Wie entstehen Warzen? 5 Tipps zur Vorsorge

Claudia Galler

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© fotolia-62744584-AB PhotographyAn den Fußsohlen wachsen vor allem Dornwarzen. (© fotolia-62744584-AB Photography)Warzen sind unschöne, lästige Hautveränderungen. Wie man sich vor der Ansteckung mit Warzen-Viren schützt, zeigt die jameda Gesundheitsredaktion in diesem Gesundheitstipp.

Ansteckung durch direkten Hautkontakt oder infizierte Gegenstände

Alle Warzen, außer die Alterswarze, werden von Viren hervorgerufen. Die Ansteckung erfolgt durch direkten Hautkontakt oder über infizierte Gegenstände wie Handtücher, Schuhe oder Cremes, aber auch über kontaminiertes Wasser gelangt man in Berührung mit den Erregern. Besonders leicht dringen die Viren in spröde, verletzte oder aufgeweichte Haut ein.

Dort siedeln sie sich in den obersten Hautschichten an, vermehren sich und rufen so Hautveränderungen unterschiedlicher Form hervor. An den Fußsohlen wachsen Dornwarzen, die gemeine Warze entwickelt sich vor allem an Fingern, Händen und Zehen.

Es gibt Dellwarzen und juvenile Flachwarzen, Feigwarzen wachsen im Genitalbereich und in der Leiste.

Wie können Patienten sich und andere vor Warzenbesiedelung schützen?

  • 1. Körperhygiene und Hautpflege 

Um Viren und andere Keime auf der Haut zu reduzieren, sollte man sich täglich waschen. Dazu sind hautschonende, nicht austrocknenden Reinigungsprodukten wie Syndets oder rückfettende Duschlotionen zu empfehlen.

Danach pflegt man die Haut mit einer passenden Körpermilch, um die Lipidbarriere der Haut intakt zu halten. Jeder in der Familie sollte sein eigenes Handtuch verwenden, für mit Warzen befallene Hautareale nimmt man ein separates Tuch, das man täglich wechselt.

Um die Erreger nicht über den gesamten Körper zu verteilen, sollte man nicht an der Warze manipulieren und sie auch nicht zum Bluten bringen. Bei einer Warzenbehandlung entsorgt man abgetragenes Hautmaterial sorgsam.

  • 2. Infizierte Gegenstände gründlich reinigen

Um andere Familienmitglieder zu schützen, sollten Unterwäsche, Socken und Handtücher, die mit einer Warze in Berührung kommen, bei 60°C gewaschen werden. Maniküre- bzw. Pediküre-Sets reinigt man gründlich und desinfiziert sie z.B. mit 70-prozentigem Isopropylalkohol.

  • 3. Vorbeugung beim Freizeitvergnügen

© Syda Productions - FotoliaVergessen Sie nicht Ihre Badeschlappen, wenn Sie nach dem Training im Fitnessstudio unter die kalte Dusche springen möchten (© Syda Productions - Fotolia)In warm-feuchter Atmosphäre vermehren sich Keime gut, zudem wird die Haut weich und so empfänglich für Krankheitserreger.

Man sollte Bade- und Saunagänge nicht zu sehr ausdehnen, Badeschuhe sind auch im Dusch- und Umkleidebereich vom Fitnessstudio dringend zu empfehlen. Nasse Badesachen sofort wechseln und die Haut immer gut abtrocknen, um ein Aufweichen zu vermeiden.

  • 4. Ein starkes Immunsystem hält Erreger in Schach

Ein starkes Immunsystem kann sich gut gegen Erreger von Warzen wehren. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie ausreichend Schlaf unterstützen die Abwehrkräfte, auch ein vernünftiger Umgang mit Stress schützt vor Infektanfälligkeit.

  • 5. Schutz vor Feigwarzen beim Geschlechtsverkehr

Vor der Übertragung von Feigwarzen schützen Kondome nur, wenn sich die Warzen am Penis, in der Vagina oder im After befinden. Liegen die Warzen in der Leiste oder auf der Haut im äußeren Genitalbereich, darf man diese Hautstellen bis nach der erfolgreichen Behandlung nicht berühren, um sich vor Ansteckung zu schützen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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