Nicht-medikamentöse Behandlungsoptionen bei Bluthochdruck

Dr. Barsuhn

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© shironosov - iStockWelche Auswirkungen kann Yoga auf den Blutdruck haben? (© shironosov - iStock)Medikamente sind für eine effektive Blutdruckeinstellung häufig unverzichtbar. Trotzdem sollten zunächst nicht-medikamentöse Behandlungsoptionen ausgeschöpft werden, um den Blutdruck nebenwirkungsfrei und schonend zu optimieren. Häufig können so notwenige Medikamente reduziert oder erst gar nicht erforderlich werden.

Was tun, wenn der Blutduck erhöht ist?

Insbesondere bei älteren Menschen unterliegt der Blutdruck häufig ausgeprägten Schwankungen. Gerade dann, wenn der Blutdruck einmal deutlich über das gewohnte Niveau hinaus ansteigt, sind viele Betroffene hilflos. Sie wissen sich nur durch die Alarmierung eines Notarztes oder den Gang ins Krankenhaus zu helfen. Dabei gibt es – neben der Anpassung einer möglicherweise schon vorhandenen Medikation – viele Möglichkeiten sich in solchen Situationen selbst zu helfen.

Gibt es Übungen, die den Blutdruck senken können?

Wertvolle Optionen, deren blutdrucksenkende Wirkungen wissenschaftlich nachgewiesen sind, sind z. B. Yoga und die Progressive Muskelrelaxation (PMR). Die Wirkung dieser Verfahren beruht auf einem „Herunterfahren“ des blutdrucksteigernden Anteils des vegetativen Nervensystems, des sogenannten Sympathikus. Wissenschaftliche Studien zeigten für Yoga nicht nur den blutdrucksenkenden Effekt, sondern auch, dass er anhält, wenn der Patient die Übungen regelmäßig praktiziert. Er kann diese positiven Effekte auch zusätzlich zu einer medikamentösen Therapie erzielen.

Bei der PMR wird durch bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers angestrebt. Diese Methode ist leicht erlernbar, auch in belastenden Situationen anwendbar und gut für Bluthochdruckpatienten geeignet.

Über Bluthochdruck sprechen hilft!

Da Bluthochdruck eine chronische Erkrankung ist, können auch Selbsthilfegruppen wertvolle Hilfe leisten. Der Informations- und Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen kann helfen, die Herausforderungen durch die Krankheit im Alltag besser zu bewältigen. Auch online gibt es mittlerweile sehr gute Angebote hierzu (Informationen finden Sie z. B. auf der Seite der Deutschen Hochdruckliga). Der geschützte Rahmen einer solchen Gruppe kann helfen, Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit Bluthochdruck abzubauen.

Das können Sie außerdem tun

Entscheidende Säulen der Blutdruckoptimierung ohne Medikamente sind ohne Zweifel körperliche Aktivität und Gewichtsreduktion. Mehrere Studien haben den positiven Effekt sportlichen Trainings nicht nur auf den Blutdruck, sondern auch auf den Blutzucker und die Blutfette nachgewiesen.

Neben einer effektiven nicht-medikamentösen und medikamentösen Behandlung eines Bluthochdrucks ist immer auch eine strukturierte Suche nach möglichen behandelbaren Ursachen sinnvoll. Hierzu zählen etwa Schlaf- und schlafbezogene Atmungsstörungen, hormonelle Ursachen oder Durchblutungsstörungen der Nieren.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (3)


25.11.2019 - 16:43 Uhr

Meine Schwägerin ist bei uns zu Besuch. Habe heute...

von Horst A.

... ihren Blutdruck gemessen,und der Blutdruck war bei 184 zu 105 .Was sollen wir tun?

08.05.2019 - 07:29 Uhr

Guten Tag, ich nehme seit 3 Wochen immer eine...

von Silke B.

... halbe Blutdrucktablette 95mg Retardtabletten - 1 A Pharma am Morgen. Jedoch kam es jetzt öfters vor das am Abend der Blutdruck auf 170 Oberwert, Unterwert 85 und Puls 71 anstieg und mir dann immer sehr übel ist und das über Stunden so das ich auch nicht schlafen kann. Meine Ärztin meinte dann nehmen Sie noch eine halbe Tablette ein wenn der Blutdruckso hoch geht, aber wie gesagt er ging erst 8 stunden später runter. Was kann ich tun...auf eine Antwort würde ich mich sehr freuen. mit freundlichen Grüßen Silke B.

08.03.2019 - 14:43 Uhr

Am 01.April werde ich 84 Jahre alt und mache seit...

von Rudolf S.

... 20 Jahren regelmäßigen Sport. - jeden Morgen vor dem Frühstück 45 Min. Frühsport: Dehnung im Schulterbereich, Gewichtheben, Bauchmuskel-und Oberarm/Schulter-Training, Radfahren und Lockerung der Arm- und Schultermuskulatur mittels Swing-Stick. - Zweimal pro Woche Gymnastik und Aerobic im Verein und durchschnittlich 10.000 Schritte/Tag seit ca. 15 Jahre! - Wegen Übungsleiter-Mangel fülle ich diese Tätigkeit in einer Frauen-Gymnastkgruppe seit Januar 2019 aus. Da ich wegen Herzrhythmusstörungen 5 Jahre lang starke Medikamente nehmen musste, habe ich diese vor 9 Jahren kontrolliert abgesetzt und durch erweiterte Sportaktivitäten erfolgreich kompensiert. Ich nehme deshalb keinerlei Medikamente und durch vernünftige Ernährung auch keinen Blutverdünnung-Mittel mehr. -Blutdruck, Blutfett und zu hohen Puls kenne ich nicht!


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