Ebenfalls entscheidend für das Ergebnis ist die Wahl des richtigen Lasers beziehungsweise dessen Pulsdauer. 

Welche Art von Laser wird verwendet?

Welcher Laser welche Tattoofarbe am besten verschwinden lässt ist eine Wissenschaft für sich. So ist zum Beispiel der Nd:YAG Laser mit Pulsdauern von fünf bis sechs Nanosekunden gut für die Entfernung von schwarzen oder braunen Tätowierungen geeignet. Für rote oder orange wiederum gar nicht. Grüne Farben lässt zum Beispiel der Rubin- und Alexandritlaser am besten verschwinden. Noch recht neu auf dem Markt sind die sogenannten Picosekunden-Laser, echte Allrounder für alle Farben. Das liegt daran, dass diese – als Picosekunden bezeichnet man nämlich den billionsten Teil einer Sekunde – mit extrem kurzen Impulsen arbeiten.

Aber wie gesagt: Der Laser-Markt ist vielfältig. Deshalb empfehlen Experten jedem, der sich ein Tattoo per Laser entfernen lassen möchte, dafür einen auf Laserbehandlungen spezialisierten Facharzt oder aber ein Laserzentrum aufzusuchen.

Entstehen Narben?

Narben müssen nicht zwangsläufig auftreten. Sie können aber auch nie ganz ausgeschlossen werden. Ob sich nach der Laserbehandlung Narben bilden hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: Wie ist die Haut beschaffen? Wie erfahren ist der Behandler? Und nicht zuletzt davon, wie gut sich der Patient an die Nachsorgeanweisungen hält. Im besten Fall zeigt sich die Haut nach der Entfernung dann ohne Narben.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Auch das lässt sich nicht ganz klar mit ja oder nein beantworten. Denn das individuelle Schmerzempfinden ist schließlich bei jedem Menschen anders. Klar ist jedoch: Man spürt etwas, wenn die Farbpigmente in der Haut „gesprengt“ werden. Für den einen fühlt es sich an wie ein kurzer Nadelstich. Ein Anderer empfindet das als Schmerz. Für sehr schmerzempfindliche Tattooträger gibt es jedoch auch Salben, die die betroffene Hautstelle örtlich betäuben.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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