Das jameda-Interview: 9 Fragen an Priv.-Doz. Dr. med. Peter Kuhlencordtinfo_plain_20gr

Priv.-Doz. Dr. med. Peter Kuhlencordt praktiziert als Internist in Hamburg. (© Kuhlencordt)

Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Priv.-Doz. Dr. med. Peter Kuhlencordt interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Internist.

jameda: Herr Priv.-Doz. Dr. med. Peter Kuhlencordt, was hat Sie motiviert, Internist zu werden, und warum haben Sie sich für Ihre Spezialgebiete entschieden? 

Herr Priv.-Doz. Dr. Kuhlencordt: In meiner Familie dominiert seit Generationen der ärztliche Beruf. Das hat mich geprägt. Mir gefiel immer der Gedanke, die Gesundheit zu fördern, um Krankheiten zu vermeiden oder behandeln zu können.

Ich sehe diese Aufgabe als Privileg. Das Herz-Kreislauf-System hat mich bereits früh im Studium fasziniert. Nicht zuletzt weil die Behandlungsmöglichkeiten von Erkrankungen dieses Organsystems stetig zunehmen.

jameda: Worin liegt Ihr Tätigkeitsschwerpunkt und was macht ihn so besonders?

Herr Priv.-Doz. Dr. Kuhlencordt: Mein Tätigkeitsschwerpunkt ist die Prävention und Behandlung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Wie essentiell ein „gesundes“ Herz ist, ist uns allen bewusst. Es ist die tägliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Krankheitsbildern und den Menschen, die mir Ihre Gesundheit anvertrauen, die diesen Beruf für mich so interessant macht.

jameda: Gibt es im medizinischen Bereich ein Vorbild, das Ihre Laufbahn besonders geprägt hat?

Herr Priv.-Doz. Dr. Kuhlencordt: Besonders beeindruckt hat mich Dr. Andreas Grüntzig, ein Angiologe und Kardiologe, der 1977 die erste Koronarintervention via Herzkatheter durchgeführt hat und damit die Tür für eine nicht chirurgische Behandlung der koronaren Herzerkrankung geöffnet hatte.

jameda: Gibt es aktuell Hilfen oder Neuerungen, die Ihnen Ihren Praxisalltag erleichtern können?

Herr Priv.-Doz. Dr. Kuhlencordt: Durch meine langjährige Tätigkeit in der stationären Hochleistungsmedizin bin ich ausgezeichnet interdisziplinär vernetzt. Gerade dies erlaubt häufig eine schnelle und kompetente Therapie akuter und chronischer Gesundheitsprobleme.

jameda: Wo sehen Sie in Ihrem Fachgebiet die größten Herausforderungen für die Zukunft?

Herr Priv.-Doz. Dr. Kuhlencordt: Herz- und Gefäßerkrankungen nehmen stark zu. Hierbei spielen die zunehmende Überalterung der Gesellschaft, eine ungesunde Ernährung, das Rauchen und Bewegungsmangel eine zentrale Rolle. Dabei können individuelle Risikofaktoren früh erkannt und Gesundheitsstrategien implementiert werden, um so die Entwicklung schwerer Erkrankungen zu vermeiden. Prävention ist also von immer wachsender Bedeutung.

jameda: Was wird an Ihrem individuellen Umgang mit Ihren Patienten besonders geschätzt?

Herr Priv.-Doz. Dr. Kuhlencordt: Meinen Patienten ist besonders wichtig, dass Ihr gesundheitliches Problem mit Ruhe und ohne Zeitdruck behandelt wird.

jameda: Was schätzen Sie an Ihren Patienten besonders?

Herr Priv.-Doz. Dr. Kuhlencordt: Die Kooperation und das Vertrauen, auf welches ich angewiesen bin um einen Erfolg in meiner Behandlung zu erzielen.

jameda: Gibt es ein besonderes Patientenerlebnis, das Sie nie vergessen werden?

Herr Priv.-Doz. Dr. Kuhlencordt: Da gibt es natürlich eine ganze Reihe von Erlebnissen, die mir unvergessen bleiben. So erinnere ich eine junge Frau, bei der im Rahmen einer Beinvenenthrombose ein 17 cm langes Gerinnsel in einem Herzscheidewanddefekt stecken geblieben war. Bei Ablösen des Thrombus wäre es zu einem Schlaganfall oder einer schweren Lungenembolie gekommen. Noch am Tag der Aufnahme in unserer Klinik wurde durch eine Herzoperation der Thrombus entfernt und der „Herzfehler“ verschlossen.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben? 

Herr Priv.-Doz. Dr. Kuhlencordt: Nutzen Sie das Angebot für Vorsorgeuntersuchungen wie z. B. eine regelmäßige Durchführung eines Gesundheits-Check-up, der der Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen dient. Auf dieser Basis können dann Maßnahmen ergriffen werden, die Ihr Risiko für die Entwicklung von Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich reduzieren.

Zur Person:

Dr. Kuhlencordt ist Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie. Zu seinem Therapieansatz zählen eine ausführliche, verständliche Beratung und eine sorgfältige Behandlung und Betreuung. Studium und Karriere führten den Hamburger in die verschiedensten Ecken der Welt. So studierte er in Würzburg, der Harvard Medical School, Bosten, der Rush University in Chicago und dem Kantonsspital St. Gallen. Beruflich folgten Stationen an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Massachusetts-General-Hospital in Boston. Von 2015 bis 2019 kam er als Chefarzt für interventionelle und konservative Angiologie der Asklepios Klinik Altona, zurück nach Hamburg. Ende 2019 folgte die Niederlassung.  

Zur Praxis:

Unsere Praxis bietet umfassende Gesundheitsuntersuchungen und sowohl vorbeugende als auch therapeutische Behandlungsverfahren an. Unser breites Spektrum reicht von Innerer Medizin bis hin zu Kardiologie und Angiologie (Gefäßmedizin). Leistungen für Kardiologie und Angiologie werden privatärztlich abgerechnet, können aber auch als IGEL-Leistungen für Kassenpatienten angeboten werden. Im Mittelpunkt stehen bei uns immer die Patientin und der Patient – unsere fachübergreifende Vorgehensweise und die technische Ausstattung in den Bereichen Diagnostik, Beratung und Therapie ermöglichen eine Behandlung auf modernstem Niveau.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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