Arteriosklerose - alternative Behandlungsmethoden

Herr Jost

von
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© Arterioskleriose kann das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen.Arterioskleriose erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt. (© Arterioskleriose kann das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen.)Unter Arteriosklerose wird Arterienverkalkung und die daraus resultierende Arterienverhärtung und Einengung der Gefäße bezeichnet. Dieser Systemerkrankung der Schlagadern liegen Ablagerungen, meist von Blutfetten und Kalk (insbesondere Calcium), seltener von Thromben und Bindegewebe, zu Grunde.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Zu den konservativen Behandlungsmethoden gehören die Senkung der Blutfette durch sognannte Statine (Cholesterinsenker), welche auch gleichzeitig eine Senkung des Coenzym-Q10-Spiegels bewirken. Dieses ist essentiell für die Energiegewinnung aller Zellen.

Besonders unsere Muskelzellen reagieren sensibel auf einen Coenzym-Q10-Mangel. Daraus können die folgenden typischen Symptome resultieren:

  • Leistungsabfall
  • Muskelschwäche/-schmerzen, besonders unter Belastung
  • Störung der kardialen Funktion
  • Gefäßdysfunktion
  • Neurologische Störungen
  • etc.

Bei Einnahme eines Statins empfiehlt sich die Labortechnische Kontrolle (Blut) des Coenzym-Q10-Spiegels, der insbesondere bei Herz-, Kreislaufpatienten < 2,5 mg/ml betragen sollte.

Bestehen alternative Behandlungsmöglichkeiten?

Weitere Behandlungsoptionen sind die Einnahme von Blutdrucksenkern und Thrombosehemmern.
Im fortgeschrittenen Stadium werden chirurgische Behandlungen, wie die Ballonerweiterung, das Einsetzen eines Stent (selbstentfaltendes Drahtnetz) oder das Legen eines Bypass (meist ein Venenstück aus dem Unterschenkel oder eine Gefäßprothese aus Kunststoff) notwendig.

Wie verläuft die Behandlung mit PPC?

© Ablagerungen von Blut in unseren Schlagadern führen zu Arteriosklerose.Ablagerungen von Blut und Kalk führen zu Arteriosklerose. (© Ablagerungen von Blut in unseren Schlagadern führen zu Arteriosklerose.)Als alternative Behandlungsmethode haben sich Infusionen mit dem Wirkstoff Phosphatidylcholin (PPC) bewährt. PPC ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure (Soyalecithin), welche sich mit den Fettablagerungen in den Gefäßen verbindet.

Diese Verbindung aus dem gesättigten Fett aus den Gefäßen und dem PPC wird mittels des HDL-Cholesterins zur Leber transportiert und über die Gallenflüssigkeit mit dem Stuhl ausgeschieden.

Das Abtragen der atherosklerotischen Plaques geschieht molekular, was bedeutet, das die Ablagerungen langsam abgetragen werden, damit sich keine Gefäßverschlüsse bilden können.

Welche Vorteile bietet diese Behandlungsmethode?

PPC war früher als Infusionspräparat von der in Apotheken erhältlich und wurde eingesetzt, um Fettembolien zu vermeiden. Im Rahmen der Eigenherstellung nach § 13 Abs. 2b AMG (Arzneimittelgesetz) haben Ärzte und Heilpraktiker die Möglichkeit bei zugelassenen Laboren selbst Medikamente herzustellen.

Hier sind hochreine PPC Infusionspräparate heute legal zu beziehen und Patienten mit entsprechender Indikation zu verabreichen. Es sind zwar auch orale PPC Präparate im Handel erhältlich, diese wirken jedoch fast ausschließlich im Verdauungstrakt und werden u.a. bei entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt.

Der Vorteil der Infusionstherapie liegt darin, dass sich Fettablagerungen im gesamten Gefäßsystem abtragen und somit die Durchblutung in allen Gefäßabschnitten verbessert und nicht selten zu einer Blutdrucknormalisierung beiträgt. In der Regal sind, je nach Größe der Plaques, 10-25 PPC Infusionen notwendig.

Auch wird PPC heute häufig zur Lipolyse von Hautärzten eingesetzt. Die Anwendung von PPC Infusionen ist weitgehend nebenwirkungsarm und sehr gut über bildgebende Verfahren nachweisbar.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


08.07.2016 - 00:35 Uhr

Wo sind die PPC Infusionen erhältlich?

von Heufler R.

Herr Jost

Antwort vom Autor am 14.07.2016
Karl-Heinz Anam Jost

PPC Infusionen erhalten sie bei Ärzten und Heilpraktikern, so auch in meiner Praxis in Heidesheim bei Mainz. Zuvor sollte ein Ultraschall der Gefäße durchgeführt werden (Hals, Leiste, Knie), um den Zustand zunächst zu dokumentieren. Daraus resultieren Dosis und Häufigkeit der Anwendungen. MfG K. Jost


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